Kuchařství o rozličných krměch, kterak se užitečně s chutí strojiti mají · Prag, Böhmen · 1535
Nimm Eiweiße und weißes Mehl, und bereite einen Teig, wie es sich für Tenátka geziemt. Gib sie dann mit einer Schöpfkelle in heißes Butterfett.
| Original | Modern / Menge | Wo kaufen | Alternative |
|---|---|---|---|
| bílky od vajec | Eiweiß | - | - |
| bílú mouku | Weizenmehl (Type 405) | - | - |
| horké máslo | Butterfett | - | Pflanzenöl |
Tenátka sind dünne, fadenförmige Teigwaren, die in heißem Fett ausgebacken werden. Sie ähneln kleinen, unregelmäßigen Frittern oder Schmarren.
Ja, dieses Rezept ist sehr gut für die Lagerküche geeignet. Es benötigt nur wenige, haltbare Zutaten und kann schnell in einer Pfanne über offenem Feuer zubereitet werden.
Dieses Rezept stammt aus dem ‚Böhmischen Kochbuch, Kuchařství o rozličných krměch‘ von Pavel Severin z Kapí Hory, gedruckt um 1535 in Prag. Es ist eines der ältesten erhaltenen gedruckten tschechischen Kochbücher und bietet Einblicke in die frühneuzeitliche böhmische Küche.
Der Teig sollte flüssig genug sein, um ihn von einer Kelle tropfen oder gießen zu können, aber dick genug, um beim Braten eine Form zu behalten. Eine Konsistenz ähnlich einem dickflüssigen Pfannkuchenteig ist passend.
Wörtlich ‚Fäden‘ oder ‚Filamente‘. Bezeichnet hier eine Art dünner, frittierter Teigwaren oder Nudeln.
Eine Schöpfkelle oder ein Löffel, möglicherweise auch eine spezielle Lochkelle zum Formen der Fäden.
Mediävistische Texte sind oft mehrdeutig. Hier die Stellen, an denen wir uns für eine Lesart entscheiden mussten - mit den plausiblen Alternativen.
tenátka
Gewählte Lesart: Als ‚Fäden‘ oder ‚Filamente‘ übersetzt, was auf die Form der frittierten Teigwaren hinweist.
Andere mögliche Lesart:
šufan
Gewählte Lesart: Als ‚Schöpfkelle‘ übersetzt, da dies ein gängiges Küchengerät ist, um flüssigen Teig zu portionieren.
Andere mögliche Lesart:
Aus unseren ersten Übersetzungen. Dieses Rezept gehört zu unseren früh erschlossenen Texten und wird vielleicht noch einmal überprüft. Wir gehen die Rezepte gelegentlich erneut durch, wenn wir neue Erkenntnisse gewinnen.
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