Fünftes Alter · Nürnberg 1493, Hartmann Schedel, Übersetzung Georg Alt, Druck Anton Koberger
Das funft alter 100px Hermes egyptius der philosophus von den vnsernn genant Mercurius ettwen ein iunger Patonis was zu diser zeit beruembt. vnd wiewol er ein alt mensch was. so was er doch in allem geslecht der lere hoh vnderwysen. also das ime von seins vil wossens vnd kunst wegen der namen Trimegisto. das ist dreymal groeßer zugelegt wardt Er hat auch vil buecher zu erkantnus goetlicher ding dienende geschriben. vnnd vnder andern ein buch von dem volkomen wort gemacht. vnd sprach (als Augustinus setzt) das die goetter der hayden todte menschen gewesen weren. Apuleius apher madeurensis auch ein iunger Platonis hat zu disen zeiten geleuechtet vnd daselbst zu Madaura vil buecher geschriben. dann in ime was sunderliche vberfluessigkeit vnd gnad des wissens der schrifft vnd auch des außsprechens beyeinander versamelt. vnder anderer seiner lere was dz eine. Nichts ist got gleicher dann ein man in gemueet volkomenlich guot. Plotinus der philozophus auch ein iunger Platonis vnnd ein mayster Porphirij ist auch zu diser zeit in ruom gestanden vnnd zu allen zierlichkeitten der tugent geschickt. auch mit fleiß vnd lere aller goetlichen ordnung besterckt. gerecht. starck. massig vnd kluog gewesen. der do glawbet das er die gewaltsamkeit des gluecks mit kluogheit der vernunft vberwinden moecht. darumb erwelet er ime ein stat eins geruosamen stuols auff das er von der vnruoe alles menschlichen wandels abgesündert sich von dem neid des gluocks moecht erledigen. diser man ließ sich kein begirde fahen. vnd daruemb hat er gar ein schoens buch von den tugenten gemacht. vnd er sprach das die vernueftig sele (die in den himlischen stuelen (als er nit zweifelt) wonung het) nicht het vber die natur dann allein gott. wann als die sunn den monde beleuechtet also erleuechtet got die sele. Diogenes ist (als Diocles schreibt) ein großer philozophus gewesen. der verließe sein vaterland zohe gein Athenas daselbst fande er Antistenen. Er empfrembdet sich von allen wolluestperkeiten Er was der erste der von kelte wegen einen zwifachen mantelhet vnd ein taschen darinn er speiß truge. Er schrib vnd befalhe einem das er ime ein zell machen solt. die weil aber ihener langksam da mit vmb gieng do het er ein kuoffen fuer ein haws. Zur zeit der kelte keret er den mund der kuoffen gein mittemtag. vnd imm sumer gein mitternacht. imm sumer weltzet er sich in dem hai´ßen sannd. vnd imm winter vmbfienge er seueln mit schne bedeckt. Diser Diogenes sahe einßmals ein kind auß holer haund trincken do warffe er sein schnoeds gefaß hin vnd sprach. Ein kind hat mich in schnoedigkeit vberwunden. Er sprach alle ding wernn der goetter. vnd die weisen wernn der goetter freuedt. Er saße eins mals an der sunnen do sprach Alexander zu ime. begere wz du woellest. antwurtet er. mache nur keinen schatten. vnd man sagt das Alexander gesprochen hab. Er woelt das er Diogenes wer wo er Alexander nit wer. Diss was vnder anderm sein lere. Wenn dir ymant mit lieb einen rat gibt so bis ime mit lieb gehorsam. darnach starb er zu den zeitten Ptolomei philadelphi. Philippus perdice des koenigs sun vnd der. xxiij. koenig der Macedonier regiret. xxvij. iar. vnd was ein kriegs man. der mit seiner kraft die reich Armenie Bithimie Tracie vnd Thessalie miteinander eroberet. Er was ein man freuentlichs zusprechens. begerende mer geliebt denn geforcht zewerden. aber auch tapfferer sitten des weins zeuil begirig vnd doch nach verdewung der trunckenheit in seinen hendeln massig. Auff ein zeit wz er zubeschuetzung seins reichs verr außgezogen do flohe Nectanabo ettwen ein koenig Egypti auß forcht des koenigs Persarum zu ime. vnd als aber derselb Nectanabo Olimpiadem das fast schoen weib Philippi ersehen het do verweltigt er sie durch betrigerey der schwartzen kunst (darinn er dann hoh erfarnn was) dann an der nacht darinn Olimpias empfienge trawmet ir wie sie sich mit einer großen schlangen vmbweltzet. nw empfienge Olimpias auß ime vnd gepare nach widerkunft Philippi den sun Alexandrum. vnd wiewol Olimpias irem man Philippo bekeunet das sie denselben Alexandrum nit auß ime sunder auß einer großen slangen empfangen het. yedoch zohe der koenig Philippus denselben Alexandrum als einen liebsten sun auff. Als nw Alexander geporn wardt so schrieb Philippus dem Arestotili also. du solt wissen das mir ein sum geporn ist darumb ich den goettern dancksag nit allein deßhalb dz er geporn ist sunder auch darumb das er zu den zeitten deins lebens ist gepornn worden. ich hoff das er auß deiner anlere wirdig werd. den name darnach Arestotiles in sein zucht vnd er hat funff iar vnder demselben philosopho gewachßen vnd darnach ein wilds pferd gezame gemacht vnd vnerschroeckenlich geritten. vnd do ine Philippus sahe sprach er dz er auß antwurt der goetter erkennet das Alexander nach ime regirnn wuerdt. darumb gab er ime einen koniglichen wagen. auch pferde vnd ein summa golds. vnd Alexander beweget einen krieg wider den konig der Pelopeneser. von dem bracht er dem vater die kron des sygs mit freueden widerheym. als er darach die herrschung empfieng do hieß er sich einen konig aller erden vnd der werlt nennen. Blat LXXV der werlt | Alexander der groß der. xxiiij. konig der Macedonier hat imm letsten iar Arsani des konigs der Persier zeregirn angefangen. vnd. xij. iar vnd. vi. monat geregirt. vnd was. xx. iar alt do er anfieng zeregirn: Als nw Philippus der konig gestorben was so vndertrucket Alexander Illiriacam. oder Sclauoniam windische land gar pald mit inpruenstigem gemuet vnd erobert die innseln der Roemer vnd schiffet vber in Aphricam vnd vberwande die gantz. darnach zohe er in die widerstrebenden Siriam verwuestet die. vnd bestritte Damascum. vnd erobert Sidonem. darnach eylet er gein Iherusalem. daselbst eret er den bischoff der iuden. zohe in die statt vnd verlihe den iuden freyung. vnd geschwayget zwischen den anfenngen vil widerspennigs volcks vnnd leget vil zwitracht des auffgangs hin. Mit disen ding wardt er erhebt das er mit stillem fuoß in Greciam das kriechysch lannd kom. darnach name er den Persischen vomm vater angefangen krieg fuer. vnd dieweil er sich also zum krieg schicket wardt ime verkuendt wie sich die athenier Thebanier vnd Lacesomonier von ime an die Persier geslagen hetten. aber alexander ruestet sich mit seinen heer vnd bedruecket kriechen land in großer schnelligkeit. vnd gleicherweiß als die athenier zum ersten abgetretten warn. also fiengen sie auch zum ersten an zebuessen vnd rew zeempfahen. doch warden sie durch Anaximenem den weyßen gein alexandrum also wider versoenet das er ine freyung vnd auch frid gabe. Er zuendet die widerspennigen thebayschen statt an. vnnd bracht die Lacedomonier zu gehorsam. Er zohe auch in Egypten vnd pawet alda ein wunderperliche statt. die er nach ime alexandriam nennet. darnach als er wider die Persier zohe. vnd Darius sein kintheit verachtet. vnd ime sein muter Olimpias botschaft tet. zu ir (dann sie wz schwerlich kranck) zekomen. do keret er wider anhaynis. vnd erobert vnderwegen Phrigiam. als er auß großen Asia in das klein asia durch Hellespontum zohe. do er nw wider anhayms komende sein muter wider zunemend fande. do versamelt er sein heer widerumb. vnd als er alle gegent bey dem fluss Euphratem in seinen gewalt gebracht het do machet er ein prugk vber den Euphratem. darueber zohe er vnd nehnet sich gein Persipolim der statt. darinn Darius der konig der persier wonet. Alexander het in seinem heer zwenunddreyssigtausent zu fuoß. vnd fuenfthalb tausend zu roß. vnnd hundert lxxij. schiff. also das ein yweifel ist ob sich Alexanders bestreytung des gantzen erdpodens mit so kleinem gewalt. oder seins kuenmueetigen außzugs wider der gantzen werlt mit so wenig volcks mer zeuerwundern sey. Aber alexander erwelet ime in solchen geferlichen krieg ein heer nicht von iungen starken. sunder von alten betagten. auch ettlichen außgedienten vnd der ritterschaft gefreyten mannen. die mit seinem vater vnd vettern ritterschaft gepflegen hetten. also auch das nit allain die ritter. sunder die rittermaister außerleßen warden. So was nymant rotmaister außerleßen warden. So was nymant rotmaister er wer dann. lx. iar alt. so gedacht nimant im streyt auff die flucht. sunder auff vberwindung. Dargegen schicket sich Darius der Persier | | konig mit sechßmal hundertausent mannen. die warden nit min der mit kluogheit des Alexanders dann mit kreften der Macedonier vberwunden vnd in flucht gekert. nach diser obsygung schluog sich der merer teil asie an ine. darnach wardt ime verkuendet wie Darius mit einen großen mechtigen heer gegen ime koeme do besorget sich alexander der enge vnd zohe mit großer eyl vber den berg Thaurum vnd kom in die statt Tharsum. do ruoet er mit krankheit begriffen: dazwischen richtet sich Darius mit drey malhunderttausent zu fuoß. vnd hunderttausent zu roß zur spitzen. dieweil was alexander genesen vnd keret sich mit seinen heer wider die feind. do erhub sich ein streit mit großer kuenmuetigkeit. darinn warden bede konig wund. vnnd weret der streyt also lang zweifellich bis Darius sich in die flucht wendet. darauß folget die niderlag der Persier. dann ir warden erslagen einunsetzigtausent zu fuoß. zehentausent zu ross. vnd viertzigtausent gefangen. auß den Macedoniern fieln hundert vnd dreyssig fuoßknecht vnd anderhalhundert geraysig. In den heergelegern der Persier wardt vil golds vnd anderer koestlichkeit gefunden. vnder den gefangen waren die muter. fraw. schwester vnd zwu toechter Darij. do Alexander die scheinperlichkeit der rechthuemer Darij beschawet wardt er in verwunderumg derselben gefangen vnd fienge an Bersanem von irer schoene wegen liebzehaben. auß der wardt im geporn ein kind das hieß er Herculem. Darius flohe gein Babiloniam: von dannen entbote er alexandro ime fuer entledigung der gefangen groß gelt zegeben. aber Alexander begeret keins gelts. sunder des reichs. also nach verlorner hoffnung des frids ruestet sich Darius wideruemb gegen Alexandro mit viermalhunderttausent zu fuoß vnd hunderttausent zu ross. do komen sie abermals zu streitt. die Macedonier fachten mit grosser ernstmuetigkeit. so wolten die persier lieber sterben denn erniderligen. in eynichem streitt ist selten souil pluots vergossen. do darius sahe dz die seinen erniderlagen do wolt auch er sterben. aber er wardt von den nehsten gedrungen zeflihen. Mit disem streit erobert Alexander das keyserthumb Azie. dess gluecksaligkeit was also groß das ime darnach nymannt widerstreben getorft. Darius ward von den seinen getoedt vnnd also das reich der persier geendet. das vnder. xiiij. konigen.ijc. liiij. iar geweret het. vnd als aber alexander fueran vil land vnd lewt. vnd auch Indier land zu gehorsam gebracht vnd sich zu letst in babilonia zu ruoe nidergelassen het do starb er von vergiftem getranck durch Cassandrum den sum Antipatris zuberaytet. das dann also kreftig was das er weder ertze noch eysen. sunder allain in einer roßheffe behalten werden mocht. also vergieng alexander. xxxiij. iar vnd eins monats alt. ein man vber menschliche macht mit großmuetigkeit begabet.
Das fünfte Zeitalter. Hermes der Ägypter, der Philosoph, von den Unseren Merkur genannt, einst ein Schüler Platons, war zu dieser Zeit berühmt. Und obwohl er ein alter Mann war, so war er doch in jeder Art der Lehre hoch unterwiesen, sodass ihm wegen seines großen Wissens und seiner Kunst der Name Trismegistus, das ist „dreimal größer“, zugelegt wurde. Er hat auch viele Bücher geschrieben, die der Erkenntnis göttlicher Dinge dienten, und unter anderem ein Buch über das vollkommene Wort verfasst. Und er sprach (wie Augustinus darlegt), dass die Götter der Heiden tote Menschen gewesen wären. Apuleius von Madaura, auch ein Schüler Platons, hat zu diesen Zeiten geleuchtet und daselbst in Madaura viele Bücher geschrieben; denn in ihm war eine besondere Überfülle und Gnade des Wissens der Schrift und auch der Beredsamkeit beieinander versammelt. Unter seinen anderen Lehren war diese eine: Nichts ist Gott ähnlicher als ein Mann, der im Gemüt vollkommen gut ist. Plotin, der Philosoph, auch ein Schüler Platons und ein Meister des Porphyrius, stand auch zu dieser Zeit in Ruhm und war zu allen Zierden der Tugend geschickt, auch mit Fleiß und Lehre aller göttlichen Ordnung gestärkt, gerecht, stark, mäßig und klug gewesen. Er glaubte, dass er die Gewalt des Glücks mit Klugheit der Vernunft überwinden könnte. Darum erwählte er sich einen Ort eines geruhsamen Sitzes, auf dass er, abgesondert von der Unruhe allen menschlichen Wandels, sich vom Neid des Glücks befreien möge. Dieser Mann ließ sich von keiner Begierde fangen, und darum hat er ein sehr schönes Buch über die Tugenden gemacht. Und er sprach, dass die vernünftige Seele (die in den himmlischen Sitzen, wie er nicht zweifelt, Wohnung hatte) nichts über die Natur hätte als allein Gott. Denn wie die Sonne den Mond beleuchtet, so erleuchtet Gott die Seele. Diogenes ist (wie Diokles schreibt) ein großer Philosoph gewesen, der sein Vaterland verließ und nach Athen zog; daselbst fand er Antisthenes. Er entfremdete sich von allen Vergnügungen. Er war der Erste, der wegen der Kälte einen doppelten Mantel hatte und eine Tasche, darin er Speise trug. Er schrieb und befahl jemandem, dass er ihm eine Zelle machen sollte. Weil jener aber langsam damit umging, da hatte er eine Kufe für ein Haus. Zur Zeit der Kälte kehrte er die Öffnung der Kufe gegen Mittag und im Sommer gegen Mitternacht. Im Sommer wälzte er sich im heißen Sand und im Winter umfing er mit Schnee bedeckte Statuen. Dieser Diogenes sah einmal ein Kind aus hohler Hand trinken, da warf er sein schnödes Gefäß hin und sprach: „Ein Kind hat mich in Einfachheit übertroffen.“ Er sprach, alle Dinge wären der Götter, und die Weisen wären der Götter Freunde. Er saß einmal in der Sonne, da sprach Alexander zu ihm: „Begehre, was du wolltest.“ Er antwortete: „Mache nur keinen Schatten.“ Und man sagt, dass Alexander gesprochen habe, er wollte, dass er Diogenes wäre, wenn er nicht Alexander wäre. Dies war unter anderem seine Lehre: Wenn dir jemand mit Liebe einen Rat gibt, so sei ihm mit Liebe gehorsam. Danach starb er zu den Zeiten des Ptolemäus Philadelphus. Philipp, der Sohn des Königs Perdikkas und der 23. König der Makedonier, regierte 27 Jahre und war ein Kriegsmann, der mit seiner Kraft die Reiche Armenien, Bithynien, Thrakien und Thessalien miteinander eroberte. Er war ein Mann freundlichen Zuspruchs, begehrend, mehr geliebt als gefürchtet zu werden, aber auch tapferer Sitten, des Weines zu viel begierig und doch nach Verdauung der Trunkenheit in seinen Handlungen mäßig. Einst, als er zum Schutz seines Reiches weit ausgezogen war, da floh Nektanebos, einst ein König Ägyptens, aus Furcht vor dem König der Perser zu ihm. Und als aber derselbe Nektanebos Olympias, die sehr schöne Frau Philipps, gesehen hatte, da verführte er sie durch Betrügerei der schwarzen Kunst (darin er dann hoch erfahren war); denn in der Nacht, in der Olympias empfing, träumte ihr, wie sie sich mit einer großen Schlange umschlang. Nun empfing Olympias von ihm und gebar nach der Wiederkunft Philipps den Sohn Alexander. Und obwohl Olympias ihrem Mann Philipp bekannte, dass sie denselben Alexander nicht von ihm, sondern von einer großen Schlange empfangen hatte, zog der König Philipp denselben Alexander doch als einen liebsten Sohn auf. Als nun Alexander geboren wurde, schrieb Philipp dem Aristoteles also: „Du sollst wissen, dass mir ein Sohn geboren ist, darum ich den Göttern danksage, nicht allein deshalb, dass er geboren ist, sondern auch darum, dass er zu den Zeiten deines Lebens geboren worden ist. Ich hoffe, dass er durch deine Unterweisung würdig werde.“ Den nahm danach Aristoteles in seine Zucht, und er ist fünf Jahre unter demselben Philosophen gewachsen und hat danach ein wildes Pferd zahm gemacht und unerschrocken geritten. Und als ihn Philipp sah, sprach er, dass er aus Antwort der Götter erkenne, dass Alexander nach ihm regieren würde. Darum gab er ihm einen königlichen Wagen, auch Pferde und eine Summe Goldes. Und Alexander bewegte einen Krieg wider den König der Peloponnesier, von dem brachte er dem Vater die Krone des Sieges mit Freuden wieder heim. Als er danach die Herrschaft empfing, da ließ er sich einen König aller Erde und der Welt nennen. Blatt 75 der Welt. Alexander der Große, der 24. König der Makedonier, hat im letzten Jahr des Arsames, des Königs der Perser, zu regieren angefangen und 12 Jahre und 6 Monate regiert und war 20 Jahre alt, als er anfing zu regieren. Als nun König Philipp gestorben war, so unterdrückte Alexander Illyrien oder Slawonien, die windischen Lande, sehr bald mit inbrünstigem Gemüt und eroberte die Inseln der Römer und schiffte über nach Afrika und überwand es ganz. Danach zog er in das widerstrebende Syrien, verwüstete es und bestritt Damaskus und eroberte Sidon. Danach eilte er nach Jerusalem; daselbst ehrte er den Bischof der Juden, zog in die Stadt und verlieh den Juden Freistellung. Und er beschwichtigte zwischen den Anfängen viel widerspenstiges Volk und legte viel Zwietracht des Ostens nieder. Mit diesen Dingen wurde er erhoben, dass er mit stillem Fuß nach Griechenland, das griechische Land, kam. Danach nahm er den persischen, vom Vater angefangenen Krieg auf. Und derweil er sich also zum Krieg schickte, wurde ihm verkündet, wie sich die Athener, Thebaner und Lakedaimonier von ihm an die Perser geschlagen hatten. Aber Alexander rüstete sich mit seinem Heer und unterdrückte Griechenland in großer Schnelligkeit. Und gleicherweise, als die Athener zum ersten abgetreten waren, so fingen sie auch zum ersten an zu büßen und Reue zu empfangen. Doch wurden sie durch Anaximenes den Weisen mit Alexander also wieder versöhnt, dass er ihnen Freistellung und auch Frieden gab. Er zündete die widerspenstige thebanische Stadt an und brachte die Lakedaimonier zu Gehorsam. Er zog auch nach Ägypten und baute allda eine wunderbare Stadt, die er nach ihm Alexandria nannte. Danach, als er wider die Perser zog und Darius seine Kindheit verachtete und ihm seine Mutter Olympias Botschaft sandte, zu ihr (denn sie war schwerlich krank) zu kommen, da kehrte er wieder heimwärts und eroberte unterwegs Phrygien, als er aus...