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Geflügel für Pasteten

Le Ménagier de Paris · Paris · 1393

🐔 Hauptspeise · Geflügel 🏕 Lagerküche-tauglich Einfach
⏱ 45 Min.👥 Für mehrere Pasteten📖 Ménagier de Paris (~1393)

Original — Moyen Français

Geflügel für Pasteten — Originalseite aus Ménagier de Paris
Fol. 173v, Scan: Bibliothèque nationale de France, Gallica (BnF Manuscrit Français 12477)

Transkription (Moyen Français)

Oes, poules, chappons, despeciez par pieces et mis en pasté (exepté les chappons de haulte gresse qui ne se despiecent point) et de chascune oe l'en fait troiz pastez.

Base de Français Médiéval (BFM), ENS Lyon – TEI P5, Lizenz Etalab

Moderne Übersetzung

🏕 Lagerküche-Tipp: Benötigt werden scharfe Messer und eine stabile Unterlage zum Zerlegen des Geflügels. Für das Backen der Pasteten ist ein Ofen erforderlich.

Nimm Gänse, Hühner und Kapaune, zerlege sie in Stücke und fülle sie in Pasteten. Ausgenommen sind sehr fette Kapaune, die nicht zerlegt werden. Aus jeder Gans mache drei Pasteten.

Zutaten

OriginalModern / MengeWo kaufenAlternative
Oes Gänse
poules Hühner
chappons Kapaune Metzger Hähnchen

Anmerkungen

Oes
Gänse
chappons de haulte gresse
Sehr fette Kapaune
despeciez par pieces
In Stücke zerlegen
mis en pasté
In Pastete geben/füllen

Häufige Fragen

Was sind Kapaune?

Kapaune sind kastrierte Masthähne, die für ihr besonders zartes und fettreiches Fleisch geschätzt wurden. Sie waren eine Delikatesse im Mittelalter und sind heute seltener erhältlich als gewöhnliche Hähnchen.

Ist dieses Rezept für die Lagerküche / das Mittelaltermarkt-Lager geeignet?

Ja, die Zerlegung des Geflügels kann gut am Lager vorgenommen werden. Für die eigentlichen Pasteten wird jedoch ein Ofen benötigt, der am Lager als Lehmofen oder Dutch Oven realisiert werden kann.

Aus welcher Zeit und woher stammt dieses Rezept?

Dieses Rezept stammt aus dem 'Ménagier de Paris', einem französischen Haushaltsbuch aus der Zeit um 1393. Es wurde für eine junge Ehefrau verfasst und enthält neben Kochrezepten auch Ratschläge zur Haushaltsführung.

Was bedeutet 'Pastete' in diesem mittelalterlichen Kontext?

Mittelalterliche Pasteten waren oft große Fleisch- oder Fischfüllungen, die in einem Teigmantel gebacken wurden. Der Teig diente dabei oft eher als Garform und Konservierungsmittel denn als essbarer Bestandteil, auch wenn er natürlich mitgegessen werden konnte.

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