Tegernseer Speisenbuch (Tegernseer Wirtschaftsbüchlein (Speisenbuch))
Güldene Schnitten (Arme Ritter)
Moderne Übersetzung
Güldene Schnitten - 40 Eier.
Zutaten
| Original | Modern | Menge | Wo kaufen | Alternative |
|---|---|---|---|---|
| altbackenes Weißbrot | 8 Scheiben | - | - | |
| 40 ayr | 4 Eier | 4 Stück | - | - |
| Schmalz oder Butter zum Backen | - | Supermarkt | - | |
| Zucker und Zimt zum Bestreuen | - | - | - |
Zubereitungshinweis
Welches Gericht ist das? Der mittelalterliche Vorfahr der Armen Ritter beziehungsweise des French Toast: Weißbrotscheiben werden in Ei gewendet und goldgelb gebacken. Ein enger Zwilling der goldenen Schnitten aus dem Rheinfränkischen Kochbuch (rfk-043) und Martinos vergoldeten Brotschnitten (mar-159).
Gülden schnittl. Güldene Schnitten - gülden meint die goldene Bräune des in Fett gebackenen, mit Ei überzogenen Brotes. Die Quelle notiert nur die Eiermenge der Klosterküche; Brot, Fett und das süße Topping ergeben sich aus dem Gerichtsnamen und den Parallelen im Korpus.
Praxis. Altbackenes Weißbrot in Scheiben schneiden, durch verquirltes Ei ziehen und in Schmalz oder Butter goldgelb ausbacken. Mit Zucker und Zimt bestreuen - oder mit Honig, der im klösterlichen Alltag wahrscheinlicher war als teurer Zucker.
Vollständige Version mit Originaltext, Glossar und Anmerkungen: fyndling.de/rezepte/teg-037/
fyndling.de/rezepte/teg-037/