Sechstes Alter · Nürnberg 1493, Hartmann Schedel, Übersetzung Georg Alt, Druck Anton Koberger
Das sechst alter Gensericus der konig Gensericus ein konig des volcks wandalorum hat in mitter zeit seins regirens die hispanier. gallier vnd roemer zertrennet. Aber als Bonifacius der graff ein verweser affrice vnd sand Augustins liebhaber sich besorget affricam nit zebehalten do hat er zu verderbnus gemayns nutzs das volck alanorum vnd wandalorum mit Genserico irem konig die von den hispaniern außgefordert waren in affricam einziehen lassen. die haben schier gantz affricam mit mord. prand vnd rawb grawsamlich verwueestet vnd darzu den cristenlichen glawben mit arrianischer ketzerey verkeret. vnd ettlich rechtglawbende cristenlich bischof in das ellend verschickt. Jn diser vngestuemigkeit ist sant augustin der bischoff zu hyppone dz er den fal seiner statt nit sehe am dritten monat irer belegerung zu christo auffgefarñ. Darnach hat gensericus die statt carthago in betrieglicher gestalt eins frids verfolget. die burger daselbst mit mancherlay geschlecht der marter geengstigt. inen ire hab vnd gueeter genomen. vnd sich auch von berawbung der kirchen nicht enthalten. Also wardt carthago von den wandalis gefangen. als dieselb statt. iar vnder der Roemer gehorsam gewesen was. Jn dem nachfolgenden iar rayset er in siciliam. die betrueebet er mit vil iamers vnd bekuemernus. Deßgleichen tetten auch die voelcker pictaniorum vnd scotorum die innseln brittanniam bekuemerende. Nw wardt einer genannt etius gar ein starck vnnd kriegßlewftig man von den brittanniern zu hilff gefordert. der hat die burgundier. die deßmals erstlich new aufruor gemacht hetten mit kriegs verfolgung gestillet. vnd die francken die widerumb am reyn saßen vnd galliam vberziehen wolten mit großer schlacht vberwunden vnd wider in teuetsche land getriben. vnd wider die alanos einen heftigen krieg angefangen. vnd auß anhang vnd kuntschaft der konig vnnd voelcker an der thonaw wonende. die hunos welsche land zeuerfolgen erster angeraytzt. Vnd nach dem nw die fuernamern vnd voerdern in brittannia. als die die der roemischen gesetz vnd sitten gewont hetten. die grobheit der pictaniorum vnnd scotorum nit leyden mochten. do sendeten sie zu disem Etium ine vmb hilff anruoeffende. den lihe etius ein schar volcks das schiffet vber meer vnd vertribe das grob volck mit großer schlacht. Als aber die brittannier von Etio verlaßen warden do begerten sie hilff von den englischen vnd sachsen. derselben empfunden sie mer als feind denn als helffer. dann sie warden von ine verdrucket vnd verloren ir vaterland vnnd auch iren namen. Athila der konig ein gaysel gottes Athila auß scithia was ein konig der hunorum. sein vater hieß mundizicus. dess brueder warn ottar vnd rhoas die vor athila sollen geregirt haben. nach derselben abgang wardt er mit Bleda seinem bruder ein nachkomen im konigreich hunorum. Athila was ein man hohfertiger geperde. sein gesyht hin vnd heer vmbwerffende. also das sein hohtragende machtigkeit auch in bewegnus seins leibs erschine. Er wz ein liebhaber der krieg. aber doch nit fast milter sunder massiger hannd. tueglicher rate. erpittlich. kurtzs leibs. weyter prust. groß hawbts kleiner augen. duenns parts mit groen harlein besprengt. gedruckter nasen. schwartzer farb. die zaichen seins vrsprungs vor ime tragende. Er hat Bledam seinen bruder der eins gueetigern gemueets was durch arglistigkeit vmbracht. vnd ime die konig der ostrogothorum mer vndertanig dann gesellisch gemacht. Vnd nit allein auß scithia. sunder an der thonaw weyt vnnd prayt bey fuenffhundert tausent weppner auffgebracht vnd außgefueert. Mit solchem heer vnd mit auch dem volck das in dem streyt der cathelanischen felder vber bliben was vndestuond er sich welsch land zeueberziehen. vnd hat den heerzug erstlich gein den gegenten des kriechischen lannds gestellt vnnd vil treffenlicher stet deßmals in des kaisers Marciani versorgknus wesende zerruedet vnnd verprennt. vnd fueroan auff die welschen grenitz gerayset. aquileyam belegert. vber kurtz darnach erobert. vnnd daneben die vnbefestigten stett derselben gegent bestritten. vnnd dannoch die statt rom vmbgekert. vnd fuertter an die stett padua. vincentiam. veronam oder berñ. maylannd vnd papiam gefangen. Nw warteten die roemischen vnd andere voelcker in welschem land mit großem schrecken vnd forchten des wueetrichs athila. der sich ain gaisel gottes vnd einen schrecken der volcker nennet vnd auch das mit der that erzaiget. do zohe babst Leo der erst auff vermanung des kaisers valentiniani dem athila entgegen. der vberredet ine das er zusaget welsche land zemeyden vnd wider anheyms zeziehen. Dess verwunderet sich sein heer. Aber den die ine der vrsach fragten sol er (als man sagt) geanwurt haben. das er solchs gethan het nit auß bewegnus des babsts sunder zwayer mann die mit außgezogen schwertern bey ime gestanden werñ. vnd ime vnd seinem heer den tod gedroet hetten. vnd man glawbt das dise zwen gewesen seyen petrus vnnd paulus. Solcher maß wardt athila von seiner grimmigkeit gewendt anheyms ziehende. VEnedig die statt hat diser zeit des grawsamen vberzugs des vueetrichs athile merckliche auffung vnd vrsprung genomen. dann als das geschray vnd schrecke in das volck der gegent Venedig durch belegerung der statt aquileye kom. do fluhe das volck in derselben gegent ab dem land in das wasser hineyn do yetzo die statt Venedig ist. Also das on zweifel auß goettlicher gabe dise statt an dem ort zu guter auffung pald kuenstig furgenomen ist. das in fridsamen sachen kein menschliche kluogheit erwelet het. Man sagt das zu diser zeit der tewfel in gestalt der person moysi vil iuden betrogen hab. dann er verhieße inen das er sie zu gleichnus der alten histori auß der inseln creta in das gelobt landt mit trucken fuoß durch das meer fueern wolt. Aber vil auß inem dem falschen moysi nachfolgende ertrancken darinn. vnd komen allain die daruon die christum waren got glawbten. Blat CXXXVIII der werlt Concili zu Calcedonia DAs vierd gemayn concili zu calcedonia wardt von vic.xxx. bischoffen in disem iar auß macht babsts Leonis vnd kaisers marciani fuergenomen wider den constantinopolitanischen abbt euthicem der do irret christum nach menschlicher annemung nit auß zwayen naturen seyn. sunder allain in ime die goetlichen natur bleiben. Aber auß gemaynem beschluss der veter wardt erkant zeglawben das zwu natur in christo gewesen seyen vnd das derselb ainig christus got vnd mensch geglawbt werden solt. Demnach warden auch die ketzer nestoricus vnd eutices der manicheyschen bischoff verdambt vnd alle manicheysche ketzerbuecher offenlich verprennt vnd deßmals .xxviii. geistliche gesetz gemachet. Orosius PAulus orosius ein hispanier sant augustins iunger ein redsprechig man vnd ein erkenner vil dings ist diser zeit nach absterben Augustini gein rom komen vnd hat siben buecher wider die hayden gemacht vnnd darinn schier der gantzen werlt iamer. not vnd duerftigkeit vnd auch die vngeruosamkeit der krieg herwider gemeldet vnnd ein geschihtbuch von anbegynn der werlt bis auff sein zeit beschriben vnnd ormista das ist von duerftihkeit der werlt genennt. Diser wardt von augustino zu merer vnderrichtung zu sant iheronimo gein iherusalem gesendt. der hat widerhaymziehende ettliche sant Stephans des ersten martres gepayn erster in den nidergang der sunnen gebracht. Johannes damascenus Iohannes damascenus gar ein guoter und hohgelerter closterman vnd treffenlicher lerer der heiligen schrift. Ist (als ettlich maynen) zu disen zeiten gewesen. darumb das man find das er dem kaiser theodosio fast gehaym gewesen sey. vnd nach dem er nw ein fuernamer lerer heilliger schrift geachtet was so machet er vier buecher der hohensynn genant. darinn er vom glawben. von der menscheyt christi vnnd vom tawff wol schreibt. So hat er als ein hohgelerter sunst andere buecher mer beschriben. von des lobe vnd preys der lerer prudentius vil wunderwirdigs dings geschriben hat. Vrsula VRsula die gloriwirdig iunckfraw was geporn auß engelland ein einige tochter eins fuersten desselben lands fast schoen vnnd großmueetig. Diser iunckfrawen begeret eins konigs sun zu der ee. derselb was vnglawbig. aber sie riette irem vater das er des verwilligen solt mit dem geding das er ir zehen außerklawbt iung wolgestalt vnd edel iunckfrawen. vnd derselben yeder tawsend ander zugeben. vnnd zu aylfftawsent personen schiff machen vnd drey iar die hohzeit verziehen. Disen iunckfrawen wardt zugegeben Pontulus der bischoff zu Basel. der fueret sie gein rom. Darnach verließ Gerasina die konigin sicilie mit vier toechtern vnd eim sun ir reich vnd zohe mit sant vrsula bis in die marter. Also zohen sie mit dem babst Ciriaco von rom. Auff das aber das cristenlich wesin nit gemeret wuerdt so schriben maximus vnd affricanus die zwen hayden irem oeheim Julio dem fuersten der hunorum wenn dise menig gein Coelne koemen das sie die selben ertoedten solten. Also wardt sant vrsula mit eim pfeyl durchschossen vnd mit aylfftawsent iunckfrawen von den hunis vnder dem konig athila mit erwirdiger marter zu coelne bekroenet auff gein himel farende. Aber eine auß inen Cordula genant blib auß menschlicher forcht die nach im schiff. die eroeffnet sich am andern tag von got bestercket vnd wardt auch erschlagen vnd bekroenet. Merlinus DEr siben schlaffer leichnam. die vnder dem kaiser decio in einer gruoben verschloßen mit marter bekroenet worden sind. dise sind diser zeit von gott aufferweckt zu behoenung vnd belachung des irrthumbs der ihenen die der vrstend der todten laugneten. MErlinus ein namhaftiger weissag auß engelland hat diser zeit (als ettlich sagen) gelebt. Des muter was eins konigs tochter. die vnder ettlichen closterfrawen sant peters erzogen nye einichen man (als sie saget) erkennet het. Aber sie sprach yezuzeiten das sie gedaucht wie ein schoener man sie vmbfangen het der wer alßpald verschwunden. do het sie sich geschwengert empfunden. vnd zu letst disen Merlinum geporn. der wer darnach zu eim großen mann worden. Auß diss mans anlaytung hat vortigerius der konig der brittannier den cristenlichen glawben vberschwecklich gemeret. Des nachkomen was sein bruder des großen arturi vater. Diser merlinus eroeffnet vnnd verkuendet vil kuenftiger ding. vnd sunderlich das vnder eim grund do man keinen thurn pawen mocht ein see wer vnd vnder dem see weren zwen dracken.
Das sechste Zeitalter. Gensericus, der König, ein König des Volkes der Vandalen, hatte in der Mitte seiner Regierungszeit die Hispanier, Gallier und Römer zerrüttet. Als aber Bonifacius, der Graf, ein Verwalter Afrikas und Freund des heiligen Augustinus, besorgt war, Afrika nicht halten zu können, da ließ er zum Verderben des Gemeinwohls das Volk der Alanen und Vandalen mit Gensericus, ihrem König, die von den Hispaniern vertrieben worden waren, in Afrika einziehen. Diese verwüsteten fast ganz Afrika grausam mit Mord, Brand und Raub und verkehrten zudem den christlichen Glauben mit arianischer Ketzerei; und etliche rechtgläubige christliche Bischöfe schickten sie ins Exil. In dieser Ungestümigkeit ist der heilige Augustinus, der Bischof zu Hippo, im dritten Monat ihrer Belagerung zu Christus aufgefahren, damit er den Fall seiner Stadt nicht sehen möge. Danach hat Gensericus die Stadt Karthago unter dem trügerischen Schein eines Friedens verfolgt, die Bürger daselbst mit mancherlei Arten der Marter geängstigt, ihnen ihre Habe und Güter genommen und sich auch der Beraubung der Kirchen nicht enthalten. So wurde Karthago von den Vandalen eingenommen, nachdem dieselbe Stadt . Jahre unter der Herrschaft der Römer gewesen war. Im nachfolgenden Jahr reiste er nach Sizilien; dieses betrübte er mit viel Jammer und Bekümmernis. Desgleichen taten auch die Völker der Pikten und Skoten, die die Insel Britannien bekümmerten. Nun wurde ein Mann namens Aetius, ein sehr starker und kriegstüchtiger Mann, von den Britanniern zu Hilfe gerufen. Dieser hat die Burgunder, die damals erstlich neue Aufruhr gemacht hatten, mit Kriegsverfolgung gestillt; und die Franken, die wiederum am Rhein saßen und Gallien überziehen wollten, hat er mit großer Schlacht überwunden und wieder in deutsche Lande getrieben; und wider die Alanen hat er einen heftigen Krieg angefangen. Und durch den Anhang und die Kenntnis der Könige und Völker, die an der Donau wohnten, hat er die Hunnen zuerst angereizt, die welschen Länder zu verfolgen. Und nachdem nun die Vornehmsten und Vordersten in Britannien, als diejenigen, die der römischen Gesetze und Sitten gewohnt waren, die Grobheit der Pikten und Skoten nicht leiden mochten, da sandten sie zu diesem Aetius, ihn um Hilfe anrufend. Diesem lieh Aetius eine Schar Volkes, das über Meer schiffte und das grobe Volk mit großer Schlacht vertrieb. Als aber die Britannier von Aetius verlassen wurden, da begehrten sie Hilfe von den Angeln und Sachsen. Von diesen empfanden sie mehr als Feinde denn als Helfer, denn sie wurden von ihnen unterdrückt und verloren ihr Vaterland und auch ihren Namen. Attila, der König, eine Geißel Gottes. Attila aus Skythien war ein König der Hunnen. Sein Vater hieß Mundzuk; dessen Brüder waren Octar und Rua, die vor Attila regiert haben sollen. Nach deren Abgang wurde er mit Bleda, seinem Bruder, ein Nachkomme im Königreich der Hunnen. Attila war ein Mann hochmütiger Gebärde, sein Gesicht hin und her umwerfend, sodass seine hochtönende Mächtigkeit auch in der Bewegung seines Leibes erschien. Er war ein Liebhaber der Kriege, aber doch nicht sehr milde, sondern von mäßiger Hand, tugendhaften Rates, unerbittlich; von kurzem Leib, breiter Brust, großem Haupt, kleinen Augen, dünnem Bart, mit grauen Härchen besprengt, gedrückter Nase, schwarzer Farbe, die Zeichen seines Ursprungs vor ihm tragend. Er hat Bleda, seinen Bruder, der eines gütigeren Gemütes war, durch Arglistigkeit umgebracht und ihm die Könige der Ostrogoten mehr untertänig als gesellig gemacht. Und nicht allein aus Skythien, sondern an der Donau weit und breit etwa fünfhunderttausend Wappner aufgebracht und ausgeführt. Mit solchem Heer und auch mit dem Volk, das in dem Streit der Katalaunischen Felder übrig geblieben war, unternahm er es, welsches Land zu überziehen. Und hat den Heereszug erstlich gegen die Gegenden des griechischen Landes gestellt und viele treffliche Städte, die damals in der Obhut des Kaisers Marcian waren, zerrüttet und verbrannt. Und fürderhin auf die welschen Grenzen gereist, Aquileia belagert, über kurz danach erobert und daneben die unbefestigten Städte derselben Gegend bestritten; und dennoch ist er vor der Stadt Rom umgekehrt und hat fürder die Städte Padua, Vicenza, Verona oder Bern, Mailand und Pavia gefangen. Nun warteten die römischen und andere Völker im welschen Land mit großem Schrecken und Furcht des Wüterichs Attila, der sich eine Geißel Gottes und einen Schrecken der Völker nannte und das auch mit der Tat zeigte. Da zog Papst Leo der Erste auf Ermahnung des Kaisers Valentinian dem Attila entgegen. Dieser überredete ihn, dass er zusagte, welsches Land zu meiden und wieder heimzuziehen. Dess verwunderte sich sein Heer. Aber denen, die ihn nach der Ursache fragten, soll er (wie man sagt) geantwortet haben, dass er solches getan hätte, nicht aus Bewegung des Papstes, sondern zweier Männer wegen, die mit ausgezogenen Schwertern bei ihm gestanden wären und ihm und seinem Heer den Tod gedroht hätten; und man glaubt, dass diese zwei Petrus und Paulus gewesen seien. Solchermaßen wurde Attila von seiner Grimmigkeit abgewendet, heimziehend. Venedig, die Stadt, hat zu dieser Zeit des grausamen Überzugs des Wüterichs Attila merklichen Anfang und Ursprung genommen. Denn als das Geschrei und der Schrecken durch die Belagerung der Stadt Aquileia in das Volk der Gegend Venedig kam, da floh das Volk in derselben Gegend vom Land in das Wasser hinein, wo jetzt die Stadt Venedig ist. Also dass ohne Zweifel aus göttlicher Gabe diese Stadt an dem Ort zu gutem Anfang bald künftig vorgenommen ist, was in friedlichen Sachen keine menschliche Klugheit erwählt hätte. Man sagt, dass zu dieser Zeit der Teufel in Gestalt der Person des Moses viele Juden betrogen habe, denn er verhieß ihnen, dass er sie, nach Gleichnis der alten Historie, von der Insel Kreta in das Gelobte Land mit trockenen Füßen durch das Meer führen wollte. Aber viele von ihnen, dem falschen Moses nachfolgend, ertranken darin; und es kamen allein die davon, die Christus als Gott glaubten. Blatt CXXXVIII des Weltkonzils zu Chalcedon. Das vierte allgemeine Konzil zu Chalcedon wurde in diesem Jahr von 630 Bischöfen, aus Macht Papst Leos und Kaiser Marcian, vorgenommen wider den konstantinopolitanischen Abt Eutyches, der irrte, Christus nach menschlicher Annahme nicht aus zwei Naturen sein zu lassen, sondern allein in ihm die göttliche Natur bleiben zu lassen. Aber aus gemeinem Beschluss der Väter ward erkannt zu glauben, dass zwei Naturen in Christus gewesen seien und dass derselbe einzige Christus Gott und Mensch geglaubt werden sollte. Demnach wurden auch die Ketzer Nestorius und Eutyches, die manichäischen Bischöfe, verdammt und alle manichäischen Ketzerbücher öffentlich verbrannt und damals 28 geistliche Gesetze gemacht. Orosius. Paulus Orosius, ein Hispanier, Jünger des heiligen Augustinus, ein redegewandter Mann und ein Kenner vieler Dinge, ist zu dieser Zeit nach dem Absterben Augustins nach Rom gekommen und hat sieben Bücher wider die Heiden gemacht und darin schier der ganzen Welt Jammer, Not und Dürftigkeit und auch die Ungeruhsamkeit der Kriege wieder gemeldet und ein Geschichtsbuch vom Anbeginn der Welt bis auf seine Zeit beschrieben, und „Ormista“, das ist von du...