Schedelsche Weltchronik · Blatt 17

Zweites Alter · Nürnberg 1493, Hartmann Schedel, Übersetzung Georg Alt, Druck Anton Koberger

Schedelsche Weltchronik Blatt 17, linke Seite Schedelsche Weltchronik Blatt 17, rechte Seite
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Transkription (Frühneuhochdeutsch, 1493)

Das ander alter Sale der auch chaynan genent wirdt der sun arphaxat ist geporn im .xxxv. iar seines vaters. vnd im. ijm. iijc. lxxviiij. iar der werlt. der selb pawet die stat salem zu erst vnd nennet die nach seinem namen. die ist darnach iherusalem gehaissen. vnd er lebet. iiijm. iijc iij. iar. Augustinus spricht. nach der benedeyung der suen noe bis auff abraaz beschiht kein meldung einicher gerechten. wiewol ich glawb das die selb zeit solcher gerechten nit on gewesen sey. aber der selben aller zegedencken wer vil zelang. vnd mer ein hystorische emsikeit dann ein prophetische fuorsichtigkait. Heber der sun sale ist geporn in. xxx. iar seins vaters. vnd im. ijm. vc. ix. iar der werlt. vnd lebet iiijc. lxiiij. iar. vnd von im haben die hebrei iren nomen dann in der teylung der zungen sol in seinem haws allein die hebreysch zungen bliben sein. die auch vor der teylung nit ein hebreysche sunder ein menschliche zung genent ward. darumb das sich der alle menschen von anbegynn der werlt geprauchten. doch werden sie auch nach abraham genent auß vmbstendiger bedeuedtnus die die gelerten versteen. Diser iectan der sun heber het. xiij. suen. die alle sunder fuernemliche geschlecht gemacht haben. aber die selben voelcker als Jheronimus spricht sind vns von verrer entlegenheit wegen der land oder auß verwandelung der lewt vnd namen vnbekant oder zertrennet Diser phaleg der sun heber ist im. ijm. vic. xliij. iar der werlt geporn. vnd. ijc. xxxviiij. iar alt worden. vnd nach bedeuetnus seines namens souil gesprochen. als einer vom andern abgesuendert. dann wiewol in seinen tagen zerteylung der zungen beschah. so was er doch in dem selben pund nit: sunder die vorig zung blibe in seinem haws. Augustinus spricht in dem ist nit ein kleiner fußstapff der gerectigkeit erschinnen. das diss haws frey bliben ist von der straff so es nit teylhafftig was an der schuld. vnd die zal der zungen was nach der zal der geschlecht. Nemlich. lxxij. Aber mer ist worden die zal der voelker dann der zungen. dann wir finden vil voelker die alle einerlay zungen haben. Beu oder regau der sun phaleg ist geporn im. ijm vijc. lxxiij. iar der werlt. vnd lebet. iijc. ij. iar. vnd zu disen seinen zeiten sollen vil tempel erstlich gepawen vnd angefangen sein worden. die fuersten der volker anzubetten. center Blat XVII der werlt Iherusalez in dem land palestina ein hawbtstat der iuden. ist zu erst Jebus. darnach Salem. zum dritten hierosolima. zu letst helia genant. der selben stat erster pawman was Canaan. der ein gerechter koenig genant was. vnd hieß melchisedech ein briester des hoehsten gottes. vnd pawet alda ein tempel den hieß er Solimam. Solymi warn lewt bey dem land licia in den gebirgen wonende. die haben hierosolimam nach ine genant. die selb stat ist bis zu dauids zeiten ein wonung des cananeyschen volcks gewest. Josue der iuden fuerst mocht die selben chananeyschen oder ihebuseyschen nit außtreiben. aber als dauid nach außtreybung der ihebuseyschen dise stat wider pawet hieß er hierosolimam. das ist die allerbefestigsten. Gelegenhait vnd befestigung diser stat was felsig mit dryfeltiger mawr bewaret. inwendig an wassern ueberfluessig. von außen gantz trucken vnd mit einem graben auß steyn gehawen. xl. schuh tieff. vnd. ijc. l. weit vmfangen. von dem darauß gehawen stein warden die zinnen vnd mawr des allerloeblichsten tempels aufgefurt. dise vor allen steten des aufgangs weytberuembtist stat was gepawet auff zwen puehel mit einem tal vnderschiden. als vil nw der ein puehel hoeher was souil was auch die stat erhebter vnd nach der leng gerichter. der ander puehel hieß dauids castell. vnd hielt die vndern stat. vnd was allenthalb nider. das tal in der mitte gehoeret zu Syloam dem suessen brunnen. dise stat was mit vleis dauids salomonis vnd anderer koenig saselbst kreftiglich geziret. Agrippa het auch einen tayl der stat zugegeben vnd eingefangen. dann von zunemung der menigslich sie von weil zu weil fuer die mawer herauß. die selb zugab hieß die newstat. vnd die gantz stat was in irm vmbkreis. xxxiij. achteyl einer meyl weyt. vnd wie wunderperlich die gantz stat was so was doch die drit mawer wunderperlicher der uebertreffenlichkait halb des thurns gein mitternacht vnd nidergang in einem winckel steende. ab dem arabia vnd das meer bis an die art oder gegent der hebreyschen gesehen mocht werden. vnd was sunst vil koestlichkait von gleissenden marmor steinen vnd an gepewen des koeniglichen sals vnd anders. Aber der tod cristi hat dise stat gehayliget. dann da ist der tempel seiner lere. die stat seines bittern leidens vnserer erloesung. das grab seines allerheiligsten leibs. der berg seiner auffart zu himel. von dannen er widerkuenfftig ist zu gericht. Item alda hat der herr die vngelerten armen fischer mit iren anglen vnd netzen kayser vnd konig zefahen außerkoren. plinde erlewcht. aussetzige geraynigt. gichtbruechig auffgericht. die todten erweckt. vnd vil andre goetliche wunderzayehen geuebt. vnd also das die werlt zu erkantnuß des liechts der warheit vnd aller tugend angewisen.

Moderne Übersetzung

Das zweite Zeitalter. Sale, der auch Kainan genannt wird, der Sohn des Arphaxat, wurde im fünfunddreißigsten Jahr seines Vaters und im zweitausenddreihundertneunundsiebzigsten Jahr der Welt geboren. Dieser baute zuerst die Stadt Salem und nannte sie nach seinem Namen. Sie wurde danach Jerusalem genannt. Und er lebte viertausenddreihundertdrei Jahre. Augustinus spricht: Nach der Segnung der Söhne Noahs bis auf Abraham geschieht keine Meldung einiger Gerechten, wiewohl ich glaube, dass zu dieser Zeit solche Gerechten nicht ohne gewesen seien. Aber all derer zu gedenken, wäre viel zu lang und mehr eine historische Emsigkeit denn eine prophetische Vorsichtigkeit. Heber, der Sohn Sales, wurde im dreißigsten Jahr seines Vaters und im zweitausendfünfhundertneunten Jahr der Welt geboren und lebte vierhundertvierundsechzig Jahre. Und von ihm haben die Hebräer ihren Namen, denn in der Teilung der Zungen soll in seinem Haus allein die hebräische Zunge geblieben sein, die auch vor der Teilung nicht eine hebräische, sondern eine menschliche Zunge genannt wurde, darum, dass sich der alle Menschen von Anbeginn der Welt gebrauchten. Doch werden sie auch nach Abraham genannt, aus umständlicher Bedeutung, die die Gelehrten verstehen. Dieser Jektan, der Sohn Hebers, hatte dreizehn Söhne, die alle sonderlich vornehme Geschlechter gemacht haben. Aber dieselben Völker, als Hieronimus spricht, sind uns von ferner Entlegenheit wegen der Länder oder aus Verwandlung der Leute und Namen unbekannt oder zertrennt. Dieser Phaleg, der Sohn Hebers, ist im zweitausendsechshundertdreiundvierzigsten Jahr der Welt geboren und zweihundertneununddreißig Jahre alt geworden. Und nach Bedeutung seines Namens so viel gesprochen, als einer vom anderen abgesondert, denn wiewohl in seinen Tagen Zerteilung der Zungen geschah, so war er doch in demselben Bund nicht, sondern die vorige Zunge blieb in seinem Haus. Augustinus spricht: In dem ist nicht ein kleiner Fußstapf der Gerechtigkeit erschienen, dass dieses Haus frei geblieben ist von der Strafe, so es nicht teilhaftig war an der Schuld. Und die Zahl der Zungen war nach der Zahl der Geschlechter, nämlich zweiundsiebzig. Aber mehr ist geworden die Zahl der Völker denn der Zungen, denn wir finden viel Völker, die alle einerlei Zungen haben. Beu oder Regau, der Sohn Phalegs, ist im zweitausendsiebenhundertdreiundsiebzigsten Jahr der Welt geboren und lebte dreihundertzwei Jahre. Und zu diesen seinen Zeiten sollen viel Tempel erstlich gebaut und angefangen sein worden, die Fürsten der Völker anzubeten. (Mitte Blatt XVII) Jerusalem, in dem Land Palästina, eine Hauptstadt der Juden, ist zuerst Jebus, darnach Salem, zum dritten Hierosolima, zuletzt Helia genannt. Der selben Stadt erster Baumeister war Kanaan, der ein gerechter König genannt war und hieß Melchisedech, ein Priester des höchsten Gottes. Und baute allda einen Tempel, den hieß er Solimam. Solymi waren Leute bei dem Land Lykien in den Gebirgen wohnend. Die haben Hierosolimam nach ihnen genannt. Dieselbe Stadt ist bis zu Davids Zeiten eine Wohnung des kanaanäischen Volkes gewesen. Josue, der Juden Fürst, mochte dieselben Kanaanäischen oder Jebusäischen nicht austreiben. Aber als David nach Austreibung der Jebusäischen diese Stadt wieder baute, hieß er Hierosolimam, das ist die Allerbefestigsten. Gelegenheiten und Befestigung dieser Stadt war felsig, mit dreifältiger Mauer bewahrt, inwendig an Wassern überflüssig, von außen ganz trocken und mit einem Graben aus Stein gehauen, vierzig Schuh tief und zweihundertfünfzig weit umfangen. Von dem daraus gehauenen Stein wurden die Zinnen und Mauern des allerlöblichsten Tempels aufgeführt. Diese vor allen Städten des Aufgangs weitberühmteste Stadt war gebaut auf zwei Bühel mit einem Tal unterschieden. Als viel nun der ein Bühel höher war, so viel war auch die Stadt erhebter und nach der Länge gerichtet. Der andere Bühel hieß Davids Kastell und hielt die untere Stadt und war allenthalben nieder. Das Tal in der Mitte gehörte zu Siloam, dem süßen Brunnen. Diese Stadt war mit Fleiß Davids, Salomons und anderer Könige selbst kräftiglich geziert. Agrippa hatte auch einen Teil der Stadt zugegeben und eingefangen, denn von Zunahme der Menschenmenge sie von Weil zu Weil für die Mauer heraus. Dieselbe Zugabe hieß die Neustadt. Und die ganze Stadt war in ihrem Umkreis dreiunddreißig Achtel einer Meile weit. Und wie wunderbarlich die ganze Stadt war, so war doch die dritte Mauer wunderbarer der Übertreffenlichkeit halb des Turms gegen Mitternacht und Niedergang in einem Winkel stehend, ab dem Arabien und das Meer bis an die Art oder Gegend der Hebräischen gesehen mochte werden. Und war sonst viel Köstlichkeit von gleißenden Marmorsteinen und an Gebäuen des königlichen Saals und anderes. Aber der Tod Christi hat diese Stadt geheiligt, denn da ist der Tempel seiner Lehre, die Stadt seines bitteren Leidens unserer Erlösung, das Grab seines allerheiligsten Leibes, der Berg seiner Auffahrt zu Himmel, von dannen er widerkünftig ist zu Gericht. Item, allda hat der Herr die ungelehrten, armen Fischer mit ihren Angeln und Netzen Kaiser und Könige zu fangen auserkoren, Blinde erleuchtet, Aussätzige gereinigt, Gichtbrüchige aufgerichtet, die Toten erweckt und viel andere göttliche Wunderzeichen geübt. Und also, dass die Welt zur Erkenntnis des Lichts der Wahrheit und aller Tugend angewiesen (wurde).

Anmerkungen

.xxxv.
römisch für 35
.ijm. iijc. lxxviiij.
römisch für 2379
werlt
Welt
pawet
baute
stat salem
Stadt Salem, später Jerusalem
gehaissen
geheißen
.iiijm. iijc iij.
römisch für 4303
Augustinus
Augustinus von Hippo (354–430 n. Chr.), Kirchenvater
benedeyung
Segnung
suen noe
Söhne Noahs
abraaz
Abraham
beschiht
geschieht
einicher gerechten
einiger Gerechten
wiewol
obwohl
glawb
glaube
on gewesen sey
nicht ohne gewesen sei, d.h. es gab sie
zegedencken
zu gedenken
emsikeit
Emsigkeit, Fleiß, hier im Sinne von 'mühevolle Aufzählung'
fuorsichtigkait
Vorsichtigkeit, hier im Sinne von 'prophetische Voraussicht'
.xxx.
römisch für 30
.ijm. vc. ix.
römisch für 2509
.iiijc. lxiiij.
römisch für 464
hebrei
Hebräer
nomen
Namen
teylung der zungen
Teilung der Sprachen (nach dem Turmbau zu Babel)
haws
Haus
bliben sein
geblieben sein
darumb das sich der alle menschen von anbegynn der werlt geprauchten
darum, weil sich alle Menschen von Anbeginn der Welt dieser bedienten
vmbstendiger bedeuedtnus
umständlicher, ausführlicher Bedeutung
gelerten
Gelehrten
iectan
Joktan (biblische Figur, Sohn Hebers)
het. xiij. suen
hatte 13 Söhne
sunder fuernemliche geschlecht
besonders vornehme Geschlechter
Jheronimus
Hieronymus (ca. 347–420 n. Chr.), Kirchenvater und Bibelübersetzer
verrer entlegenheit wegen der land
wegen der weiten Entfernung der Länder
lewt
Leute
zertrennet
zerstreut
phaleg
Peleg (biblische Figur, Sohn Hebers)
.ijm. vic. xliij.
römisch für 2643
.ijc. xxxviiij.
römisch für 239
souil gesprochen. als einer vom andern abgesuendert
so viel gesprochen, als 'einer vom anderen abgesondert' (Bezug auf die Bedeutung des Namens Peleg, der 'Teilung' bedeutet)
zerteylung der zungen
Teilung der Sprachen
pund
Bund, hier im Sinne von 'Sprachgemeinschaft'
vorig zung
vorige Sprache (die Ursprache)
fußstapff der gerectigkeit
Fußstapfen der Gerechtigkeit, Zeichen der Gerechtigkeit
so es nit teylhafftig was an der schuld
da es nicht teilhaftig war an der Schuld
.lxxij.
römisch für 72
einerlay zungen
einerlei Sprachen
Beu oder regau
Reu (biblische Figur, Sohn Pelegs)
.ijm vijc. lxxiij.
römisch für 2773
.iijc. ij.
römisch für 302
erstlich gepawen vnd angefangen sein worden
erstmals gebaut und begonnen worden sein
center Blat XVII
Angabe zur Position im Originaltext: Mitte von Blatt 17
Iherusalez
Jerusalem
palestina
Palästina
hawbtstat
Hauptstadt
Jebus
Jebus, alter Name für Jerusalem
hierosolima
Hierosolyma, griechischer Name für Jerusalem
helia
Aelia Capitolina, römischer Name für Jerusalem
pawman
Baumeister
koenig
König
melchisedech
Melchisedek, biblische Figur, König von Salem und Priester
briester des hoehsten gottes
Priester des höchsten Gottes
alda
dort
Solimam
Bezug auf den Tempel Salomos, hier als 'Solimam' bezeichnet
Solymi
Solymier, ein Volk, das in der Antike in Lykien lebte
licia
Lykien, antike Landschaft in Kleinasien
gebirgen wonende
in den Gebirgen wohnend
cananeyschen volcks
kanaanäischen Volkes
Josue
Josua, biblische Figur, Nachfolger Moses
fuerst
Fürst, Anführer
mocht die selben chananeyschen oder ihebuseyschen nit außtreiben
konnte dieselben Kanaanäer oder Jebusiter nicht austreiben
dauid
David, biblischer König Israels
wider pawet
wieder baute
die allerbefestigsten
die Allerbefestigsten (Bezug auf die Bedeutung des Namens Jerusalem)
dryfeltiger mawr
dreifältiger Mauer
inwendig an wassern ueberfluessig
innen an Wassern überflüssig
trucken
trocken
graben auß steyn gehawen
Graben aus Stein gehauen
xl. schuh
römisch für 40 Schuh (Maßeinheit, ca. 30 cm pro Schuh)
.ijc. l. weit vmfangen
römisch für 250 weit umfangen (vermutlich in Schuh)
zinnen vnd mawr
Zinnen und Mauern
allerloeblichsten tempels
allerlöblichsten Tempels (Salomonischer Tempel)
aufgefurt
aufgeführt
aufgangs
Ostens
weytberuembtist
weitberühmteste
puehel
Bühel, Hügel
vnderschiden
unterschieden, getrennt
erhebter vnd nach der leng gerichter
erhabener und der Länge nach ausgerichtet
dauids castell
Davids Kastell, Davidsburg (Zion)
allenthalb nider
allenthalben nieder, überall niedriger gelegen
Syloam
Siloam, biblischer Teich und Quelle in Jerusalem
vleis
Fleiß, Mühe
salomonis
Salomons, biblischer König Israels
saselbst kreftiglich geziret
selbst kräftiglich geziert, d.h. prächtig ausgestattet
Agrippa
Herodes Agrippa I. oder II., jüdische Könige unter römischer Herrschaft, bekannt für Bauprojekte in Jerusalem
tayl der stat zugegeben vnd eingefangen
Teil der Stadt hinzugefügt und eingefasst
zunemung der menigslich
Zunahme der Menschenmenge
von weil zu weil fuer die mawer herauß
von Zeit zu Zeit über die Mauer hinaus (sich ausdehnend)
zugab
Zugabe, Erweiterung
irm vmbkreis
ihrem Umkreis
.xxxiij. achteyl einer meyl
römisch für 33 Achtel einer Meile (Maßeinheit, 1 Meile = ca. 7,5 km)
wunderperlich
wunderbarlich, wunderbar
uebertreffenlichkait halb des thurns
wegen der Übertrefflichkeit des Turms
gein mitternacht vnd nidergang in einem winckel steende
gegen Mitternacht (Norden) und Niedergang (Westen) in einem Winkel stehend
ab dem arabia vnd das meer bis an die art oder gegent der hebreyschen gesehen mocht werden
von dem aus Arabien und das Meer bis an die Art oder Gegend der Hebräer gesehen werden konnte
koestlichkait von gleissenden marmor steinen
Köstlichkeit von gleißenden Marmorsteinen, d.h. prächtige Marmorsteine
an gepewen des koeniglichen sals
an Gebäuden des königlichen Saals
gehayliget
geheiligt
lere
Lehre
leidens vnserer erloesung
Leidens unserer Erlösung
allerheiligsten leibs
allerheiligsten Leibes
auffart zu himel
Auffahrt zu Himmel (Himmelfahrt)
von dannen er widerkuenfftig ist zu gericht
von dannen er wiederkommen wird zum Gericht
Item
Desgleichen, Ferner
alda
dort
kayser vnd konig zefahen außerkoren
Kaiser und Könige zu fangen auserkoren (im Sinne von 'zu Jüngern machen')
blinde erlewcht
Blinde erleuchtet
aussetzige geraynigt
Aussätzige gereinigt
gichtbruechig auffgericht
Gichtbrüchige aufgerichtet (Gelähmte geheilt)
wunderzayehen geuebt
Wunderzeichen geübt
angewisen
angewiesen, belehrt