Ein new Kochbuch (Ein new Kochbuch/ Das ist Ein gruͤndtliche beschreibung wie man recht vnd wol ... allerley Speiß ... auff Teutsche/ Vngerische/ Hispanische/ Jtalianische vnnd Frantzoͤsische weiß/ kochen vnd zubereiten solle)
Wildschwein-Pasteten, kalt oder warm
Moderne Übersetzung
Wildschweinpasteten, es sei kalt oder warm.
Zutaten
| Original | Modern | Mengenangabe | Wo kaufen | Alternative |
|---|---|---|---|---|
| Schweinen Wildpret | Wildschweinfleisch | - | - | - |
Zubereitungshinweis
Welches Gericht ist das? Keine Anleitung, sondern eine Überschrift im Kapitel vom Wildschwein: Pasteten aus Wildschweinfleisch, die man kalt oder warm auftragen kann. Eine Pastete ist bei Rumpolt Fleisch in einer gebackenen Teighülle, keine Terrine und keine Streichpastete. Teig, Füllung, Würzung und Backzeit nennt er an dieser Stelle nicht.
Schweinen Wildpret. Gemeint ist das Wildschwein. Das Kapitel, in dem die Nummer steht, ist „Vom Schweinen Wildpret“ überschrieben und handelt durchgehend vom Wildschwein; ein anderes Tier kommt nicht in Frage.
Kalt oder warm. Das ist die einzige Angabe der Nummer: Die Pastete darf kalt oder warm auf den Tisch. Im Pastetenkapitel nennt Rumpolt die kalte Fassung noch einmal, dort „in einen Ruckenteig eyngeschlagen“, also in Roggenteig (rum-1754).
Praxis. Wer die Nummer nachkochen will, hält sich an Rumpolts eigene Wildpasteten aus dem Hirschkapitel: Roggenteig auftreiben, das gewürzte Fleisch einschlagen und backen. Bei der kalten Hirschpastete (rum-0316) gibt er Essig durch das Luftloch, bei der Hirschziemer-Pastete (rum-0312) Pfeffer. Das ist eine Übertragung, keine Anweisung dieser Nummer; ob man den Teig mitaß, bleibt offen.
Vollständige Version mit Originaltext, Glossar und Anmerkungen: fyndling.de/rezepte/rum-0442/
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