Fünftes Alter · Nürnberg 1493, Hartmann Schedel, Übersetzung Georg Alt, Druck Anton Koberger
Das funft alter 100px 100px Alexandra das weib Alexandri der iuden konigs regiret. ix. iar. ann als alexander starb ließ er Hircaum vnd aristobolum die zwen suene vnd vbergab das reich alexandre deinem weib. darumb das Hiracanus zeregiern vnwissende imm ein mueessig leben erwelet. so was aristobolus zefisch vnd zekuen. aber sie wardt vomm volck fast gelibe. nach annemung des refiments setzet sie Hircanum von alters wegen zu einem foersten der briester. Dise zeit entstund die ketzerey der phariseyer in indea. derselben rat hat sie die besten der iuden erslagen oder in das ellend verschiockt. vnd also alle ding zeruedet. doch handelt sie vil dings zu handhabung des reichs. vnd wz listig bey enthaltung deßselben. aber nach dem sie weder guets noch gerechts vor awgen hielt. so hat sie vor irm absterben sie hendel irs hawß zu hoehster widerwerdigkeit gebracht. vnd nach iram todt das reich mit vil duerftigkeiten erfullet. vnnd doch ir volck in dem frid bewaret. vnd als sie aber zu letst in schere kranckheit gefallen was hat Aristobolus mit versamekter hand vil lewt sichselbs erklert nach absterben seiner muter zeregirn. vnd vnlang darnach starb sie. lxxiij. iar alt. Iacob was Iosephs naturlicher vater. Aber Heli was sein vater nach dem gesetz von dem sagt Matheus. von ihenem Lucas. 100px Hiranus des obgenanten Alexandri vnd Alexandre sun der. xxiij. bischoff der inden erlanget dz bischoffthumb vnd saß. xxiiij. iar vnd ward von der muter zu bischof gesetzt. vnd het nach todt seiner muter fast groß anstoeß. Aristobolus griffe mit versammeltem heer wider sein bruder zu dem waffen. do nw dieselben zwen brueder widereinander in dz felt Jhericho außzohen. wardt Hiranus vberwunden vnd flohe gein Jherusalez. zu letzt komen sie zu ainigkeir. das Aristobolus regiren vnnd Hircanus vnder ime aller eren geprauchen sollt. vnlang darnach was Hirkanus zugesagter ding nit benuegig. sunder flohe bey nachtlicherweil zu Aretham dem Arabischen konig. vnd samelt ein heer vnd zohe damit in das indisch land vnd belegert Jherusalem. aber Scaurus der roemer hertzog trib die belegerung ab. vnd beobacht wol das es zeit wer das er Hudeam leichtlichr zu zinßperkeiten bringen moecht. vnd dieweil sie nw also miteinander zanckten vnd kriegten gaben sie den Roemern vrsach das iuedisch land zuerfolgen. darumb kome Pompeius gein Jherusalem. vnd belegert sie. do entstueond ein zwitracht in der statt. dann die auff des Aristobali seyten wolten die statt besuetzen. bnd die Hircanischen sie den roemern vbergeben. zu letst wardt er in die statt genomen vnd der tempel von ime angegriffen. vnd die Roemer haben den tempel enteret. Aristobalus wardt durch Pompeium nach terstoerung der statt Jherusalez gefangen. gein Rom gefuert mit zweyen fuenen Alexandro vnt Antgono. vnnd mit souil toechtern. vnd als denn haben die iuden ire freyheit ganz hingelegt. vnd angehebt den roern vnderworffrm zesein. darnach fiel aristobaldus vngeschihtlich auß Rom vnd sammlt ein groß heer der iuden. wider den ward Gabinus gesendet. durch den ward aristobolus gefangen vnd abermals gein Rom gefuert. in der zwittracht Pompey vnd des keysers Julij mit zweyen scharen in Siriaz geschickt. aber die hofnung des keysers wardt vnderzuckt vnd im von den Pompeyischen mit gift vergeben als er sich das iudisch land in des keysers gewalt zebringen vnderstanden het. Alexander der bischoff ein sun Aristoboli ist vnderwegen. als er mit seinem vater gein Rom gefuert wardt empflohen. der mit großer versamelter hannd das indisch land verheeret. vnd Hircano seinem vetter heymlich nach stellet. vnd fast ward er erslagen zu antihiochia von Scipione mit einem peyhel. Antigonam Aristoboli des konigs der iuden sun ist nach ertoedung alexandri vnd aristoboli mit zwayen schwestern empflohen. So hat der keyser Julius Siriam vnd Judeam erobert. vnd Antipatrum ydumeum den gestrengen man zu einem procurator vnd schaffer des lands Judee gesetzt. vnd widerumb Hircano dem vettern Antigoni das konigreich gelihen doch also das er nit ein kinig geheissen sol werden. so flohe antigonus zu Pacchonum der Parzhier konig vnd blib daselbst bis auff absterben des keysers, darnach bestuermet vnnd bestritt er die statt ergriffe Hircanum vnd ryße ime die orn mit seinen zenen ab. darumb erkleret. M. antonius mit beystand Octaviani den Herodem zu einem konig des iudischen lannds der gien freylich om die statt ergriffe Antigonum. vnnd schicker ine gepunden zu antonio gein antiochiam. der schluoge ine mit eim peyhel zetod. vnd das konigreih Judee hat sic also genndet. Blat LXXXIX der werlt In dem ersten iar des reichs Cleopatre erhuob sich zwiwchen dme keyser Julio vmd Pompeyo ein schedlicher moerdischer inheymischer krieg. darinn außerhalb der beschwerden so in kriegslewfften sich gewoenlich begeben. auch das glueck vnd wesen des roemischen volcks verwandelt worden ist. die sach solcher verderpnus was die vberschwengklich gluecksaligkeit. dann Julius cesar der keyser bekrieget Gallicam. Crassus Asiam vnd Pompeyus hyspaniam. durch geselschaft dreyer fuersten wardt der gewalt der werlt also mit dreyen großmachtigen heern bedrangt. dise heerschaft weret zehen iar. darnach besorget sich ye einer vor dem anderen. aber nach absterben Crassi bey den Parthieren. vnd Julie des keysers Julij tochter. die dann Pompeyo verlobt der ee halben eynigkeit zwischen dem ayden vnd schweher behalten het. erhuob sich palt ei grammschaft. dann die reichthuemer vnd machtigkeit Julij cesaris waren Pompeio argkwonig. so was die Pompeysch widigkeit dem iulio schwer. So nw Julius cesar sich des reichs Europe gerwigclichen geprauchet. do zohe er vberin kriechysch land vnd belegert daselbst Pompeyum mit ime fechtende vnd er ist mit allem heer durch Epirium in Thessalim. dem volget Popeyus mit vil volcks nach. vnd sie ruesteten sich bedenthalben zum schlahen vnd stritten mit machtigem kampff im zweiffellichen glueck. zu lest ward das heer Pompeij zertrennet. so fluhe Pompeius eyllend gein Alexandriam hilff von Ptolomeo begerende. aber er was vnwillig vnd schluoge ine todt vnd schicket sein hawbt mit einem ringlein dem Juliocesari zu do er diss shae do waynet er. Nach absteren Pompey hat Julius cesar von Ptolomeo dem todslager hamlich feyndschaft erlidden. vnd nach erobrung der stat Alexandira Cleopatram vomm ellend wider anhayms ererfordert vnd in das recih gesetzt. darnach schwayffet er zway iar durch Syriam vnnd vberwunde Pharnacem den sun Mitridatis in Ponto. als er darnach gein Rom zohe ward er abermals zu eim dictator vnd ratherren geschoepfft vnd in Affricam gewschckt. Nachfolgend ome er wider gein rom. daselbst hieß er sich einen keyser nennen. vnd also endet sich aldo der stand des burgerlichen vnd ratherrlichen regiments. das denn. iiijc. lxiiij. iar geweret het. 100px Tullius des zunamens Marcus vnd Cicero was ein fast großer naturlich maister vnd ein fuerst der redner. vnd auch ein roemischer ratherr. vnd auß dem tulischen geslecht. das seinen vrsprung auß Arpinato get vnd seinen anfang auf Tullium den konig Volscorum zohe. sein vater hieß Tulliius vnnd sein muter Oblia. alßpald er nw der lernung fahig wardt do vbertraffe er in groeße der sinnreichigkeit sein mit schueler. sein ersts lob eschine bex der poetrey. darinn er ettlich buecher machet. nach begreiffung kintlicher lernung ergabe er sich auff lernung der weißheit vnd werltlicher burgerlicher recht. darnach vbrt er sich in kriegs thatten vnder Sylla dem roemischen ratherren. nachfaolgend ward er ein pawmeister. darnach mit hilff des roemischen volcks ein voreser der heer oder entscheider des volcks sachen geschoepfft. vnd ist mit. C. antonio ein ratherr gewesen. vnd hat dieselben sein ratherrliche pflegnus also erlich vnd loeblich geuebt das er ein vater des vaterlands genennt wardt. Diser hat die naturlichen kunst der weißheit. die dauor vnßern schriften vnbekannt was herfuergebracht. vnd auß erleuechteter subtiligkeit seiner synnreiehihkeit vil dings beschriben. vnd starb in dem. lxiiij. iar seines alters vnd ward von Antonio durch sein hofgesinde in gesalt einer einigkeit auß verhengknus Octaviani erslagen. aber sein feind vergiengen schentlich vnd lasterlich. Cathilina aus edlem Geschlecht geporn was des gemueets vnd Leibs großkreftig. aber dich arglistiger boeßer synn. dem liebten von iugent auff inhaimisch krieg aufruor. rawberey. vnd burgerlich zwitracht. vnd damit fliße er sich sein iugend zeueben, dann er was getuerftig. hinderlistig. mancherlay anschlegig vnd ein betrieglicher scheinmacher aller ding. vnd nach der er also der boeßgirigst man vnd ein fuerer aller mißgutatigen was so wolt er derselben geselschaft alweg vmb sich haben, Mit hilff vnnd rate solcher gesellen vnderstund er sich gemainen nutz zeuerdrucken wider Tullium marcum ciceronem einen schedlichen geschwornen pund zemachen vnd die ratherrlichen wirdigkeit zeerlangen. nach eroeffnung solcher puentnus vnnd entdeckung der punt genoßen warden derselben ettlich die des rats waren ergriffen in gefancknus gefuort vnnd drainn erwuergt. da das an Catelinam gelanget gedacht er vber das gepirg auß zefliehen. aber er wardt durch Antonium ergriffen vnd der gemayn stannd der roemeralso auß kraft vnd weißheit Ciceronis vor großen zeruedungen behalten. Cato der letzerer des obern Cathonis vrencklein ein naurlich maister was gar ein hohgelerter man vnd in begirde der lernung also entzuendet das er auch zu hof. dieweil man rat hielt zelesen mit feyret. sunder auch die kriechyschen buecher durchfuchet mit solchem fleyß vnd tapfferkeit das er zaigen wolt das ettlichen die zeit mangelet vnd ettlich der zeit noch vberbliben weren. Diser lernet das ein gemainer nuetz vnd stand imer mit tugenten. dnn mit waffen zebeschirmen wer sprechende. Jr solt nit maynen das vnser vorfaren iren klaynen gemaynen nutz mit waffen groß gemacht ahben. dann wer das ware so hette wir einen groeßeren. nachdem wir acuh groeßere machtigkeit an gesellen. burgen waffen vnd pferden haben denn sie. ye mer diser Catho die menschlichen ere flohe. ye mer ime die nachfolger. Auß des lere hat man (als man sagt) das buechlein Cathon. das man den kindern liset zusamen gesamelt. Vnder andern seinen leren was das eine. das menschlich leben ist aigentlich gleich als das eysen. dann so man das uebt so wirdt es zertirben. wo man es aber nit uebt so wirds vomm rost verzeret. Diser Cato hat sichselbs (als Augustinus sagt) ertoedt. darumb das er den obsyg Julij cesaris vngedueldigclich truog. vnd sich ime nit vnderwerffen wolt.
Das fünfte Zeitalter. Alexandra, die Gemahlin Alexanders, des Königs der Juden, regierte neun Jahre. Als Alexander starb, hinterließ er Hyrkanus und Aristobulus, seine beiden Söhne, und übergab das Reich seiner Gemahlin Alexandra. Da Hyrkanus unfähig war zu regieren und ein müßiges Leben wählte, war Aristobulus zu ungestüm und zu kühn. Doch wurde sie vom Volk sehr geliebt. Nach der Übernahme der Regierung setzte sie Hyrkanus seines Alters wegen zum Fürsten der Priester ein. In dieser Zeit entstand die Lehre der Pharisäer in Judäa. Durch deren Rat ließ sie die besten der Juden erschlagen oder ins Exil verschicken und so alle Dinge zerrütten. Doch handelte sie vieles zur Aufrechterhaltung des Reiches und war listig bei dessen Erhaltung. Aber nachdem sie weder Gutes noch Gerechtes vor Augen hielt, brachte sie vor ihrem Absterben die Angelegenheiten ihres Hauses in höchste Widerwärtigkeit und erfüllte nach ihrem Tod das Reich mit vielen Nöten. Und doch bewahrte sie ihr Volk im Frieden. Als sie aber zuletzt in schwere Krankheit gefallen war, erklärte sich Aristobulus mit versammelter Macht vieler Leute selbst, nach dem Absterben seiner Mutter zu regieren. Und unlängst danach starb sie, dreiundsiebzig Jahre alt. Jakob war Josefs natürlicher Vater. Aber Heli war sein Vater nach dem Gesetz, von jenem sagt Matthäus, von diesem Lukas. Hyrkanus, der Sohn des obgenannten Alexanders und der Alexandra, der dreiundzwanzigste Bischof der Juden, erlangte das Bistum und saß vierundzwanzig Jahre. Er wurde von der Mutter zum Bischof eingesetzt und hatte nach dem Tod seiner Mutter fast große Anstöße. Aristobulus griff mit versammeltem Heer wider seinen Bruder zu den Waffen. Als nun dieselben zwei Brüder gegeneinander in das Feld Jericho zogen, wurde Hyrkanus überwunden und floh nach Jerusalem. Zuletzt kamen sie zu Einigkeit, dass Aristobulus regieren und Hyrkanus unter ihm aller Ehren genießen sollte. Unlängst danach war Hyrkanus mit den zugesagten Dingen nicht zufrieden, sondern floh bei nächtlicher Weile zu Aretas, dem arabischen König. Und er sammelte ein Heer und zog damit in das jüdische Land und belagerte Jerusalem. Aber Scaurus, der römische Feldherr, trieb die Belagerung ab und beobachtete wohl, dass es Zeit wäre, Judäa leichter zur Zinspflichtigkeit zu bringen. Und dieweil sie nun also miteinander zankten und kriegten, gaben sie den Römern Ursache, das jüdische Land zu erobern. Darum kam Pompeius nach Jerusalem und belagerte sie. Da entstand eine Zwietracht in der Stadt, denn die auf des Aristobulus' Seite wollten die Stadt beschützen, und die Hyrkanischen sie den Römern übergeben. Zuletzt wurde er in die Stadt genommen und der Tempel von ihm angegriffen. Und die Römer haben den Tempel entweiht. Aristobulus wurde durch Pompeius nach der Zerstörung der Stadt Jerusalem gefangen, nach Rom geführt mit zwei Söhnen, Alexander und Antigonus, und mit so vielen Töchtern. Und alsdann haben die Juden ihre Freiheit ganz hingelegt und angefangen, den Römern unterworfen zu sein. Darnach entfloh Aristobulus aus Rom und sammelte ein großes Heer der Juden. Wider den wurde Gabinius gesendet. Durch den wurde Aristobulus gefangen und abermals nach Rom geführt. In der Zwietracht zwischen Pompeius und Kaiser Julius wurde Alexander mit zwei Scharen nach Syrien geschickt. Aber die Hoffnung des Kaisers wurde vereitelt und ihm von den Pompeianern mit Gift gegeben, als er sich unterstanden hatte, das jüdische Land in des Kaisers Gewalt zu bringen. Alexander, der Bischof, ein Sohn Aristobulus', ist unterwegs, als er mit seinem Vater nach Rom geführt wurde, entflohen. Der mit großer versammelter Macht das jüdische Land verheerte und Hyrkanus, seinem Vetter, heimlich nachstellte. Und fast wurde er erschlagen zu Antiochia von Scipio mit einem Beil. Antigonus, Aristobulus', des Königs der Juden, Sohn, ist nach der Tötung Alexanders und Aristobulus' mit zwei Schwestern entflohen. So hat Kaiser Julius Syrien und Judäa erobert und Antipatros, den Idumäer, den gestrengen Mann, zu einem Prokurator und Verwalter des Landes Judäa gesetzt. Und wiederum Hyrkanus, dem Vetter Antigonus', das Königreich verliehen, doch also, dass er nicht ein König genannt werden sollte. So floh Antigonus zu Pakoros, dem Partherkönig, und blieb daselbst bis auf das Absterben des Kaisers. Darnach bestürmte und bestritt er die Stadt, ergriff Hyrkanus und riss ihm die Ohren mit seinen Zähnen ab. Darum erklärte Marcus Antonius mit Beistand Octavians den Herodes zu einem König des jüdischen Landes. Der zog frei um die Stadt, ergriff Antigonus und schickte ihn gebunden zu Antonius nach Antiochia. Der schlug ihn mit einem Beil zu Tod. Und das Königreich Judäa hat sich also geendet. Blatt 89 der Weltchronik. Im ersten Jahr des Reiches Kleopatras erhob sich zwischen Kaiser Julius und Pompeius ein schädlicher, mörderischer Bürgerkrieg. Darin ist, außerhalb der Beschwerden, die in Kriegsläufen sich gewöhnlich begeben, auch das Glück und Wesen des römischen Volkes verwandelt worden. Die Ursache solcher Verderbnis war die überschwängliche Glückseligkeit. Denn Julius Caesar, der Kaiser, bekriegte Gallien, Crassus Asien und Pompeius Hispanien. Durch die Gesellschaft dreier Fürsten wurde die Gewalt der Welt also mit drei großmächtigen Heeren bedrängt. Diese Herrschaft währte zehn Jahre. Darnach besorgte sich jeder vor dem anderen. Aber nach dem Absterben des Crassus bei den Parthern und Julias, des Kaisers Julius' Tochter, die dann Pompeius verlobt, der Ehe halber Einigkeit zwischen dem Schwiegersohn und Schwiegervater erhalten hatte, erhob sich bald eine Feindschaft. Denn die Reichtümer und Mächtigkeit Julius Caesars waren Pompeius argwöhnisch. So war die pompeianische Feindseligkeit dem Julius schwer. Als nun Julius Caesar sich des Reiches Europas ruhig gebrauchte, da zog er über in griechisches Land und belagerte daselbst Pompeius, mit ihm fechtend. Und er ist mit allem Heer durch Epirus in Thessalien. Dem folgte Pompeius mit viel Volk nach. Und sie rüsteten sich beiderseits zum Kampf und stritten mit mächtigem Kampf im zweifelhaften Glück. Zuletzt wurde das Heer des Pompeius zerschlagen. So floh Pompeius eilend nach Alexandria, Hilfe von Ptolemäus begehrend. Aber er war unwillig und schlug ihn tot und schickte sein Haupt mit einem Ringlein dem Julius Caesar zu. Als er dies sah, da weinte er. Nach dem Absterben des Pompeius hat Julius Caesar von Ptolemäus, dem Totschläger, heimlich Feindschaft erlitten. Und nach der Eroberung der Stadt Alexandria forderte er Kleopatra aus dem Elend wieder heim und setzte sie in das Reich. Darnach schweifte er zwei Jahre durch Syrien und überwand Pharnakes, den Sohn des Mithridates, in Pontus. Als er darnach nach Rom zog, wurde er abermals zu einem Diktator und Konsul geschaffen und nach Afrika geschickt. Nachfolgend kam er wieder nach Rom. Daselbst hieß er sich einen Kaiser nennen. Und also endete sich allda der Stand des bürgerlichen und republikanischen Regiments, das denn vierhundertvierundsechzig Jahre gewährt hatte. Marcus Tullius Cicero war ein sehr großer natürlicher Meister und ein Fürst der Redner und auch ein römischer Ratsherr und aus dem Tullischen Geschlecht, das seinen Ursprung aus Arpinum hat und seinen Anfang auf Tullius, den König, ...