Sechstes Alter · Nürnberg 1493, Hartmann Schedel, Übersetzung Georg Alt, Druck Anton Koberger
Das sechst alter Jar der werlt. vm. iijc. xiij.Jar Christi. c. xiiij. right Alexander der babst was von gepurt ein roemer. der tag iung. der sitten elter vnd ein nachkomen des babsts Euaristi vnd kome bis an die zeit Adriani des kaysers vnd bekeret mit seiner kunst und heiligkeit viel rathern zum glawben vnd machet ettliche gesetz zu hanthabung der kirchen dienende. Erstlich das nymand bei der pene des pans einen babstlichen legaten hindern solt. Item so solt kein cleric vor eim werltlichen richter verclagt werden. Item das allain ein mess von ainem unnd an einem tag gehalten werden solt. So solten sie die oblaten nit auß einem gesewrte sunder ungesewrtem machen. Item das weyhwasser in den kirchen vnd schlaffkamern zu veriagung der teue behalten solt. als er nu unzalliche wuderwerck geuebet und darunder Balbinam die tochter des roemers Quirini gesund gemacht vnd denselben Tribunum mit allem seinem hawßgesind getawft. und drey weyhung im monat decembri gehalten het do wardt er mit Euencio und Theodoro den diaconen am dritten tag des monats maij gemartert vnd saße. x. iar. viJ. monat. ij. tag. unnd ruoet der stuol. xxv. tag. Jar der werlt. vm. iijc. xxiij.Jar Christi. c. xxiiij. Sixtus der babst was ein geporner roemer. vnd setzet das die hailigen gafaße vnd klainat zu den goettlichen ambten gehoernde von nimant denn von den dienern derselben ambt vnd sunderlich von keinem weib beruert werden solten. so solt man das corporal auß keinem andern denn auß leynem vnd allerlawttersten tuoch machen Er gepote auch das in dem ambt der mess das Sanctus gesungen werden solt. vnd wann aber zu den zeiten diß babsts Sixti von manigfeltiger erschlagung wegen wenig gefunden warden die des namen Christi veriehen getorsten. vnd nw die cristenlichen Gallier eines vorgeers begerten. do sendet diseer Sixtus Peregrinum einen roemischen burger daselbsthin. als aber dieselben Gallier in den glawben bestettigt waren do keret Peregrinus wider gein Rom vnd ward getoedt. So wardt Sixtus als er drey weyhung in dem monat decembri gethan het mit marter bekroenet vnnd in Vaticano bey Petro begraben. vnnd saß zehen iar. drey monat. xxi. tag. vnnd feyret der babstlich stuol deßmals allain zwen tag. Jar der werlt. vm. iijc. xxxiij.Jar Christi. c. xxxiiij. Thelephorus der babst ein geporner kriechischer was zu den zeiten Antonini pij des kaysers. ein man sunderer lere vnd tugent. vnnd setzet syben wochen vor ostern die fasten zehalten. vnd an dem fest der gepurt vnßers herren Jhesu Christi in der nacht drey mess zehalten. vnd vor der gesegnung der hostien das Gloria in exelsis ze singen. vnnd als er in dem monat decembri vier weyhung gethan vnnd. xv. briester acht diacon vnnd. xiii. bischoff geweihet het do wardt er nach erliddner marter bey sant Peters leichnam begraben. saße. xi. iar drey monat. xxij. tag. vnnd feyret der stuol syben tag. Jar der werlt. vm. iijc. xliij.Jar Christi. c. xliiij. Higinus der babst ein kriechischer man von Athenis ein nachkomen Thelephori des babsts. zu den zeiten Antonini pij des kaisers hat die gaistlichen gar kluoglich in ein ordnung gebracht. die grad außgeteilt vnnd gesetzt. die tempel on haltung des ambts der mess nit zeweyhen. noch auch dieselben zemeren vnnd zemindern on winnkuer des erzbischoffs oder bischoffs. Er wolt auch das doch einer oder eine gefatter im tawff oder firmung entgegen sein solt. Diser was ein hohgelertman. der einen treffenlichen sendbrieff von der aynigkeit und drifaltigkeit gottes allen cristglawbigen zelesen geschriben hat. vnd do er in dem monat decembri dreymal weyhung gehabt het do starb er vndwardt bey Peters leichnam begraben. als er vier im drey monat vier tag geseßen was. vnnd ruoet der stuol vier tag. Jar der werlt. vm. ijc. liij.Jar Christi. c. liiij. Pius der babst ein walhe von Aquilegia lebet bis an die zeit M. antonini veri des kaisers. vnd het ein große gemainschat mit Hermete. der ein buoch mit dem titel des hirten gezaichnet geschriben hat. darin ein engellin gestalt vnd person eins hirten ime gepewte allen menschen zeraten die ofstern am suntag zebegeen vnd das thet er. Jtem er setzet das einicher ketzer auß der iuden ketzerey nit getawft solt werden. er hat auß bitte der heiligen frawen Praredis in d ere Pudenciane irer schwester zu rom an der gaßen patricii genant geweihet vnd mit vil gaben begnadet vnd daselbst oft mss gehalten. vnd allda einen prunnen des tawffs geordnet. vnd den briestern ein pen auffgesetzt die versewmlich in handlung vnd wandlung des pluots vnd leichnams CHristi ettwz veroeren. mit gepote. wahin ettwas fellt daselbst zelecken. aber als er noch großen tugenten in dem monat decembri zu fuenfmaln xix. briester. xxix. diaconos. x. bischof geweihet het starb er als ein marterer Christi vnd wardt wie sein vorfarn begraben. als er. xi. iar. vier monat. drey tag geseßen was. vnnd ruoet der stuol. xiij. tag. Blat CXII der werlt right Adrianns zugenambt Helius der. xv. roemisch kaiser des eltern vrsprungs auß den Piceniern. vnd des iungern auß den Hispaniern ist von Domicia Paulina seiner muter zu Rom geporn vnd im zehenden iar seins alters seins vaters berawbt worden. vnd het Traianum vnd Celium zu vormunden vnd pflegern. Er was in kriechischer lernung also geschickt das er von ettlichen Greculus. das ist kriechlein genant wardt im. xv. iar keret er wieder anhayms vnd ergabe sich in die ritterschaft. darnach wardt er von traiano von haymend außgefuert vnd fuer seinen sun gehalten. vnnd nach empfangenem kaiserthumb vnder den besten kaisern billich gezelet. Diser was erstlich den cristen menschen widerwertig vnd zu letst nach erkantnus irer gaistlichkeit vnd guettigkeit gegen ine ein sundrer woltater. so was er gein dem roemischen volck also wol verdient das er ein vater des vaterlands genant wardt. dann er wz freygabig. scheinperlic. mylt vnd in beden zungen des krichischen vnd lateins erfarn. vnd der kunst der musica vnd ertzney fast wol wissend. Er hat den Atheniern auff ir begern auß der maynung Draconis vnd Solonis gesetze gemacht vnnd ein merckliche librarey gegeben vnd zu rom ein prugk seins namens vnd auch ein grab in Vaticano bey der Tiber auffgerichtet yetzo die engelburg genant. vnd sunst vil andre ding wunderperlich erpawt vnd zuuoran in dem iuedischen land die statt iherusalem die von Tito zerstoeret was an zinnen vnd gepewen gepessert erweytert. vnd die stat des leydens vnßers herrnn Jhesu christum die zinnen eingefangen vnd die statt nach ime Heliam genennet vnd gepoten das kainem iuden, sunder allain den cristen hinein zegeen macht vnd gewalt gegeben werden solt. vnd als er zu letst mit schwerer kranckheit beladen wardt hat er ime Antoninum pium zuogewuenschet vnd ist imm. xxij. iar seins kaiserthumbs vnd im. lxxij. seins alters gestorben vnd was von person ein gerader man. zierlicher gestalt vnd eins langen parts Antoninus pius der. xvi. roemisch kayser hat mitsambt seinen suenen Aurelio vnd Lucio das kaiserthumb empfangen. vnd was der vergenanten kaisers Adriani tochter man vnd zugewuenschter sun vnd des vaters halben des vrsprungs auß Gallia. vnd regiret mit solcher beschaidenhait vnd guetigkeit das er billich des zunamens der guetig vnd ein vater des vaterlands genant wardt. dann er was einichem menschen weder sunderlich noch gemaynlich nye pitter noch herbe. vnd nan sagt das er offt gesprochen hab das er lieber einen einichen burger behalten dann tawsent feind erschlagen woelt. vnd er was auch also ein gerechter man das vil konig vnd volcker auß seinem gehaiße ire waffen hinlegten vnnd irer zwittracht vnnd krieg zu entschidung auff ine kamen vnd seinem vrteyl vnd entschaide volgten. Er was ein zierliche lange person vnd nach dem er seiner lennge vnnd alters halben sich vornen nidernaiget so wardt er mit lindnen tafeln an die prust geleg also geschnueret dz er auffrichts gienge. Er wardt von seiner guetigkeit. miltigkeit sinnreichigkeit vnd tugentlichen wesens wegen von dem roemischen rat ein goetlicher genant. Er hat mit seiner costung vnd darlegung den roemischen burgern an gemaynen vnd sundern gepewen daran die Tiber mit irer ertrenckung vil schadens in Rom gethan het gar miligclich geholffen. zu letst starb er gleich als schlaffend im. lxx. iar seins alters vnd im. xxij. iar vnd dritten monat seins kaiserthumbs Marcus antoninus zugenambt verus ein naturlicher maister ist zu Rom geporn. vnd daselbstin seins anherrn haws erzogen vnd wiewol er zu der kaiserlichen wirdigkeit gefordert was yedoch kome er von lernung wegen in das haws Appolonij des lerers vnd hoeret die lernung von Sexto dem enicklein Plutarci. Er wardt in dem buosen Adriani erzogen vnd verissimus das ist der warest genant. Darnach hat er mit Lucio aurelio comodo seinem bruder. xix. iar des kayserthumb zimlicherweiß gepflegen So haben sie bede den krieg wider die Parthier mit wunderperlicher kraft vnd gluecklichem zustand gefueert vnd wider die feind triumphiret. aber als vnlang darnach comodus von dem seuechen des schlags vergieng do hielt Antoninus allain das kayserthumb innen vnd was von iugent auff eins gemueets vnd eins angesihts in ieden glueck vnnd so er aber die gueetigkeit der natur mit der lere in ime kempffet darumb wardt er billich von menigclichem ein naturlicher maister vnd liebhaber der weyßheit genennt doch hat ine die lieb derselben kunst an kriegischen sachen nit verhindert. sunder er hat die teuotschen Marcomannos Sonados vnd Sarmatas mit großer kraft vnd gluecklichem zustand mitsambt seinem sun Antonino comodo vberwunden vnd triumphirt Aber als er in disen krieg ziehen wolt vnd doch den kriegslewten nit solde zegeben het er do verkawffet er all seinen kaiserlichen hawßrat vns seins weibs zierde auff offem marck. doch als er nach vberwindung der feind wider anhayms keret do gabe er den kauffern ire kauff sum wider. doch welcher sein erkaufts guot nit widergeben wolt dem tet er darumb kein betrancknus. Er was nach erlangter obsigung gegen allen in dem gemainen nutz verdienten fast milt. so ließe er ettlichen landen ir zinss nach vnd massiget mit newen gesetzen die ernstlichern. damit vrsachet er das er von menigclichem also lieb gehabt wardt das er den namen eins heiligpruchels erlanget. der sein pildnus nit dahaymend het. zu letst starb er eins ihehen tods im. lxi. iars seinu alters. vnd in dem. xviij. iar seins kaiserthumbs.
Das sechste Zeitalter der Welt. Im Jahr 5313 der Welt, im Jahr 114 nach Christus. Papst Alexander, von Geburt ein Römer, jung an Jahren, reif an Sitten, und ein Nachfolger des Papstes Evaristus, lebte bis zur Zeit Kaiser Hadrians. Er bekehrte mit seiner Kunst und Heiligkeit viele Ratsherren zum Glauben und erließ etliche Gesetze, die der Aufrechterhaltung der Kirche dienten. Erstens, dass niemand bei Strafe des Bannes einen päpstlichen Legaten hindern sollte. Des Weiteren sollte kein Kleriker vor einem weltlichen Richter verklagt werden. Auch, dass allein eine Messe von einem Priester an einem Tag gehalten werden sollte. Sie sollten die Hostien nicht aus gesäuertem, sondern aus ungesäuertem Teig machen. Ferner, dass Weihwasser in den Kirchen und Schlafgemächern zur Vertreibung der Teufel aufbewahrt werden sollte. Als er nun unzählige Wunderwerke vollbracht und darunter Balbina, die Tochter des Römers Quirinus, gesund gemacht und denselben Tribun mit seinem ganzen Hausstand getauft hatte, und drei Weihen im Monat Dezember gehalten hatte, da wurde er mit den Diakonen Eventius und Theodorus am dritten Tag des Monats Mai gemartert. Er saß 10 Jahre, 7 Monate, 2 Tage, und der Stuhl ruhte 25 Tage. Im Jahr 5323 der Welt, im Jahr 124 nach Christus. Papst Sixtus war ein geborener Römer und setzte fest, dass die heiligen Gefäße und Kleinode, die zu den göttlichen Ämtern gehören, von niemandem außer den Dienern dieser Ämter und insbesondere von keiner Frau berührt werden sollten. Auch sollte man das Korporale aus keinem anderen als leinenem und allerreinstem Tuch machen. Er gebot auch, dass im Amt der Messe das Sanctus gesungen werden sollte. Und als aber zu den Zeiten dieses Papstes Sixtus wegen vielfältiger Erschlagung wenige gefunden wurden, die den Namen Christi zu bekennen wagten, und nun die christlichen Gallier eines Vorläufers begehrten, da sandte dieser Sixtus Peregrinus, einen römischen Bürger, dorthin. Als aber dieselben Gallier im Glauben gefestigt waren, da kehrte Peregrinus wieder nach Rom und wurde getötet. So wurde Sixtus, als er drei Weihen im Monat Dezember getan hatte, mit dem Märtyrertod gekrönt und im Vatikan bei Petrus begraben. Er saß zehn Jahre, drei Monate, 21 Tage, und der päpstliche Stuhl ruhte damals allein zwei Tage. Im Jahr 5333 der Welt, im Jahr 134 nach Christus. Papst Telephorus, ein geborener Grieche, war zu den Zeiten Kaiser Antoninus Pius', ein Mann besonderer Lehre und Tugend. Er setzte fest, sieben Wochen vor Ostern die Fasten zu halten, und an dem Fest der Geburt unseres Herrn Jesus Christus in der Nacht drei Messen zu halten, und vor der Segnung der Hostien das Gloria in excelsis zu singen. Und als er in dem Monat Dezember vier Weihen getan und 15 Priester, 8 Diakone und 13 Bischöfe geweiht hatte, da wurde er nach erlittener Marter bei Sankt Peters Leichnam begraben. Er saß 11 Jahre, drei Monate, 22 Tage, und der Stuhl ruhte sieben Tage. Im Jahr 5343 der Welt, im Jahr 144 nach Christus. Papst Hyginus, ein griechischer Mann von Athen, ein Nachkomme des Papstes Telephorus, hat zu den Zeiten Kaiser Antoninus Pius' die Geistlichen sehr klug in eine Ordnung gebracht. Er hat die Grade ausgeteilt und gesetzt, die Kirchen ohne Abhaltung des Messamtes nicht zu weihen, noch auch dieselben zu mehren und zu mindern ohne Zustimmung des Erzbischofs oder Bischofs. Er wollte auch, dass doch einer oder eine Gevatter im Taufe oder Firmung anwesend sein sollte. Dieser war ein hochgelehrter Mann, der einen trefflichen Sendbrief von der Einigkeit und Dreifaltigkeit Gottes allen Christgläubigen zu lesen geschrieben hat. Und als er in dem Monat Dezember dreimal Weihen gehabt hatte, da starb er und wurde bei Peters Leichnam begraben, als er 4 Jahre, drei Monate, vier Tage gesessen war, und der Stuhl ruhte vier Tage. Im Jahr 5253 der Welt, im Jahr 154 nach Christus. Papst Pius, ein Italiener von Aquileia, lebte bis an die Zeit Kaiser Marcus Antoninus Verus'. Und er hatte eine große Gemeinschaft mit Hermas, der ein Buch mit dem Titel „Der Hirte“ bezeichnet geschrieben hat. Darin gebot ihm ein Engelchen in Gestalt und Person eines Hirten, allen Menschen zu raten, Ostern am Sonntag zu begehen, und das tat er. Des Weiteren setzte er fest, dass irgendein Ketzer aus der jüdischen Ketzerei nicht getauft werden sollte. Er hat auf Bitte der heiligen Frau Praxedis in der Ehre Pudentianas, ihrer Schwester, zu Rom an der Straße, die Patrizierstraße genannt wird, eine Kirche geweiht und mit vielen Gaben begnadet und daselbst oft Messen gehalten. Und allda einen Taufbrunnen geordnet. Und den Priestern eine Strafe auferlegt, die säumig in Handlung und Wandlung des Blutes und Leibes Christi etwas verunreinigen, mit dem Gebot, wohin etwas fällt, daselbst zu lecken. Aber als er noch großen Tugenden in dem Monat Dezember fünfmal 19 Priester, 29 Diakone, 10 Bischöfe geweiht hatte, starb er als ein Märtyrer Christi und wurde wie seine Vorfahren begraben, als er 11 Jahre, vier Monate, drei Tage gesessen war, und der Stuhl ruhte 13 Tage. Blatt 112 der Welt. Hadrian, zugenannt Aelius, der 15. römische Kaiser, des älteren Ursprungs aus den Picenern und des jüngeren aus den Hispaniern, ist von Domitia Paulina, seiner Mutter, zu Rom geboren und im zehnten Jahr seines Alters seines Vaters beraubt worden. Und er hatte Trajan und Caelium zu Vormündern und Pflegern. Er war in griechischer Lehre so geschickt, dass er von etlichen „Graeculus“, das ist „kleiner Grieche“, genannt wurde. Im 15. Jahr kehrte er wieder heim und begab sich in die Ritterschaft. Darnach wurde er von Trajan von daheim weggeführt und für seinen Sohn gehalten. Und nach empfangenem Kaisertum unter den besten Kaisern billig gezählt. Dieser war erstlich den Christen widerwärtig und zuletzt nach Erkenntnis ihrer Geistlichkeit und Güte ihnen gegenüber ein besonderer Wohltäter. So hatte er sich dem römischen Volk so wohl verdient, dass er ein Vater des Vaterlandes genannt wurde, denn er war freigebig, prächtig, mild und in beiden Sprachen, des Griechischen und Lateinischen, erfahren, und der Kunst der Musik und Arznei fast wohl wissend. Er hat den Athenern auf ihr Begehren aus der Meinung Drakons und Solons Gesetze gemacht und eine merkliche Bibliothek gegeben. Und zu Rom eine Brücke seines Namens und auch ein Grab im Vatikan bei der Tiber aufgerichtet, jetzt die Engelsburg genannt. Und sonst viele andere Dinge wunderbar erbaut und zuvor in dem jüdischen Land die Stadt Jerusalem, die von Titus zerstört war, an Zinnen und Gebäuden verbessert, erweitert. Und die Stätte des Leidens unseres Herrn Jesus Christus mit Zinnen eingefasst und die Stadt nach ihm Aelia genannt und geboten, dass keinem Juden, sondern allein den Christen hineinzugehen Macht und Gewalt gegeben werden sollte. Und als er zuletzt mit schwerer Krankheit beladen ward, hat er Antoninus Pius zu seinem Nachfolger gewünscht und ist im 22. Jahr seines Kaisertums und im 72. seines Alters gestorben und war von Person ein gerader Mann, zierlicher Gestalt und eines langen Bartes. Antoninus Pius, der 16. römische Kaiser, hat mitsamt seinen Söhnen Aurelius und Lucius das Kaisertum empfangen. Und er war der Mann der Tochter des vorgenannten Kaisers Hadrian und sein adoptierter Sohn.