Viertes Alter · Nürnberg 1493, Hartmann Schedel, Übersetzung Georg Alt, Druck Anton Koberger
Das vierd alter 100px Pitacus Asianus Mitilenus der vierd weyse vnder den siben was nit allein erleuechtet in der lere. sunder auch gestreng in ritterlicher tat. dieweil ein krieg zwischen den Atheniern vnd Mitileniernn vor awgen was. dann er was ein fuerer des mitilenischen heers. vnd vnderstund sich eins sundern kampfs mit Firmone dem hertzog der Athenier. dann er het verstolens ein netz vnder seim schilt damit vmbwickelt er firmonem. ertoedtet ine vnd erlediget das land. vnd wiewol die Mitilenier ime das fuerstenthumb uebergaben. yedoch als er zehen iar geherrschet vnnd die stat zu fast guter ordnung gebracht het do stund er vomm fuerstenthumb ab. vnd lebet dannoch zehen iar vnnd er het wol muegen vast reich sein. aber er verschmehet die reichtuemer. Do diser Pitacus vil weins in der innseln der Mitilenier wachsen sahe do machet er zu verhueten die trunckenheit ein gemeins gesetz. Welcher trunckner suendet der solt zwifeltiglich gestraft werden. dann er spach der wein wer boes vnd guet. boes auß ueberfuelle. guot auß natur. Er sprach das allerbest wer gegenwuertiglich rechtthuen. die erd wer ein trewes ding vnd das meer ein vntrewes. Er lebet. lxx. iar vnd reichßnet zu den zeiten Joachim des koenigs iude. 100px Bias was vnder den syben weysen der fuenft zwischen den Primensischen vnnd Messanensischen volck erhuob sich ein krieg darinn die Primensischen ritter vil Messanensischer iunckfrawen gefangen brachten mit den het Bias ein mitleyden. wolt sie erledigen. vnd hueetet ir als seiner aignen toechter: beklaidet sie mit newen klaidernn. vnd raichet iglicher gabe. vnd sendet sie vnder getrewer bewarung iren elternn wider anhaims. den veinden also guetigkeit erzeigende. Item als zu einer andern zeit Aliatus der fuerst die statt der Primensischen belegert in hoffnung sie außzehuengernn. do bedeket diser Bias den innwendigen mangel vnd gepruch der speysung mit solcher behendigkeit. dann er ließ zwey spat gemeste mewler von der stat auß das sie als von vngeschichten von den feynden gefangen werden solten. do nw Aliatus dise mewler also gefutert sahe do maynet er die in der statt an nottueftigen narung vnd speyß noch ueberfluessig sein. demnach schiket er zu dem Bias zu ime zekomen vnd von eim vertrag zehandeln. aber Bias wolt nit zu ime. sunder empote ime er solt sein botschaft in die stat schicken. Als nw die botschaft Aliati in die stat komen solt do ließ Bias einen hawffen sands strewen vnd waytz darueber schuetten. das zaiget er der botschaft. do Aliatus solchs von seiner botschaft berichtet wardt das nochmals solch hauffen getraids in der statt vorhanden weren do machet er frid vnd zohe von der statt. also wardt die statt durch diss Bias klugheit erledigt. Zu einer andern zeit als nach verwandeltem glueck die feind das lannd verfolgeten vnd nw die. die fliehen mochten mit iren koestlichen kleinaten daruon flohen do trug diser Bias nichtz solchs mit ime. do er aber gefragt wardt waruemb er doch seiner gueter nichtz mit ime floehnet. sprach er. Alle meine guetter trag ich mit mir. dann er trug die in seinem hertzen. nit den awgen sihlich. sunder imm gemuet achtlich in der behawsung des gemuets versloßen. Item er sprach das best in disem leben wer ein gemueet das imselbs der aufrichtigkeit wol mitwißende wer. So wer ein aigen ding dem menschen sueße. Er reichßnet zu den zeiten Sedechie des konigs. vnd hat vil nuetzer ding beschriben. nach seim tod machten ime die Primensischen einen tempel. 100px Cleobolus von den syben weysen der sechst hat zu den zeitten Sedechie des konigs iude gereichßnet. Cleobola sein tochter was ein tichterin verborgner frag. die man ratersche nennt. vnd vnder andern was das ein ratersche. Es ist ein vater der hat. xij. suen. vnd derselben yeden sind. xxx. vngleich gestalt suen geporn. dann ettlich derselben sind weiß imm gesiht vnd ettlich swartz. vnd wiewol sie vntodlich sind so werden sie doch zerstoert vnnd nemen ab. Diss ist das iar. ein vater der. xij. monat etc. Diss sind sein lere. Du solt wolthuon dem freuend das er freuentlicher werdt. vnd dich vleißen den feind zu freuend zemachen. dann wir wollen der freuend neyd mer dann der feind hinderlag verhueeten. wann diss ist ein offens. so ist ihens ein verdeckts uebel. vnnd stercker ist die betriegligkeit der man nit hoft. ye mer dir gezimmet ye minder sol dich gelusten. ein haßfraw auß deins gleichen zenemen. dann nimbst du eine auß oebern denn du bist so wirdst du ir freuend zu herren haben. Du solt die verschmachten nit belachen oder du wirdst ine heßlich. Du solt in glueckseligkeit nit uebermuetig sein noch in armuot dich gar verwerffen. sunder die wandelperkeit des gluecks manlich wißen zetragen. vnd starb. lxx. iar alt 100px Periander der Corintisch philosophus vnder den obgeschriben weißen der sybend hat zu diser zeit Sedechie des konigs iude gereichßnet. vnnd vil nuetzlicher lere in zweytausent versen geschriben. vnd sein fuernembste lere sind die. die. die tyrannen werden woellen muessen sich mit gutwilligkeit vnnd nit mit waffen behelffen. Gluecksaligen vnnd vngluecksaligen freuenden soltu gleich sein. Was du verhaißest dz halt. Diser Periander ist schier. lxxx. iar alt gestorben. Blat LX der werlt 100px Anatharsis der philosophus von gepurt ein schitier was in kriegs vbungen vnd sachen ein großgeachter. kuener vnd gestrenger man. yedoch dz er in lernung vnd sytten der kriechen zunemen moecht so wandert er gein Athenas fuer das haws Solonis des weysen. dem ließ er verkuenden das er komen wer ine zesehen. vnd ob es gesein moecht sein freuendt zewerden. do gab im Solon die antwurt. das in aignen vaterland dahaymend freuend zemachen weren. dem entbote Anatharsis hinwider sprechende. Nw bin ich im vaterland darumb gezymmet mir freuend zemachen. do verwundert sich Solon der paldfahigkeit anatharsis. fueret ine in sein haws vnd machet ime aynen großen freuend vnd liebhaber der weißheit auß ime. Item do er gefragt wardt wie einer ein nit liebhaber des weins werden moecht. antwurtet er. der wirdt nymmer eimliebhaber des weins der die schnoedgeperdigkeit der truncknen vor awgen hebt. Item er saget das die schiffenden nit weytter denn vier finger dick vomm tod weren dann er weßt das. das schiff nuor also dick was. Er wardt gefragt welche schiff sichrer weren. do saget er die. die gerueiglich auff der erden ligen. Item gefraget was an dem menschen guot vnd boeß wer. antwurtet er die zung. Item er sprach ein hoff wer ein außgesuenderte stat aneinander zebetriegen vnd zuueberwinden. Item es wer beßer einen vil freuend wirdigen. dann vil keins freuends wirdige freuendt zehaben. Darnach zohe er wider anhayms in Scithiam vnd vnderstunde sich sein landtslewt der ordnung vnd sytten der Athenier zeunderrichten. vnd damit sein vaterland zu auffung vnd zunemung zebringen. von der sachen wegen verletzet ine sein bruder auß neyd auff dem geiade mit einer toedlichen wunden vnnd sterbende sprach er. durch weißheit bin ich in kriechyschen land behalten aber von neyds wegen vergee ich imm vaterland 100px Epimenides was ein Cretensischer philosophuz. dieweil er noch iung was do wardt er vomm vater zu huet der schaff gesendet vnd styge in ein hoele darinn verschlieff er. lxxv. iar. darnach erwachet er suchet seine schaff vnd maynet er het ein wenig verschlaffen. do er aber die nit fande vnd auff den agker gienge. vnnd alle ding verwandelt sahe. vnd einen andernn besitzer darauff sein. do keret er mit forchten wider zu den lewten vnd gieng in sein aigens haws zaigende wer er wer so lang bis er sein iuengern bruder der yetzo alt worden was ersahe vnd die warheit aller vergangner ding von ime erlernet. als er aber von den kriechyschen fuer einen gottgeliebten menschen erkennten wardt er gar erlich auffgenomen. Item er hat die Athenier die mit der pestilentz begriffen waren mit offerung erledigt. Er sprach auch dz gelt wer dem geitzigen ein pein. dem milten ein zier. dem verreter ein todslag. Er hat. c. lxxvij. iar gelebt vnd vomm geschoepff vnd goetlichen aufgang buecher in. vm. versen vnd auch newn buecher in tausent. vc. versen von mancherlay natur der ding geschriben vnnd einen tempel der goetter zu Athenis gestift vnd zu zeiten des weysen Solonis gereichßnet. 100px Symonides der poet schiffet eins mals vber meer. do er an dz gestadt kome fande er daselbst einen vnuerwesen todten menschen leichnam. vnd als er denselben begruobe do wardt er von ime vermanet das er des nehsten tags nynderhinn schiffen solt. derselbe vermanung folget er vnd blibe vngefarnn. aber die andern die do schiffeten ertruncken alle von den wellen vnd vngestuemigkeit des meers. Diss sind (als man sagt) sein lere gewesen. Sichrer ist sweigen denn reden. wann wir haben nymant mit sweigen aber vil mit reden hinderkomen gesehen. Kuenftige hoffnung ist ein artzney boeßer ding das gewissen bekrenckt nit den vnschuldigen in widerwertigen dingen dann dem menschen ist ein ergetzlichkeit nit verdiend zehaben das er leydet. Der vnschuldig wirdt offt verlaßen vomm glueck aber nymmermer von der hoffnung. Diser Symonides ist verruembt gewest zu den zeiten Manasses des konigs iude. 100px Thobias der iud vnd heiligst prophet was auß dem geslecht vnd statt Neptalim puertig an guettigem gemuet vnd aller geistlicher gnad fuerteffende. der ward vom Salmanasar der Assirier konig zu diser zeit in fancknus gefuert vnd in guettigkeit vnd pflegnus goetlichs diensts scheinperlich gehalten. Als diser Thobias zu Niniue wesendt ingedennck der gepote seiner veter die krancken heymsuchet. den duerftigen das almuosen raichet. die verzweifelten troestet wardt er mit der plag der plintheit beruert vnd darzu auch aller seiner habe vnd guetter entsetzt vnd also der allerermst mensch Aber do der herr sein geduldt erkennt het do sendet er den engl Raphaelem pald zu ime der ime sein gesiht widergabe vnd alle seine guetter zehenfeltiget. vnd do er hundert vnd zway iar gelebt het fueruerkuendet er den fal Niniue. vnd die wideraufrichtung Iherusalem vnd des tempels des herren. vnd vbergabe seinen gaist dem herren vnd wardt durch Thobiam seinen sun vnd die enicklein zu Niniue begraben.
Das vierte Zeitalter. Pittakos von Mytilene, der vierte Weise unter den sieben, war nicht nur erleuchtet in der Lehre, sondern auch streng in ritterlicher Tat. Als ein Krieg zwischen den Athenern und Mytilenern bevorstand, war er ein Führer des mytilischen Heeres und unternahm einen Einzelkampf mit Phrynon, dem Herzog der Athener. Er hatte heimlich ein Netz unter seinem Schild, womit er Phrynon umwickelte, ihn tötete und das Land befreite. Und obwohl die Mytilener ihm das Fürstentum übergaben, trat er, nachdem er zehn Jahre geherrscht und die Stadt in sehr gute Ordnung gebracht hatte, vom Fürstentum zurück. Er lebte danach noch zehn Jahre und hätte sehr reich sein können, aber er verschmähte die Reichtümer. Als dieser Pittakos viel Wein auf der Insel der Mytilener wachsen sah, erließ er, um die Trunkenheit zu verhüten, ein allgemeines Gesetz: Wer betrunken sündigt, sollte doppelt bestraft werden. Denn er sprach, der Wein sei böse und gut: böse aus Überfülle, gut aus Natur. Er sprach, das Allerbeste sei, gegenwärtig Recht zu tun; die Erde sei ein treues Ding und das Meer ein untreues. Er lebte 70 Jahre und regierte zu den Zeiten Joachims, des Königs von Juda. Bias war unter den sieben Weisen der fünfte. Zwischen dem Volk von Priene und Messene erhob sich ein Krieg, in dem die Ritter von Priene viele messanische Jungfrauen gefangen brachten. Mit diesen hatte Bias Mitleid, wollte sie befreien und hütete sie wie seine eigenen Töchter: Er kleidete sie mit neuen Kleidern und reichte jeder Gaben. Und er sandte sie unter getreuer Bewahrung ihren Eltern wieder heim, den Feinden also Güte erweisend. Als zu einer anderen Zeit Alyattes, der Fürst, die Stadt Priene belagerte in der Hoffnung, sie auszuhungern, da verdeckte dieser Bias den inneren Mangel und Gebrauch der Speisung mit solcher Geschicklichkeit: Er ließ zwei fett gemästete Mäuler aus der Stadt, damit sie wie zufällig von den Feinden gefangen würden. Als nun Alyattes diese so gefütterten Mäuler sah, meinte er, die in der Stadt seien an notwendiger Nahrung und Speise noch überflüssig. Demnach schickte er zu Bias, er solle zu ihm kommen und über einen Vertrag verhandeln. Aber Bias wollte nicht zu ihm, sondern entbot ihm, er solle seine Botschaft in die Stadt schicken. Als nun die Botschaft des Alyattes in die Stadt kommen sollte, da ließ Bias einen Haufen Sand streuen und Weizen darüber schütten. Das zeigte er der Botschaft. Als Alyattes solches von seiner Botschaft berichtet wurde, dass nochmals solche Haufen Getreide in der Stadt vorhanden wären, da machte er Frieden und zog von der Stadt ab. So wurde die Stadt durch dieses Bias' Klugheit befreit. Zu einer anderen Zeit, als nach verwandeltem Glück die Feinde das Land verfolgten und nun diejenigen, die fliehen konnten, mit ihren kostbaren Kleinodien davonflohen, da trug dieser Bias nichts dergleichen mit sich. Als er aber gefragt wurde, warum er doch nichts von seinen Gütern mit sich floh, sprach er: „Alle meine Güter trage ich mit mir.“ Denn er trug sie in seinem Herzen, nicht den Augen sichtbar, sondern im Gemüt achtbar, in der Behausung des Gemüts verschlossen. Er sprach auch, das Beste in diesem Leben sei ein Gemüt, das sich selbst der Aufrichtigkeit wohl bewusst sei. So sei ein eigenes Ding dem Menschen süß. Er regierte zu den Zeiten Sedechias, des Königs, und hat viele nützliche Dinge beschrieben. Nach seinem Tod machten ihm die Prierenser einen Tempel. Kleobulos, der sechste der sieben Weisen, regierte zu den Zeiten Sedechias, des Königs von Juda. Kleobulina, seine Tochter, war eine Dichterin verborgener Fragen, die man Rätsel nennt. Und unter anderem war das ein Rätsel: „Es ist ein Vater, der hat zwölf Söhne, und von denselben jedem sind dreißig ungleich gestaltete Söhne geboren. Denn etliche derselben sind weiß im Gesicht und etliche schwarz. Und wiewohl sie unsterblich sind, so werden sie doch zerstört und nehmen ab.“ Dies ist das Jahr, ein Vater der zwölf Monate etc. Dies sind seine Lehren: Du sollst dem Freund Gutes tun, damit er freundlicher werde, und dich befleißigen, den Feind zum Freund zu machen. Denn wir wollen den Neid des Freundes mehr als den Hinterhalt des Feindes verhüten. Denn dies ist ein offenes, jenes aber ein verdecktes Übel. Und stärker ist die Betrüglichkeit, die man nicht hofft. Je mehr dir zukommt, desto weniger soll dich gelüsten, eine Frau, die Unfrieden stiftet, aus deinesgleichen zu nehmen. Denn nimmst du eine aus Höheren, als du bist, so wirst du ihre Freunde zu Herren haben. Du sollst die Verschmachteten nicht belachen, oder du wirst ihnen hässlich. Du sollst in Glückseligkeit nicht übermütig sein, noch dich in Armut ganz verwerfen, sondern die Wandelbarkeit des Glücks männlich zu tragen wissen. Und er starb 70 Jahre alt. Periander, der korinthische Philosoph, der siebte unter den oben beschriebenen Weisen, regierte zu dieser Zeit Sedechias, des Königs von Juda. Und er hat viele nützliche Lehren in zweitausend Versen geschrieben. Und seine vornehmsten Lehren sind diese: Diejenigen, die Tyrannen werden wollen, müssen sich mit Gutwilligkeit und nicht mit Waffen behelfen. Glückseligen und unglückseligen Freunden sollst du gleich sein. Was du verheißt, das halte. Dieser Periander ist fast 80 Jahre alt gestorben. Blatt 60 der Welt. Anacharsis, der Philosoph, von Geburt ein Skythe, war in Kriegsübungen und -sachen ein hochgeachteter, kühner und strenger Mann. Jedoch, damit er in Lehre und Sitten der Griechen zunehmen möchte, wanderte er nach Athen zum Haus Solons des Weisen. Ihm ließ er verkünden, dass er gekommen sei, ihn zu sehen und ob es möglich sei, sein Freund zu werden. Da gab ihm Solon die Antwort, dass man im eigenen Vaterland daheim Freunde machen solle. Dem entbot Anacharsis wiederum sprechend: „Nun bin ich im Vaterland, darum geziemt es mir, Freunde zu machen.“ Da verwunderte sich Solon über die Schlagfertigkeit des Anacharsis, führte ihn in sein Haus und machte aus ihm einen großen Freund und Liebhaber der Weisheit. Auch als er gefragt wurde, wie jemand kein Liebhaber des Weins werden möge, antwortete er: „Der wird nimmer ein Liebhaber des Weins, der die schnöde Gebärdigkeit der Betrunkenen vor Augen hält.“ Auch sagte er, dass die Schiffenden nicht weiter als vier Finger dick vom Tod entfernt seien, denn er wusste, dass das Schiff nur so dick war. Er wurde gefragt, welche Schiffe sicherer wären. Da sagte er: „Die, die geruhiglich auf der Erde liegen.“ Auch gefragt, was am Menschen gut und böse sei, antwortete er: „Die Zunge.“ Auch sprach er, ein Hof sei eine abgesonderte Stätte, einander zu betrügen und zu überwinden. Auch es wäre besser, einen vieler Freunde würdigen zu haben, als viele keines Freundes würdige Freunde zu haben. Danach zog er wieder heim nach Skythien und unternahm es, seine Landsleute in der Ordnung und den Sitten der Athener zu unterrichten und damit sein Vaterland zu Aufschwung und Zunahme zu bringen. Aus diesem Grund verletzte ihn sein Bruder aus Neid auf der Jagd mit einer tödlichen Wunde, und sterbend sprach er: „Durch Weisheit bin ich im griechischen Land bewahrt geblieben, aber aus Neid vergehe ich im Vaterland.“