Wien, Österr. Nationalbibl., Cod. 2897
Eierfladen mit Hühnerleber und -magen
Moderne Übersetzung
Nimm Hühnerleber und Magen, schneide sie dünn und backe sie in Schmalz vollständig durch.
Gib Eier, Pfeffer, Kümmel und Salz hinzu. Rühre alles untereinander, weich wie die Masse für gefüllte Eier.
Streiche die Masse in siedendes Schmalz in eine Pfanne. Wenn sie vollständig gebacken ist, trage sie auf.
Zutaten
| Original | Modern | Mengenangabe | Wo kaufen | Alternative |
|---|---|---|---|---|
| huner leber | Hühnerleber | 150 g | Metzger | - |
| magen | Hühnermagen | 150 g | Metzger | - |
| smalcz | Schmalz | 2 EL | - | Pflanzenöl |
| ayr | Eier | 3 | - | - |
| pheffer | Pfeffer | - | - | - |
| chum | Kümmel | - | - | - |
| salcz | Salz | - | - | - |
Zubereitungshinweis
Das Rezept ergibt keinen lockeren Rührei-Teller, sondern einen zusammenhängend ausgebackenen Eierfladen mit Innereien; nahe heutige Verwandte sind Innereienomelett und Frittata. Die Wendung „gestuffelt ayr waich“ ist unsicher: Der nahe Paralleltext mha-075 hat „gefullte ayr waich“, während b4-130 „getuselt ayr waich“ liest. Gemeint ist am ehesten eine weiche Eier- beziehungsweise Füllmasse, die anschließend als Ganzes ausgebacken wird.
Als moderne sichere Praxis den geputzten Hühnermagen sehr dünn schneiden und vor Zugabe der Eier so lange garen, bis er vollständig durchgegart und kaubar ist; die nötige Zeit kann deutlich variieren. Eine schwere Pfanne, kontrollierte Hitze und nur so viel heißes Schmalz verwenden, dass die Masse sicher ausbackt. Die Quelle selbst nennt weder Garzeit noch Schmalzmenge.
Vollständige Version mit Originaltext, Glossar und Anmerkungen: fyndling.de/rezepte/w1-135/
fyndling.de/rezepte/w1-135/