Kunstbuch von mancherley Essen (Kunstbuch Von mancherley Essen, Gesotten, Gebraten, Posteten, von Hirschen, Vogelen, Wildtprat, vnd andern Schawessen, so auff Fürstlichen, vnd andern Pancketen zuzurichten gehörich)
Gebratene Wachteln mit Senf und Zucker
Moderne Übersetzung
Die Wachteln braten und dann mit Senf und Zucker abmachen.
Wenn man sie zu Tisch geben will, mit Zucker bestreuen.
Zutaten
| Original | Modern | Mengenangabe | Wo kaufen | Alternative |
|---|---|---|---|---|
| Wachteln | Wachteln | - | Geflügelhändler, Metzger | - |
| Senff | Senf | - | - | - |
| Zucker | Zucker | - | - | - |
Zubereitungshinweis
Welches Gericht ist das? Gebratene Wachteln, die mit Senf und Zucker angemacht und beim Anrichten noch einmal mit Zucker bestreut werden - eine süß-scharfe Senfwürzung, die Rontzier auch bei Rinderlende (ron-0092) und Kalbfleisch (ron-0397) einsetzt.
Braten. „Schweißen“ heißt, die Vögel in heißem Fett zu braten. Das Fett nennt der Text nicht; Rontzier schweißt sonst meist in Butter, und Butter ist hier die naheliegende Wahl. Die Wachteln sollen dabei durchgaren.
Senf und Zucker. „Abmachen“ heißt, das Gericht mit den genannten Zutaten fertig zu machen. In welcher Form der Senf kommt, sagt der Text nicht. Rontzier kennt an anderer Stelle „zermahlen Senff“ (ron-0397); heute liegt angemachter, mittelscharfer Senf am nächsten, der mit etwas Zucker im Bratfett verrührt und über die Wachteln gegeben wird.
Praxis. Wachteln in Butter rundum braten, bis sie gar sind, Senf und Zucker zugeben und die Vögel darin wenden. Beim Anrichten mit Zucker bestreuen. Die Zubereitungszeit von etwa 20 Minuten ist eine Schätzung, der Text gibt keine Zeit an.
Vollständige Version mit Originaltext, Glossar und Anmerkungen: fyndling.de/rezepte/ron-0492/
fyndling.de/rezepte/ron-0492/