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Ein new Kochbuch (Ein new Kochbuch/ Das ist Ein gruͤndtliche beschreibung wie man recht vnd wol ... allerley Speiß ... auff Teutsche/ Vngerische/ Hispanische/ Jtalianische vnnd Frantzoͤsische weiß/ kochen vnd zubereiten solle)

Frankfurt am Main, 1581 · Frühneuhochdeutsch (Frankfurter Druckersprache mit oberdeutscher Schreibung, südwestdeutsch/rhein-mainischer Küchenwortschatz, 1581)

Koppen (Groppen), trocken abgesotten, blau

Moderne Übersetzung

Die Koppen (Groppen) trocken abgesotten, fein blau.

Zutaten

OriginalModernMengenangabeWo kaufenAlternative
Koppen Koppen - - -

Zubereitungshinweis

Welches Gericht ist das? Koppen, blau gesotten und ohne Brühe angerichtet, ähnlich dem heutigen Fisch blau. Die Nummer besteht aus einer einzigen Zeile mit der Garart; Sud, Mengen, Garzeit und Beigaben nennt Rumpolt nicht. Mit Koppen ist wohl die Groppe gemeint, ein kleiner Süßwasserfisch.

Trocken abgesotten. Der Fisch gart im Sud und wird dann abgetropft ohne Brühe aufgetragen. So beschreibt es Rumpolt beim Schretzel: absieden, die Brühe abziehen, den Fisch ganz auf eine Schüssel legen (rum-1140).

Fein blau. Die Zeile nennt nur das Ergebnis, eine schön bläuliche Haut, und kein Mittel dafür. Bei den Gründlingen (rum-1151) und der Forelle (rum-0944) führt Rumpolt das Blausieden mit Wein oder Wasser und Essig aus. Das sind Parallelen, keine Anweisung für diese Nummer.

Praxis. Wer es nachkochen will, lässt die frischen, ganzen Koppen in gesalzenem, leicht gesäuertem Sud gar ziehen, hebt sie heraus, lässt sie abtropfen und richtet sie ohne Sauce an. Der Essig im Sud ist heutige Praxis für Fisch blau, nicht Rumpolts Angabe für die Koppen; eine Garzeit ist nicht überliefert.

fyndling.de/rezepte/rum-1148/