Ein new Kochbuch (Ein new Kochbuch/ Das ist Ein gruͤndtliche beschreibung wie man recht vnd wol ... allerley Speiß ... auff Teutsche/ Vngerische/ Hispanische/ Jtalianische vnnd Frantzoͤsische weiß/ kochen vnd zubereiten solle)
Anbieß (Fisch), trocken abgesotten, blau
Moderne Übersetzung
Anbieß trocken abgesotten fein blau.
Zutaten
| Original | Modern | Mengenangabe | Wo kaufen | Alternative |
|---|---|---|---|---|
| ANbieß | Anbieß | - | Fischhändler; welcher Fisch gemeint ist, ist nicht sicher bestimmt | - |
Zubereitungshinweis
Welches Gericht ist das? Ein Fisch, blau gesotten und ohne Brühe angerichtet, ähnlich dem heutigen Fisch blau. Die Nummer besteht aus einer einzigen Zeile mit der Garart; Sud, Mengen, Garzeit und Beigaben nennt Rumpolt nicht. Welcher Fisch der Anbieß ist, lässt sich nicht sicher sagen.
Trocken abgesotten. Der Fisch gart im Sud und wird dann abgetropft ohne Brühe aufgetragen. So beschreibt es Rumpolt beim Schretzel: absieden, die Brühe abziehen, den Fisch ganz auf eine Schüssel legen (rum-1140).
Fein blau. Die Zeile nennt nur das Ergebnis, eine bläuliche Haut, und kein Mittel dafür. Ein ausgeführtes Verfahren mit derselben Formel steht bei der Forelle (rum-0944): halb Wasser, halb Wein und Salz als Sud, Essig über den Fisch. Das ist eine Parallele, keine Anweisung für diese Nummer.
Praxis. Wer es nachkochen will, nimmt einen frischen, ganzen Süßwasserfisch, lässt ihn in gesalzenem, leicht gesäuertem Sud gar ziehen, hebt ihn heraus, lässt ihn abtropfen und richtet ihn ohne Sauce an. Der Essig im Sud ist heutige Praxis für Fisch blau, nicht Rumpolts Angabe für den Anbieß.
Vollständige Version mit Originaltext, Glossar und Anmerkungen: fyndling.de/rezepte/rum-1141/
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