Le Ménagier de Paris · Paris · 1393
Buvrage de lait d'amandes comme dessus. Potages pour malades
Base de Français Médiéval (BFM), ENS Lyon – TEI P5, Lizenz Etalab
🏕 Lagerküche-Tipp: Für die Lagerküche empfiehlt es sich, Mandeln bereits gemahlen mitzubringen, um die Zubereitung zu erleichtern.
Bereite ein Mandelmilchgetränk nach der zuvor beschriebenen Art zu. Dies ist ein Potage, der für Kranke bestimmt ist.
| Original | Modern / Menge | Wo kaufen | Alternative |
|---|---|---|---|
| lait d'amandes | Mandelmilch | — | — |
Mediävistische Texte sind oft mehrdeutig. Hier die Stellen, an denen wir uns für eine Lesart entscheiden mussten — mit den plausiblen Alternativen.
⚖ Buvrage de lait d'amandes comme dessus
Gewählte Lesart: Ein Mandelmilchgetränk, wie es zuvor im Manuskript beschrieben wurde.
Andere mögliche Lesart:
⚖ Potages pour malades
Gewählte Lesart: Dies ist ein Potage (Eintopf/Brei) für Kranke.
Andere mögliche Lesart:
'Comme dessus' bedeutet 'wie oben' oder 'wie zuvor beschrieben'. In diesem Fall verweist es auf ein früheres, detaillierteres Rezept für Mandelmilch im Originalmanuskript des 'Ménagier de Paris'. Für die moderne Zubereitung bedeutet dies, eine Standard-Mandelmilch herzustellen.
Ja, dieses Rezept ist für die Lagerküche geeignet, sofern du bereits gemahlene Mandeln mitbringst. Die Zubereitung von Mandelmilch aus gemahlenen Mandeln und Wasser ist einfach und schnell über dem Feuer möglich. Die weiteren, hier nicht spezifizierten Zutaten für den Potage sollten ebenfalls lagerküchentauglich sein.
Dieses Rezept stammt aus dem 'Ménagier de Paris', einem französischen Haushaltsbuch, das um 1393 verfasst wurde. Es bietet Einblicke in die bürgerliche Küche des späten Mittelalters in Paris und richtet sich an eine junge Ehefrau.
Im Mittelalter war ein 'Potage' kein klarer Suppen- oder Brühe-Gang im modernen Sinne, sondern ein dicker, oft gebundener Eintopf oder Brei. Er konnte Fleisch, Gemüse, Getreide oder Hülsenfrüchte enthalten und war eine nahrhafte Hauptspeise, oft mit Gewürzen verfeinert. Für Kranke waren es meist leichtere, gut verdauliche Varianten.