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Libro de Arte Coquinaria (Libro de arte coquinaria)

Norditalien, ~1465 · Frühitalienisch (15. Jh.)

Kräuter-Menestra

Moderne Übersetzung

Nimm die Blätter von Mangold und ein wenig Borretsch. Lass sie kurz in klarem, kochendem Wasser aufkochen, sobald du sie hineingibst. Nimm sie dann heraus und hacke sie sehr fein mit einem Messer. Nimm zudem ein wenig Petersilie und frische Minze und hacke sie ebenfalls mit den genannten Kräutern. Zerstoße sie dann gut im Mörser und gib sie in einen Topf mit fetter Brühe. Lass sie ein wenig kochen. Wenn es dir beliebt, füge ein wenig Pfeffer hinzu.

Zutaten

OriginalModern / MengeWo kaufenAlternative
foglia di viete Mangoldblätter - Rübenblätter
borragine Borretsch Wochenmarkt / Bio-Laden -
acqua chiara bogliente Klares, kochendes Wasser Leitung -
petrosillo Petersilie - -
menta cruda Frische Minze - -
brodo grasso Fette Brühe (Fleischbrühe) - -
pepe Pfeffer - -

Zubereitungshinweis

Welches Gericht ist das? Eine schlichte, grüne Kräutersuppe - menestra war bei Martino ein weiter Begriff für Gänge/Portionen, hier konkret ein feines Blattgemüse-Mus in Fleischbrühe, verwandt mit mar-063 und mar-070.

So gelingt es. Mangoldblätter und etwas Borretsch nur ganz kurz in kochendem Wasser blanchieren - das nimmt die Bitterkeit/Schärfe, ohne die Kräuter komplett zu verkochen. Herausnehmen und mit dem Messer sehr fein hacken. Petersilie und frische Minze dazugeben und mit den blanchierten Kräutern gemeinsam weiterhacken, dann im Mörser fein zerstoßen - das macht aus grobem Grün eine gleichmäßige, cremige Masse.

So wird es richtig gut. Die zerstoßene Kräutermasse in fette Brühe geben und nur kurz aufkochen - lange Kochzeit würde die frische, grüne Farbe und das Kräuteraroma zerstören. Nach Belieben mit Pfeffer abschmecken. Die fette Brühe ist hier wichtig: sie trägt die Kräuteraromen und macht aus dem sonst wässrigen Grün ein sättigendes Gericht.

fyndling.de/rezepte/mar-080/