Schedelsche Weltchronik · Blatt 186

Sechstes Alter · Nürnberg 1493, Hartmann Schedel, Übersetzung Georg Alt, Druck Anton Koberger

Schedelsche Weltchronik Blatt 186, linke Seite Schedelsche Weltchronik Blatt 186, rechte Seite
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Transkription (Frühneuhochdeutsch, 1493)

Das sechst alter Iar der werlt .vim.iic.iii.Iahr christi .im.iiii. Iohannes der .xix IOhannes der .xix. ein roemer kom in mueessigkeit in den babstthumb vnd hanndlet nichts gedechtnus wirdigs vnd starb im fuenften iar seins babstthumbs. Sergius der vierdt SErgius der vierd auch ein roemer nach dem benanten Johanne babst erkorn was eins helligen lebens vnd angenems wandels. auch vor. vnd in dem babstthumb. gein den armen mylt. gein den freuenden vnd dienstpern wunsam. gein den straflichen senftmuettig. gein den vngehorsamen sytsam. vnd solcher kluogheit vnnd fuersichtigkeit das in allem seinem babstthumb nichtz gehandelt wardt darinn er als versewmlich oder schuldig het muegen geachtet werden. dann er keret (als denn die bischoff alle billich thun solten) alles sein gemueet hin zu got. alle ding vorbetrachtlich vnd wolhanndlende auß seiner angepornen natur vnd guotsittigkeit. Auß diss babsts rat vnd vermanung haben die welschen fuersten diser zeit in kraft gemayner puentnus die sie miteinander macheten die sarracen in kurtzer weil auß sicilia vertriben. Dieweil die ding in welschem land vnd in apulia also gehandelt wurden vnd in welschem land vnd schier in aller werlt tewrung vnd sterben herrschet do starb diser heilligst Sergius. im dritten iar seins babstthumbs. vnnd ruoet der stuol darnach acht tag. Jar der werlt .vim.iic.xiii.Jar christi .im.xiiii. Benedictus der acht BEnedictus der acht ein tusculaner hat nach angang seins babstthumbs kayser heinrichen den andern nach aufsatzung babsts Gregorii des fuenften mit der kron des kaiserthumbs begabet. vnd sich in allen sachen darnach desselben kaisers schutzs vnnd schirms gepraucht. Aber er wardt nach absterben desselben seins beschirmers des babstlichen stuols entsetzet vnd ein andrer an sein statt geordnet. doch vertruoge er sich mit seinen widersachern vnd ihener babst wardt außgetriben vnd diser Benedictus wider eingesetzt. Vnlang darnach im .xii. iar seins babstthumbs starb er. Ettlich sagen. vnnd sunderlich Damianus der lerer das ein bischoff disen Benedictum auff eim schwartzen pferd sitzende eins tags in einer aynoede gesehen vnd gefragt hab. auß was vrsachen er also auff eim schwartzen pferdt ryte. do hab benedictus gesprochen. wie er so gar swerlich gepeinigt wuerdt. vnnd dem bischoff ein ende gezaigt dohin benedictus ettlich gelt verborgen het. vnd an den bischof begeret solch gelt in seinem namen den armen zeraichen. dann was gelts vormals in gestalt des almuosens gegeben worden wer das wer ime nit ersprießlich gewesen darumb das es auß rawberey eroberet wer worden. dem thet der bischoff volg vnd verließ alßpald auch sein bistthumb vnd vnderstuond sich eins cloesterlichen lebens. Johannes der .xx. JOhannes der .xx. ein roemer wardt zu babst zu der zeit als cunrat an des gestorben kaiser Heinrichs statt kayser erkorn wardt. von dem er darnach die kaiserlichen kron empfieng. der dann von den roemern nachfolgend mit auffruor vnd oeffenlichen kriegen angefochten vnd durch desselben kaiser cunrats macht vnd gewalt erledigt wardt mit bedroung wo die roemer den babst zebekuemmern nit vermeyden woelten das er inen den tod vnd außtilgung zufueegen woelt. Er starb im .xii. iar seins babstthumbs. Jar der werlt .vim.iic.xxiii.Jar christi .im.xxiiii. Benedictus der .ix. BEnedictus der .ix. ein tusculaner wardt als ein vntuechtig. vnachtwirdig vnd vnwitzig mensch von den roemern auß dem babstlichen suol geworffen vnd iohannes der sabinisch bischoff. darnach Siluester der drit genant an sein stat genomen. vnd doch nach .xlix. tagen wider außgetriben vnd Benedictus widerumb eingesetzt. Vber wenig tag darnach hat diser Benedictus auß besorgknus voriger geferlichkeit einem ertzdiacon iohannes genant des babstthumbs freylich abgetretten. Oder (als ettlich sagen) den verkauft. darumb ist diser benedictus billich von aller menigclichem beschuldigt vnd auß goettlichem gericht verdambt. vnd nach seinem todt ettlichen menschen in grawsamer erschroeckenlicher gestalt sein vbeltat klagende erschynen. darumb entstuond auch die .xiiii. zwayung vol schand vnd ergernus zwischen disem benedicto vnnd andern. der werlt Blat CLXXXVI Linea der kaiser: Heinrich der ander, Sant Kuenegund HEinrich der ander ein hertzog zu bayern ist in dem iar der menschwerdung christi tausent vnd drey nach absterben kaysers otten des dritten durch die teuetschen churfuersten sich erstlich irs verlihnen rechtens der chur geprauchende zu kaiser erkorn worden vnd hat .xxii. iar geregirt. vnd wiewol er von ettlichen geschihtbeschreibern fuer den ersten Heinrichen gezelt wuerdt so sind doch ettliche sein schriften vnd brieff zu babenberg gesehen worden darinn er sich Heinrichen den andern geschriben hat. Darzu so wirdt er auch von ettlichen geschihtbeschreibern Heinrich der ander genant. vnd diser zal woellen wir vns auch in den nachfolgenden beschreybungen halten. Sein zukunft in welsche land verzohe sich auf .xii. iar von vil krieg wegen. die er mit den gallis vnd mit den von metz het. Darnach wardt er zu eim koenig des reichs von Willigiso dem Mayntzischen bischoff gesalbet. Er hat ime die Winden zinsper gemacht. Darnach von babst Benedicto dem achten die kaiserlichen bekroenung empfangen. vnd seinen ersten heerzug gein capuam gefueert vnd die sarracen darauß vertriben. vnd die statt Troiam in den enden apulie gelegen von den burgern eingenomen. darueber laystbuergen empfangen vnd sich widerumb gein rom gefueegt. Diser kaiser Heinrich wz ein fast cristenlicher fuerst vnd heilliger man. der mit kuenegunda seiner gemahel die iunckfrawschafft oder himlische keueschheit hielt. vnd auß irer beder rat vnd anraytzung warden koenig Stephan zu hungern vnd sein vnderworffens volck zum cristenlichen glawben bekeret. dann er vermehelt sein schwester demselben koenig. Nw lebet er also kewschlich vnd heilligclich mit seiner gemahel das ir yedes in dem tod an wunderzaichen leuechtet. dann sie ließen in irem leben nichtz zu goetlicher ere gehoerigs vnderwegen. vnd stifteten das babenbergisch bischofthumb. dasselb mit vil guettern vnd zierden begabende. vnd auch die bischoflichen stifte Hyldeßheim (alda er von kind auff erzogen vnd gelert ward) Magdeburg Straßburg Meichsen Mersenburg (die von den nahend geseßnen winden zerruedet waren) wider auffgerichtet. Zu letst nach vil kriegen in beheym. teuetschemland. vnd in welschem land geuebet starb er an vil wunderzaichen nach seinem tod scheynende. Cunrat der ander COnradus der ander vom vrsprung ein schwab. oder (als ander woellen) von gepurt ein franckreichischer. vnd auß der muoter von den ersten Franckreichischen koenigen (die von Troya komen) entspringende wardt nach absterben kaiser Heinrichs von den churfuersten in teuetschen lannden koenig erkorn. der dann dauor vnder kaiser Heinrichs ritterschaft ein hawbtman gewesen was. Diser koenig Cunrat verweylet sein zukunft in welsche land schier drey iar. In mittler zeit macheten die welschen fuersten vnnd voelcker wider disen cunraten ein puentnus also. wenn er in welsche land koeme das sie ine mit gewappenter hand außtreiben wolten. Do solchs an ine gelanget do fueret er ein groß heer in welsche land. Vnd als ime aber zu mayland widerstand beschahe do verheeret vnd verwueestet er die landschaft darumb vnd belegeret die stat mit bedroung nit abzeziehen bis er die statt verprennet vnd geebnet het. Als aber der ertzbischoff zu Coelne am heilligen pfingsttag in einer kirchen nahend bey der statt das ambt der heilligen mess hielt vnd durch den gaist gesehen vnd disem Cunraten gesagt das sant Ambrosius der patron daselbst den teuetschen die außtilgung oder den tod gedroet het wo sie nit abzuehen. do brache er mit seim heer auff zohe gein rom vnd empfienge die kaiserlichen kron. zwischen Eudonem dem englischen vnd rudolffum dem burgundischen koenigen Darnach zohe er auß rom vnd ließ welsche land befridet vnd zohe wider die winden vnd hungern die bestritte er. vnd starb zu letst in nidern vttrich im .xvii. iar seins reichs. right Im dritten iar kaiser Heinrichs erschine ein scheuehlicher comet hyn vnd her flammen vmb sich strewende. Item im sibenden iar desselben kaisers wardt die sunn verfinstert vnd der mond pluotfar gesehen. vnd beschahe ein großer erdpidem. So fyel ein prinnende fackel oder seuln gleich wie ein thurn mit großem hal von himel. So wardt ein prunn in dem lothringischen land in pluot gekert kuenftigen iamer hungers vnd sterbens fuerkuendende. dann darauff kom schier in aller werlt ein solche tewrung vnd pestilentz das in welschen landen mer lewt mit tod vergiengen dann lebendig bliben.

Moderne Übersetzung

Das sechste Zeitalter. Jahr der Welt 6203, Jahr Christi 1004. Johannes der Neunzehnte, ein Römer, gelangte ohne große Mühe zum Papsttum und handelte nichts Denkwürdiges und starb im fünften Jahr seines Papsttums. Sergius der Vierte, auch ein Römer, wurde nach dem genannten Johannes zum Papst erwählt. Er war eines heiligen Lebens und angenehmen Wandels, sowohl vor als auch im Papsttum: den Armen gegenüber milde, den Freunden und Dienstbaren wohlgesonnen, den Strafbaren sanftmütig, den Ungehorsamen besonnen. Und von solcher Klugheit und Vorsicht, dass in seinem ganzen Papsttum nichts gehandelt wurde, worin er als nachlässig oder schuldig hätte angesehen werden können. Denn er kehrte (wie es denn alle Bischöfe billigerweise tun sollten) all sein Gemüt hin zu Gott, alle Dinge vorausschauend und wohlhandelnd aus seiner angeborenen Natur und Tugend. Aus dieses Papstes Rat und Ermahnung haben die italienischen Fürsten dieser Zeit kraft eines gemeinsamen Bündnisses, das sie miteinander schlossen, die Sarazenen in kurzer Zeit aus Sizilien vertrieben. Während die Dinge im welschen Land und in Apulien so gehandelt wurden und im welschen Land und fast in aller Welt Teuerung und Sterben herrschte, da starb dieser heiligste Sergius im dritten Jahr seines Papsttums, und der Stuhl ruhte danach acht Tage. Jahr der Welt 6213, Jahr Christi 1014. Benedikt der Achte, ein Tusculaner, hat nach Antritt seines Papsttums Kaiser Heinrich den Zweiten nach der Ordnung Papst Gregors des Fünften mit der Krone des Kaisertums begabt und sich in allen Sachen danach des Schutzes und Schirms desselben Kaisers bedient. Aber er wurde nach dem Absterben desselben seines Beschirmers des päpstlichen Stuhls entsetzt und ein anderer an seine statt gesetzt. Doch vertrug er sich mit seinen Widersachern, und jener Papst wurde ausgetrieben und dieser Benedikt wieder eingesetzt. Unlängst danach, im zwölften Jahr seines Papsttums, starb er. Etliche sagen, und besonders Damianus der Lehrer, dass ein Bischof diesen Benedikt eines Tages in einer Einöde auf einem schwarzen Pferd sitzend gesehen und gefragt habe, aus welchen Ursachen er so auf einem schwarzen Pferd reite. Da habe Benedikt gesprochen, wie er so gar schwerlich gepeinigt werde, und dem Bischof einen Ort gezeigt, wohin Benedikt etliches Geld verborgen hatte, und den Bischof gebeten, solches Geld in seinem Namen den Armen zu reichen. Denn was Geldes vormals in Gestalt des Almosen gegeben worden wäre, das wäre ihm nicht ersprießlich gewesen, darum, dass es aus Räuberei erobert worden wäre. Dem tat der Bischof Folge und verließ alsbald auch sein Bistum und unterzog sich eines klösterlichen Lebens. Johannes der Zwanzigste, ein Römer, wurde zum Papst zu der Zeit, als Konrad an des gestorbenen Kaisers Heinrichs statt zum Kaiser erwählt wurde, von dem er danach die kaiserliche Krone empfing. Der dann von den Römern nachfolgend mit Aufruhr und öffentlichen Kriegen angefochten und durch desselben Kaisers Konrads Macht und Gewalt befreit wurde, mit der Drohung, dass er ihnen Tod und Ausrottung zufügen würde, wenn die Römer nicht davon abließen, den Papst zu behelligen. Er starb im zwölften Jahr seines Papsttums. Jahr der Welt 6223, Jahr Christi 1024. Benedikt der Neunte, ein Tusculaner, wurde als ein untüchtiger, unwürdiger und unvernünftiger Mensch von den Römern aus dem päpstlichen Stuhl geworfen, und Johannes, der sabinische Bischof, danach Silvester der Dritte genannt, an seine statt genommen. Und doch nach 49 Tagen wieder ausgetrieben und Benedikt wiederum eingesetzt. Über wenige Tage danach hat dieser Benedikt aus Besorgnis voriger Gefährlichkeit einem Erzdiakon namens Johannes das Papsttum freiwillig abgetreten. Oder (wie etliche sagen) es verkauft. Darum ist dieser Benedikt billig von aller Menschenmenge beschuldigt und aus göttlichem Gericht verdammt, und nach seinem Tod etlichen Menschen in grausamer, erschrecklicher Gestalt seine Übeltat klagend erschienen. Darum entstand auch die 14. Spaltung, voll Schand und Ärgernis, zwischen diesem Benedikt und anderen. Der Welt Blatt 186, Zeile der Kaiser: Heinrich der Zweite, Sankt Kunigunde. Heinrich der Zweite, ein Herzog zu Bayern, ist im Jahr der Menschwerdung Christi 1003, nach Absterben Kaisers Ottos des Dritten, durch die deutschen Kurfürsten, die sich erstmals ihres verliehenen Rechts der Kur bedienten, zum Kaiser erwählt worden und hat 22 Jahre regiert. Und wiewohl er von etlichen Geschichtsschreibern für den ersten Heinrich gezählt wird, so sind doch etliche seiner Schriften und Briefe zu Bamberg gesehen worden, darin er sich Heinrich den Zweiten geschrieben hat. Dazu so wird er auch von etlichen Geschichtsschreibern Heinrich der Zweite genannt, und dieser Zählung wollen wir uns auch in den nachfolgenden Beschreibungen halten. Sein Kommen in welsche Lande verzögerte sich auf 12 Jahre wegen vieler Kriege, die er mit den Galliern und mit denen von Metz hatte. Danach wurde er zu einem König des Reiches von Willigis, dem Mainzer Bischof, gesalbt. Er hat ihm die Wenden zinsbar gemacht. Danach von Papst Benedikt dem Achten die kaiserliche Krönung empfangen und seinen ersten Heereszug gen Capua geführt und die Sarazenen daraus vertrieben. Und die Stadt Troia, in den Gegenden Apuliens gelegen, von den Bürgern eingenommen, darüber Geiseln erhalten und sich wiederum gen Rom begeben. Dieser Kaiser Heinrich war ein sehr christlicher Fürst und heiliger Mann, der mit Kunigunde, seiner Gemahlin, die Jungfräulichkeit oder himmlische Keuschheit hielt. Und aus beider Rat und Anreizung wurden König Stephan zu Ungarn und sein unterworfenes Volk zum christlichen Glauben bekehrt, denn er vermählte seine Schwester demselben König. Nun lebte er also keuschlich und heiliglich mit seiner Gemahlin, dass jedes von ihnen im Tod an Wunderzeichen leuchtete. Denn sie ließen in ihrem Leben nichts zu göttlicher Ehre Gehöriges unterwegen und stifteten das Bamberger Bistum, dasselbe mit vielen Gütern und Zierden begabend. Und auch die bischöflichen Stifte Hildesheim (wo er von Kind auf erzogen und gelehrt wurde), Magdeburg, Straßburg, Meißen, Merseburg (die von den nahe ansässigen Wenden zerstört waren) wieder aufgerichtet. Zuletzt, nach vielen Kriegen, die er in Böhmen, Deutschland und im welschen Land geführt hatte, starb er, wobei nach seinem Tod viele Wunderzeichen erschienen. Konrad der Zweite, vom Ursprung her ein Schwabe, oder (wie andere wollen) von Geburt ein fränkischer, und mütterlicherseits von den ersten fränkischen Königen (die von Troja kamen) abstammend, wurde nach Absterben Kaiser Heinrichs von den Kurfürsten in deutschen Landen zum König erwählt, der dann zuvor unter Kaiser Heinrichs Ritterschaft ein Hauptmann gewesen war. Dieser König Konrad verweilte sein Kommen in welsche Lande schier drei Jahre. In mittlerer Zeit machten die welschen Fürsten und Völker wider diesen Konrad ein Bündnis also: wenn er in welsche Lande käme...

Anmerkungen

.vim.iic.iii.
römisch für 6203
.im.iiii.
römisch für 1004
.xix.
römisch für 19
.vierd
römisch für 4
wunsam
historisches dt. für 'wohlwollend', 'angenehm'
sytsam
historisches dt. für 'sittsam', 'besonnen'
guotsittigkeit
historisches dt. für 'gute Sitten', 'Tugend'
welschen fuersten
historische Bezeichnung für 'italienische Fürsten'
sarracen
historische Bezeichnung für 'Sarazenen' (muslimische Völker)
sicilia
Sizilien
welschem land
historische Bezeichnung für 'Italien'
apulia
Apulien
tewrung vnd sterben
historisches dt. für 'Teuerung und Pest/hohe Sterblichkeit'
.vim.iic.xiii.
römisch für 6213
.im.xiiii.
römisch für 1014
.acht
römisch für 8
tusculaner
Bewohner von Tusculum, einer antiken Stadt in Latium, Italien
kayser heinrichen den andern
Kaiser Heinrich II. (973–1024), römisch-deutscher Kaiser
babsts Gregorii des fuenften
Papst Gregor V. (ca. 972–999), Papst von 996 bis 999
.xii.
römisch für 12
Damianus der lerer
Petrus Damiani (1007–1072), italienischer Kardinalbischof, Kirchenlehrer
aynoede
historisches dt. für 'Einöde', 'einsamer Ort'
almuosens
historisches dt. für 'Almosen'
ersprießlich
historisches dt. für 'nützlich', 'heilsam'
rawberey eroberet
historisches dt. für 'durch Raub erworben'
.xx.
römisch für 20
cunrat
Konrad II. (ca. 990–1039), römisch-deutscher Kaiser
kaiser Heinrichs
Kaiser Heinrich II. (973–1024), römisch-deutscher Kaiser
zebekuemmern
historisches dt. für 'behelligen', 'belästigen'
.vim.iic.xxiii.
römisch für 6223
.im.xxiiii.
römisch für 1024
.ix.
römisch für 9
vnwitzig
historisches dt. für 'unwissend', 'unvernünftig'
sabinisch bischoff
Bischof von Sabina (eine historische Region in Latium, Italien)
Siluester der drit
Silvester III. (gest. 1046), Papst im Jahr 1045
.xlix.
römisch für 49
ertzdiacon iohannes
Archidiakon Johannes, später Papst Gregor VI. (gest. 1046)
menigclichem
historisches dt. für 'jedermann', 'der Menge'
.xiiii.
römisch für 14
zwayung
historisches dt. für 'Spaltung', 'Schisma'
CLXXXVI
römisch für 186
Sant Kuenegund
Heilige Kunigunde von Luxemburg (ca. 975–1033), Gemahlin Heinrichs II.
hertzog zu bayern
Herzog von Bayern
menschwerdung christi tausent vnd drey
Jahr 1003
kaysers otten des dritten
Kaiser Otto III. (980–1002), römisch-deutscher Kaiser
teuetschen churfuersten
historische Bezeichnung für 'deutsche Kurfürsten'
verlihnen rechtens der chur
historisches dt. für 'verliehenes Wahlrecht'
.xxii.
römisch für 22
babenberg
Bamberg
gallis
historische Bezeichnung für 'Gallier', 'Franzosen'
metz
Metz
Willigiso dem Mayntzischen bischoff
Willigis (ca. 940–1011), Erzbischof von Mainz
Winden
historische Bezeichnung für 'Wenden' (westslawische Völker)
zinsper
historisches dt. für 'zinsbar', 'tributpflichtig'
babst Benedicto dem achten
Papst Benedikt VIII. (gest. 1024), Papst von 1012 bis 1024
capuam
Capua
Troiam
Troia (Stadt in Apulien, Italien)
laystbuergen
historisches dt. für 'Geiseln'
rom
Rom
kuenegunda
Kunigunde von Luxemburg (ca. 975–1033), Gemahlin Heinrichs II.
iunckfrawschafft oder himlische keueschheit
historisches dt. für 'Jungfräulichkeit oder himmlische Keuschheit' (gemeint ist eine Josefsehe)
koenig Stephan zu hungern
König Stephan I. von Ungarn (ca. 969–1038), erster König Ungarns
hungern
Ungarn
leuechtet
historisches dt. für 'leuchtete', 'glänzte'
babenbergisch bischofthumb
Bistum Bamberg
Hyldeßheim
Hildesheim
Magdeburg
Magdeburg
Straßburg
Straßburg
Meichsen
Meißen
Mersenburg
Merseburg
zerruedet
historisches dt. für 'zerstört', 'verwüstet'
beheym
Böhmen
teuetschemland
Deutschland
geuebet
historisches dt. für 'geübt', 'geführt'
franckreichischer
historisches dt. für 'fränkisch'
Franckreichischen koenigen (die von Troya komen)
Mythische Abstammung der fränkischen Könige von den Trojanern
churfuersten
Kurfürsten
teuetschen lannden
deutsche Lande
welschen fuersten vnnd voelcker
historische Bezeichnung für 'italienische Fürsten und Völker'