Schedelsche Weltchronik · Blatt 78

Fünftes Alter · Nürnberg 1493, Hartmann Schedel, Übersetzung Georg Alt, Druck Anton Koberger

Schedelsche Weltchronik Blatt 78, linke Seite Schedelsche Weltchronik Blatt 78, rechte Seite
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Transkription (Frühneuhochdeutsch, 1493)

Das funft alter Alexandria die groß statt in Egypten land gelegen ist vor der zukunft Cristi.iije.xx.iar von dem großen alexandro (als Justinus schreibt) gepawt worden. dann als Alexander zu Jouem ammonem wandert in willen ine von kuenftigen dingen vnd seinen vrsprung rates zefragen. do hat er amm widerweg Alexandriam gepawt vnd verschaffet. das sie ein wonung der macedonier vnd ein hawbt statt Egypti sein solt. Von Alexandro sind drey stett seins namens gepawt. nemlich eine in Egypten. die ettliche Canopicum nennen. die ander in Asia. die drit in Scithia an dem wasser Thanaim. darumb ist Alexandria also genant. dann sie ist des Alexanders paw. Nam vnd Grab des Juius vnd Augustus die roemischen keyser gar ereerbietlich beschaweten. vnd ir gelegenhait ist also gestalt das sich ire seytten in die weyt strecken schier. xxx. achtel einer meyl vmbgreiffende. Dise statt ist alle geteylt mit vil gaßlein dardurch man roß vnd wagen fueren mag. vnd sunderlich hat sie zwu prayt gaßen sich enmitten in gestrackt winckel schaidende. so ist sie (als Josephus setzt) allenthalben. entweders mit vnwegsamer wuestnus oder mit gestadtloßem meer. oder mit wasserflueßen. oder mit waldigen pfuetschen bewaret. Ettwen ist dise statt gar schoen gewest vnd yetzo auch mit zierlichen zinnen vnd starcken hohen mawrn vnd thuernen befestigt. Aber inwendig nit ein statt sunder ein staynhawff. vol veruallens vnd oedes gepews. Weylund hat sie abgoetter tempel gehabt. so sind auch kirchen der cristen noch vor awgen. so hat dise statt amm meisten teil vil herrlicher koniglicher gepew gehabt. dann ein yeder konig zieret sie nach seinem gefallen mit ettwas schoenem gepew. vnd da vor zeiten der sal Alexandri gestanden ist daselbst steet yetzo ein wunderhohe seueln auß einem einichen stein gehawen. oben einen scharpffen gipffel habende vnd als ein thurn scheinende. Daselbst ist ein kirch zu sant Marxen genant darinn die Jacobiten wonen. dann sant Marx der ewangelist hat erstlich den cristenlichen glawben diser statt gepredigt. vnd als er von den aposteln daselbst zu bischoff geordnet wardt vil kirchen auffgerichtet. vnd nach seinem tod Amanum zu eim nachkomen gehabt. dauon gar vil in goetlicher schrift. hoherfarnn mann entstanden sind. als Philo von gepurt ein iud. der vil nuetzlichs geschriben hat. Clemens der briester. der allerfuertreffenlichst briester Origines. Athanasius der bischoff alda. Didimus. Thophilus vnd vil andere. Außerhalb der statt sind zwu marmorstaynin seueln. die statt da sant Katherina die iunckfraw vnd martrerin enthawbt worden ist anzaigende. Die Venediger haben daselbst zwey gewerbhewser. vnd die Janueser eins darinn sich ire kauflewt vnd guettere enthaltten. Als die Cathelanier in des konigs Scilicie hoff. vnd dise haben auch schoene kirchlein. darinn goetliche ding volbracht werden. Die tuercken Tartari vnd andere hayden haben ire gezierte hewßer. die durch die Sarracen des nachts beschloßen werden. Dise stat ist an einem ort mit dem großen meer vmgeben. vnd amm andern ort mit fast wunsanen vnd fruchtpernn garten bezewnet. mit eim fruchtreichen erdbodem. den der Nilus begeueßet. die Sarraceni haben die huot des gestadts yetzo mit großem vleiß innen. zwen berg sind in der statt darzu gemacht darab man die zukomenden schiff sehen mag. Man sagt daselbst seyen tawben darauff gelernet das sie brieff hin vnd hinwider tragen. auff das die in der statt vor feindschaft dester sichrer seyen. als dann die tawben etwen (wie plinius sagt) in großen sachen vnderbotschafterin gewesen sind. vnd Brutus der roemer ettlich sandbrieff den tawben an ire fuoße gepunden in der Mutinensischen belegerung in das roemisch heer sol gesenndt haben. Alexandria 400px 100px Blat LXXVIII der werlt Demostenes was ein fuerst aller redner kriechyscher land. der sein redkunst von Platone empfieng. dess gesprechheit Eschines gelobt hat. so sagt Valerius von ime Als Philippus der Macedonier konig die statt Athenas belegert vnd von den atheniernn begeret het ime zehen redner zegeben. do het Demostenes im rat der athenier ein solche fabel gesagt. wie die wolff den hirten geraten hetten mit in einen freuentschaft ze machen. vnd als nw die hirten sich mit den wolffen vereinigten do begereten die wolf an die hirten ine die hund als vrsacher irer zwitracht zegeben. vnd nach dem die wolf von den hirten die hund als empfiengen do zerrissen sie auch den hirten ire herde. also wuerd auch Philippus den atheniernn thunn. do die athenier das hoereten folgten sie seinem rat vnnd wardt die statt von geferlichkeit erledigt. Einen der ine fraget wie er wol reden moecht. antwurtet er. Wenndu nichtz sagst denn was du wol waißt Aristotiles ein fuerst aller philozophorum oder naturlicher meister was pirtig auß eim stattlein Stragyra genant. sein vater hieß Nicomachus. der was ein lerer der ertzney. vnd bey Amyntha dem Macedonischen konig an ein große statt gesetzt. vnnd sunst einer nidern gepurt. so hieß die muter des Aristotilis Phestiada vnd was nit vn edler gepurt. Diser Aristotiles ist in seiner iugent in Macedonia erzogen. vnd (als sie sagen) imm xvij. iar seins alters gein Athenas komen. vnd hat Platonem xx.iar gehoert vnd kein kunst vnerforscht gelaßen. nach absterben Platonis hat er sich zu Hermiam dem tirannen getan vnd schier drey iar bey ime enthalten. darnach wardt er von Philippo wider in Macedoniam gefordert vnd ime Alexander in sein zucht schier .x.iar gelaßen. als aber alexander mit eim heer in Asiam zohe do keret Aristotiles wider gein Athenas. vnd hielt alda.xiij.iar schuol. Er ließ (als man sagt) in sein sigill also schreiben. Weyser ist der. der verbirgt. dz er waißt. denn der der offenbart das er nit waißt. aber aristotiles wz redgesprechig. vnd (als Iheronimus spricht) on zweifel ein vorzaichen vnd groß wunderwerck in der gantzen natur. zu letst wardt er auß gemaynem neyd der andern naturlichen meister verclagt das er nicht recht vonn goettern redte. darumb besorgende das ime nicht beschehe wie ettwen Socrati begegent was ließ er seinselbs beschirmung fallen vnnd wiche gein Chalciden. daselbst schwebet er fueran in kreftiger vermueglichkeit seins gemuets vnnd lebet.lxij.iar vnd starb daselbst. Epicurus der atheniensisch philozophus von Athenis pirtig ist in Samio der statt erzogen vnd.xviij.iarig wider gein Athenas komen. zu der zeit als xenocrates in achademia vnd aristotiles in Calcide schuel hielten. als aber Alexander gestorben was. vnd der Macedonier vnd athenienser sachen gegem dem konig Perdicam vbel stunden. do zohe er gein Colophonem zum vater. daselbst samelt er iungere vnnd keret wider gein athenas vnder anaxicrate. als er nw daselbst ettliche zeit mit andern der weißheit lere gepflegen het da machet er darnach die sect nach ime Epicurica genant. vnd wiewol ime einer Epitectus geheißen widerstrebet so sagen sie doch dz er allen andern philozophen vast angename gewesen sey. in seinem vaterlannd eret man ine mit crinen seueln. Diocles spricht diser hab gar schnoeder speis gelebt. Er wardt siben iar nach dem tod Platonis geporn vnd starb zu athenis.lxxij.iar alt amm stayn. Calistenes der beruembt philozophus ein iunger aristotilis hat diser zeit gereichßnet vnd alexandruz den großen offt ernstlich gestraffet vnd gesprochen. Bist du got so solt du den menschen guttat beweisen vnd ine das ir nit nemen. Bist dn denn ein mensch so bedencke dich alweg was du bist. darumb erzuernet alexander vnnd hieß ine toedten. vnd schaffet ine mit eim hund ein ein schewhliche grueben versließen. xenocrates der Calcedonensischer philozophus was agathenons sun vnnd schier von iugent auff platonis iunger. vnd (als Laercius setzt) langksamer synn. also wenn der Plato disen xenocratem vnd aristotilen gein einander schetzet. so sprach er. das einer eins zawns vnd der ander der spoern bedoerft. Er wonet vil in achademia. vnnd wenn er zu zeiten in die statt gieng so volgten ime vil vngeschamigs volcks nach die ine anfachten vnd belacheten. Eins mals ward von ettlichen abentewrern ein gemains weib zu ime in sein zell geschickt: die begeret vnd erlanget von ime einen teil seins pettgewands vnd als sie ine aber vil dings vergebenlich angemuotet het vnd vngeschaft von ime abschaiden muost. sprach sie. sie koeme nit von eim mann sunder von einer seueln. vnd wiewol er ein fast karger vnnd genawer mensch was so was er doch ein verschmeher der ruom ratigkeit vnnd hohfart. vnnd nach dem er sich offt der betrachtung sliße. so verzeret er mermal ein stund mit schweigen. Er hielt die schuel in achademia.xxv.iar. vnnd starb lxxxij.iar alt bey nacht als er sich villeicht an einer pfanner vrletzt het.

Moderne Übersetzung

Das fünfte Zeitalter. Alexandria, die große Stadt, in Ägypten gelegen, wurde 320 Jahre vor der Ankunft Christi von Alexander dem Großen erbaut (wie Justinus schreibt). Denn als Alexander zu Jupiter Ammon wanderte, in der Absicht, ihn um Rat über zukünftige Dinge und seinen Ursprung zu befragen, da baute und veranlasste er auf dem Rückweg Alexandria, dass sie eine Wohnstätte der Makedonier und eine Hauptstadt Ägyptens sein sollte. Von Alexander wurden drei Städte seines Namens erbaut: nämlich eine in Ägypten, die einige Canopicum nennen; die andere in Asien; die dritte in Skythien am Fluss Tanais. Darum ist Alexandria so genannt, denn sie ist Alexanders Bau. Name und Grab des Julius und Augustus, der römischen Kaiser, betrachteten sie sehr ehrerbietig. Und ihre Lage ist so beschaffen, dass sich ihre Seiten weit erstrecken, fast 30 Achtel einer Meile umfassend. Diese Stadt ist ganz geteilt mit vielen Gässchen, durch die man Pferde und Wagen führen kann. Und besonders hat sie zwei breite Gassen, die sich mitten in gestreckten Winkeln schneiden. So ist sie (wie Josephus darlegt) allenthalben entweder mit unwegsamem Wüstland oder mit uferlosem Meer oder mit Wasserflüssen oder mit waldigen Pfützen bewahrt. Einst war diese Stadt sehr schön und ist auch jetzt mit zierlichen Zinnen und starken hohen Mauern und Türmen befestigt. Aber inwendig nicht eine Stadt, sondern ein Steinhaufen, voll Verfall und öder Gebäude. Einst hatte sie Götzentempel, so sind auch Kirchen der Christen noch vor Augen. So hatte diese Stadt zum größten Teil viele herrliche königliche Gebäude, denn jeder König zierte sie nach seinem Gefallen mit etwas Schönem. Und da, wo vor Zeiten Alexanders Saal gestanden ist, daselbst steht jetzt eine wunderhohe Säule, aus einem einzigen Stein gehauen, oben einen scharfen Gipfel habend und wie ein Turm scheinend. Daselbst ist eine Kirche zu Sankt Markus genannt, darin die Jakobiten wohnen. Denn Sankt Markus der Evangelist hat erstlich den christlichen Glauben dieser Stadt gepredigt, und als er von den Aposteln daselbst zum Bischof geordnet wurde, viele Kirchen aufgerichtet. Und nach seinem Tod hatte er Anianus als Nachfolger, von dem sehr viele in göttlicher Schrift hocherfahrene Männer entstanden sind, als Philo, von Geburt ein Jude, der viel Nützliches geschrieben hat; Clemens der Priester; der allerhervorragendste Priester Origenes; Athanasius der Bischof allda; Didymus; Theophilus und viele andere. Außerhalb der Stadt sind zwei Marmorsäulen, die den Ort anzeigen, wo Sankt Katharina, die Jungfrau und Märtyrerin, enthauptet worden ist. Die Venezianer haben daselbst zwei Gewerbshäuser, und die Genueser eines, darin sich ihre Kaufleute und Güter aufhalten. Wie die Katalanen im Hof des Königs von Sizilien. Und diese haben auch schöne Kirchlein, darin göttliche Dinge vollbracht werden. Die Türken, Tataren und andere Heiden haben ihre verzierten Häuser, die durch die Sarazenen des Nachts verschlossen werden. Diese Stadt ist an einem Ort mit dem großen Meer umgeben, und am anderen Ort mit fast lieblichen und fruchtbaren Gärten umzäunt, mit einem fruchtbaren Erdboden, den der Nil bewässert. Die Sarazenen haben die Hut des Gestades jetzt mit großem Fleiß inne. Zwei Berge sind in der Stadt dazu gemacht, von denen man die zukommenden Schiffe sehen kann. Man sagt, daselbst seien Tauben darauf gelernt, dass sie Briefe hin und her tragen, auf dass die in der Stadt vor Feindschaft desto sicherer seien. Denn die Tauben waren einst (wie Plinius sagt) in großen Sachen Unterbotschafterinnen, und Brutus der Römer soll etliche Sendschreiben, den Tauben an ihre Füße gebunden, in der mutinensischen Belagerung in das römische Heer gesandt haben. Alexandria Blatt LXXVIII der Welt. Demosthenes war ein Fürst aller Redner griechischen Landes, der seine Redekunst von Plato empfing, dessen Beredsamkeit Aischines gelobt hat. So sagt Valerius von ihm: Als Philipp, der König der Makedonier, die Stadt Athen belagerte und von den Athenern begehrte, ihm zehn Redner zu geben, da hatte Demosthenes im Rat der Athener eine solche Fabel erzählt: wie die Wölfe den Hirten geraten hätten, mit ihnen eine Freundschaft zu schließen. Und als nun die Hirten sich mit den Wölfen vereinigten, da begehrten die Wölfe von den Hirten, ihnen die Hunde als Ursacher ihrer Zwietracht zu geben. Und nachdem die Wölfe von den Hirten die Hunde empfingen, da zerrissen sie auch den Hirten ihre Herde. So würde auch Philipp den Athenern tun. Als die Athener das hörten, folgten sie seinem Rat, und die Stadt wurde von Gefahr befreit. Einem, der ihn fragte, wie er wohl reden möchte, antwortete er: „Wenn du nichts sagst, als was du wohl weißt.“ Aristoteles, ein Fürst aller Philosophen oder Naturlehrer, war gebürtig aus einem Städtchen namens Stagira. Sein Vater hieß Nikomachos, der war ein Lehrer der Arzneikunde und bei Amyntas, dem makedonischen König, in eine große Stellung gesetzt, und sonst von niederer Geburt. So hieß die Mutter des Aristoteles Phaestis und war nicht von unedler Geburt. Dieser Aristoteles ist in seiner Jugend in Makedonien erzogen und (wie sie sagen) im 17. Jahr seines Alters nach Athen gekommen. Und er hat Plato 20 Jahre gehört und keine Kunst unerforscht gelassen. Nach dem Absterben Platos hat er sich zu Hermias dem Tyrannen begeben und fast drei Jahre bei ihm verweilt. Darnach wurde er von Philipp wieder nach Makedonien gefordert und ihm Alexander in seine Zucht fast 10 Jahre gelassen. Als aber Alexander mit einem Heer nach Asien zog, da kehrte Aristoteles wieder nach Athen zurück und hielt allda 13 Jahre Schule. Er ließ (wie man sagt) in sein Siegel also schreiben: „Weiser ist der, der verbirgt, was er weiß, denn der, der offenbart, was er nicht weiß.“ Aber Aristoteles war redegewandt und (wie Hieronymus spricht) ohne Zweifel ein Vorzeichen und großes Wunderwerk in der ganzen Natur. Zuletzt wurde er aus gemeinem Neid der anderen Naturlehrer verklagt, dass er nicht recht von Göttern redete. Darum, besorgend, dass ihm nicht geschehe, wie einst Sokrates begegnet war, ließ er seine Selbstbeschirmung fallen und wich nach Chalkis. Daselbst schwebte er fortan in kräftiger Vermöglichkeit seines Gemüts und lebte 62 Jahre und starb daselbst. Epikur, der athenische Philosoph, gebürtig aus Athen, ist in der Stadt Samos erzogen und 18-jährig wieder nach Athen gekommen, zu der Zeit, als Xenokrates in der Akademie und Aristoteles in Chalkis Schule hielten. Als aber Alexander gestorben war und die Angelegenheiten der Makedonier und Athener gegen König Perdikkas schlecht standen, da zog er nach Kolophon zu seinem Vater. Daselbst sammelte er Jünger und kehrte wieder nach Athen unter Anaxikrates zurück. Als er nun daselbst einige Zeit mit anderen die Lehre der Weisheit gepflegt hatte, da machte er darnach die nach ihm benannte Sekte der Epikureer. Und wiewohl ihm einer namens Epiktet widerstrebte, so sagen sie doch, dass er allen anderen Philosophen sehr angenehm gewesen sei. In seinem Vaterland ehrt man ihn mit bekränzten Säulen. Diokles spricht, dieser habe gar schlichte Speise gelebt. Er starb sieben Jahre nach dem Tod...

Anmerkungen

Das funft alter
Das fünfte Zeitalter/Epoche, bezieht sich auf eine historische Periodisierung.
.iije.xx.iar
Römisch für 320 Jahre.
Justinus
Marcus Junianus Justinus, römischer Historiker.
Jouem ammonem
Jupiter Ammon, eine antike ägyptische Gottheit, die mit Zeus/Jupiter identifiziert wurde.
macedonier
Makedonier, Bewohner des antiken Königreichs Makedonien.
Egypti
Ägypten.
Canopicum
Kanopus, eine antike Stadt in der Nähe von Alexandria.
Asia
Asien, hier wahrscheinlich Kleinasien oder der Kontinent.
Scithia
Skythien, eine historische Region in Eurasien.
Thanaim
Tanais, der antike Name des Flusses Don.
Juius vnd Augustus
Julius Caesar und Augustus, römische Kaiser.
.xxx. achtel einer meyl
30 Achtel einer Meile, entspricht 3,75 Meilen.
Josephus
Flavius Josephus, jüdischer Historiker.
seueln
Säule.
sant Marxen
Heiliger Markus der Evangelist.
Jacobiten
Jakobiten, eine orientalisch-orthodoxe christliche Kirche.
Amanum
Anianus von Alexandria, Nachfolger des Heiligen Markus als Bischof von Alexandria.
Philo
Philo von Alexandria, hellenistisch-jüdischer Philosoph.
Clemens der briester
Clemens von Alexandria, frühchristlicher Theologe.
Origines
Origenes, frühchristlicher Theologe.
Athanasius der bischoff alda
Athanasius von Alexandria, Bischof und Kirchenvater.
Didimus
Didymus der Blinde, frühchristlicher Theologe.
Thophilus
Theophilus von Alexandria, Patriarch von Alexandria.
sant Katherina
Heilige Katharina von Alexandria, Märtyrerin.
Venediger
Venezianer, Bewohner Venedigs.
Janueser
Genueser, Bewohner Genuas.
Cathelanier
Katalanen, Bewohner Kataloniens.
Scilicie
Sizilien.
tuercken Tartari
Türken und Tataren, verschiedene turkstämmige Völker.
hayden
Heiden, Nicht-Christen.
Sarracen
Sarazenen, ein mittelalterlicher Begriff für Araber/Muslime.
Nilus
Nil, Fluss in Ägypten.
plinius
Plinius der Ältere, römischer Gelehrter und Autor.
Brutus der roemer
Marcus Iunius Brutus, römischer Politiker und einer der Mörder Caesars.
Mutinensischen belegerung
Belagerung von Mutina (heute Modena) im Jahr 43 v. Chr.
LXXVIII
Römisch für 78.
werlt
Welt, hier im Kontext der Schedelschen Weltchronik.
Demostenes
Demosthenes, berühmter griechischer Redner.
kriechyscher land
Griechisches Land/Griechenland.
Platone
Platon, griechischer Philosoph.
Eschines
Aischines, athenischer Redner, Rivale des Demosthenes.
Valerius
Valerius Maximus, römischer Schriftsteller.
Philippus der Macedonier konig
Philipp II. von Makedonien, Vater Alexanders des Großen.
Athenas
Athen, antike griechische Stadt.
Aristotiles
Aristoteles, griechischer Philosoph und Universalgelehrter.
philozophorum
Philosophen.
naturlicher meister
Naturphilosophen, Gelehrte der Naturwissenschaften.
Stragyra
Stagira, antike griechische Stadt, Geburtsort des Aristoteles.
Nicomachus
Nikomachos, Vater des Aristoteles.
Amyntha dem Macedonischen konig
Amyntas III. von Makedonien, Großvater Alexanders des Großen.
Phestiada
Phaestis, Mutter des Aristoteles.
xvij. iar
17 Jahre.
xx.iar
20 Jahre.
Hermiam dem tirannen
Hermias von Atarneus, Tyrann und Freund des Aristoteles.
.x.iar
10 Jahre.
.xiij.iar
13 Jahre.
Iheronimus
Hieronymus, Kirchenvater.
Socrati
Sokrates, griechischer Philosoph.
Chalciden
Chalkis, antike griechische Stadt auf Euböa.
.lxij.iar
62 Jahre.
Epicurus
Epikur, griechischer Philosoph, Begründer des Epikureismus.
Samio
Samos, griechische Insel.
.xviij.iarig
18-jährig.
xenocrates
Xenokrates, griechischer Philosoph, Leiter der Platonischen Akademie.
achademia
Akademie, die von Platon gegründete Schule in Athen.
Calcide
Chalkis.
Perdicam
Perdikkas, einer der Diadochen Alexanders des Großen.
Colophonem
Kolophon, antike griechische Stadt in Ionien.
anaxicrate
Anaxikrates, athenischer Archon.
Epicurica
Epikureer, Anhänger der philosophischen Schule des Epikur.
Epitectus
Epiktet, stoischer Philosoph (chronologisch deutlich später als Epikur, hier möglicherweise ein Fehler des Originalautors oder eine Verwechslung).
crinen seueln
Bekränzte Säulen.
Diocles
Diokles von Magnesia, Biograph von Philosophen.
Er wardt siben iar nach dem tod
Der Satz ist im Original unvollständig.