Kunstbuch von mancherley Essen (Kunstbuch Von mancherley Essen, Gesotten, Gebraten, Posteten, von Hirschen, Vogelen, Wildtprat, vnd andern Schawessen, so auff Fürstlichen, vnd andern Pancketen zuzurichten gehörich)
Rinderlende mit Bortfelder Rüben
Moderne Übersetzung
Ebenso die Rinderlende mit Bortfelder Rüben anmachen.
Zutaten
| Original | Modern | Mengenangabe | Wo kaufen | Alternative |
|---|---|---|---|---|
| (erschlossen) | Rinder Moͤrbraten (aus der Reihe davor, ron-0095) | - | Metzger | - |
| Burtfeldiſchen Ruͤben | Bortfelder Rüben | - | Wochenmarkt | Mairüben oder Teltower Rübchen |
Zubereitungshinweis
Welches Gericht ist das? Die letzte Kurzvariante einer kleinen Reihe zur Rinderlende: Nach Meerrettich (ron-0095), Petersilienwurzel (ron-0096) und braunem Kohl (ron-0097) wird die Lende hier mit Bortfelder Rüben angemacht. Heute erinnert das an Rindfleisch mit Rübchen.
Was der Text sagt. Der Satz nennt nur die Beigabe. Verb und Fleisch kommen aus den Rezepten davor: „man macht ſie auch mit … an“, also die Lende mit der Beigabe fertig zubereiten. Garart, Flüssigkeit, Menge, Zeit und wie die Rüben geschnitten werden, sagt er nicht. Die ausführlicheren Lendenrezepte derselben Folge bringen die Stücke mit Wasser zum Feuer und machen sie an, wenn sie bald gar sind (ron-0090); das ist die naheliegende Lesart, im Rezept selbst steht sie nicht.
Praxis. Moderne Annäherung, nicht aus dem Text: Die Rüben schälen, in Stücke schneiden und in wenig Wasser oder Brühe ansetzen, da sie meist länger brauchen als die zarte Lende. Die Lende in Stücken dazugeben, wenn die Rüben fast weich sind, und beides zusammen gar ziehen lassen. Lende wird bei langem Sieden trocken.
Vollständige Version mit Originaltext, Glossar und Anmerkungen: fyndling.de/rezepte/ron-0098/
fyndling.de/rezepte/ron-0098/