Sechstes Alter · Nürnberg 1493, Hartmann Schedel, Übersetzung Georg Alt, Druck Anton Koberger
Das sechst alter Linea der bebst // Johannes der .xxiii. Jar der werlt .vim.vic.ix.Jar Cristi .im.iiiic.x. JOhannes diss namens der .xxiii. von Neapolis ein wolgeporner man dauor baldesar cossa genant ein cardinal wardt in disem iar nach absterben Alexandri zu Bononia babst erkorn vnd saße vier iar vnd zehen monat. Ettlich schreiben dz sey gewaltsamlich beschehen. dann es was ein Bononischer legat vnnd het vil wepner in der statt vnd auff dem land. also wo er den babstthumb durch wale nicht erlangt het so moecht er den mit droe vnd waffen erobert haben. dann es warden ime vil fuergebracht er wolt aber keinen annemen vnd sprach zu den cardineln. Gebt mir sannt Peters mantel so wil ich den dem babst geben. also leget er den mantel auff sein achseln vnd sprach. Ich bin der babst. vnd wiewol die cardinel dess mißfallen hetten so ist doch wissentlich das er zu babst geschoepfft wardt vnd alweg der babstlichen wirdigkeit nach stellet. Er was gaistlicher vnnd werltlicher recht ein hoherfarner wolgelerter man. in zeitlichen sachen groß vnd in gaistlichen dingen gantz nichtz vnd vngeschickt. vnd mer mit schickerlichkeit werltlicher gescheft den mit heilligkeit des lebens begabt. Nach empfanngnem babstthumb blibe er ettliche tag zu Bononia. darnach zohe er gein rom vnd schicket ettliche kriegs volck wider den laßlaw. aber des nachfolgenden iars fienng derselb Laßlaw widerumb einen krieg gegen disem babst Johannem an. dem nach besorget sich Johannes darumb zohe er von Rom gein florentz. vnd von dannen gein Bononiam. vnd fueroan vnlanng darnach gein Mantua zu Johannem franciscum gonzagam. daselbst auch zu lande vnnd zu Cremona het er mit kaiser Sigmunden wie er den Laßlaw der dann Rom vnd vil stett der kirchen bekuemmeret abtreyben moecht ein versamlung. Darnach wardt diser iohannes mit verwilligung aller nacion zu aufhebung der zwayung oder scisma in ein concili gefordert. dem nach schicket er zwen cardinel in teuetsche lannd. die mitsambt den fuersten der gallischen vnd teuetschen notion ein bequemliche statt zu haltung eins concili außerwelen solten. also wardt Costnitz die statt teuetscher land dar zu schickerlich angesehen. daselbsthin komen sie alle vnd auch diser babst Johannes. wiewol ime das von ettlichen wideratten wardt. Aber als kaiser Sigmund darnach auch in das concili kome do wardt der babst vil vntaten beschuldigt. darumb verkeret der babst sein klaid vnd gesind vnd fluhe (als er vier monat in dem concili gewesen was) heimlich bey nacht auß der statt Costnitz vnd koeme gein Schaffhawsen gein Burgundi eylende. aber er ward vnderwegen auß befelh hertzog Friderichs auffgehalten vnd dem kaiser vberantwurt vnd in sant Marxen closter in den kercker geworffen. vom babstthumb auß verschuldung abgesetzt vnd zu hertzog Ludwigen von bayern geschickt vnd zu haydelberg drey iar gehalten. vnd doch nachfolgend durch Martinum seinen nachkomen erledigt. Martinus der fuenft Jar der werlt .vim.vic.xvi.Jar Cristi .im.iiiic.xvii. MArtinus der fuenft ein roemer dauor Otto genant auß dem edeln roemischen columneser geschlecht geporn ist in disem iar an sant Martins des bischofs tag in dem concili zu Costnitz mit verwilligung aller nation vnd der cardinel auß cardinal zu babst erkorn worden. dann er wardt von iugent auff durch seine eltern zu lernung guoter sytten vnd kunst angewisen vnd darnach in seinen auffwachsenden tagen zu Perus in den babstlichen rechten gar wol gelert. Von dannen kome er gein Rom. daselbst wardt er von seiner woltueglichkeit vnd schriftlicher weißheit wegen Vrbani des sechsten referendari vnd darnach ein cardinal. vnd so denn in dem concili zu Costnitz zwispeltigkeit erschinnen so hielt er alweg ein mittel gemaynem nuotz fuerderlich darumb so wardt er kaiser Sigmunden vnd den cardineln angename vnd beheglich. Er schicket sein babstlich ambt nit in schlaff vnd mueessigkeit sunder in arbeit vnd sorgfeltigkeit. vnd wiewol er dauor nit werlt gescheid oder fuerschlegig sunder gueetig vnd mylt geschatzt wardt so erzaiget er sich doch also in seinem babstthumb das an ime hohe werltgescheidigkeit vnd kein vberfluessige miltigkeit erschine. Nach entschaft des concili keret er wider in welsche land gein Florentz alda blibe er zway iar. Darnach zohe er gein rom do gienge ime die gantz stat entgegen. vnd er wardt nicht anders dann als ein vater der statt empfangen. vnnd die statt rom. die dann an gepewen vnnd sytten die gestalt einer statt verlorn het durch ine wider in ein burgerlich wesen gebracht. Zu letst starb er im .xv. iar seins babstthumbs vnd im .lxxiii. iar seins alters. vnd wardt von dem roemischen volck vnd der pfafheit also bewaynet als ob die kirch gottes vnd die statt rom auß diss mans tod vaterlose worden wer. der werlt Blat CCXXXIX Linea der kaiser // Sigmund SIgmund des roemischen kaiser Karls des vierden sun ein Beheim. vom vrsprung ein teuetscher zu hungern vnd zu Behem koenig wardt nach absterben Ruprechts des roemischen koenigs nach der gepurt cristi .M.cccc.x. iar zu Franckfurt von den churfuersten zu roemischem koenig erwelet. ein gestreng man vnd zu volbringung aller ding berayt. sunderlicher fuertrechtigkeit. kuenmueetig. gabreich. woltetig vnd milt. an herrlichkeit vnd zierlichkeit des leibs scheinper. schoens lawters antlitzs. wolgestalts vnd starcks leibs. in frid vnnd krieg fuertreffenlicher großmueetigkeit. vnnd in außgeben vberschwencklich. Alßpald er das Roemisch koenigreich anname do zohe er mit eim großen zeueg schier durch alles galliam ihenßhalb des lampartischen gepirgs gelegen von richtung wegen der krieg daselbst. vnd wiewol er als der allercristenlichst fuerst vil treffenlicher ruomwirdiger gethaten begangen hat so ist doch das die durchleuechtigst allerberuembst vnd gedechtnußwirdigst das er vnuerspart aller muee vnd kost Welsche Gallische Hispanische vnnd Englische lannd durchschwayffende alle nation in ein concili gein Costnitz zusammen gebracht vnd den gemaynen cristenlichen stand (der dann von der scisma vnd zwayung wegen in schweren abfall komen was) nach hinlegung derselben zwayung vnnd nach entsetzung der zwilewftigen bebst. vnd nach erkiesung babsts Martini des fuenften zu ainigkeit zebringen allen mueeglichen fleiß angekert. vnd die sytten der werltlichen vnnd gaistlichen mit seiner vermanung vnd tugent zu beßerm stannd gefueert hat. Er hat Vitoldum den hertzogen zu Littaw zu eim koenig gemacht. Vnd Preuessen land das der koenig zu Poln den Teuetschen brueedern mit kriegßgewalt abgedrungen het inen widerzegeben geschaffet. vnd koenig Wentzelawen seinen bruder als dem roemischen reich ein vnnuetz man in fangknus genomen. wiewol er. als versewmlich bewaret dem gemaynen nutz zu grosser beschwerde von den Behmen darauß wider erledigt ward. Aber er was nit fast glueckfellig in kriegen weder gein den Tuorcken noch gein den Behmen. Koenig Ludwigs tochter was sein erste gemahel. die wardt mit ime gekroenet. Er wardt von straff wegen gegen .xxxii. widerspennigen hungrischen herren fuergenomen in fangknus gelegt vnd einer wittiben der er irn man erschlagen het zu bewarung gegeben. vnd doch von derselben wittiben auff guote vertroestung ledig gelassen. vnd hat Barbaram des grafen von Cili tochter zu der ee genomen. vnlang darnach das koenigreich an sich gebracht vnd sein vertreter gestraft. vnd der wittiben suene mit erlichen stenden vnd reichthuemern neben den foerdersten des koenigreichs angesehen. Behemer land nach vil widerwertigkeit zu lest erobert. Hertzog Albrechten von oesterreich seinem tochterman das land Merhern. vnnd burgrafen Friderichen von Nuermberg die Brandenburgischen marck gegeben. vnd in wanckelm glueck vber fuenftzig iar geregirt. vnd ist in seim alter zu empfahung kaiserlichen kron aber eins in Welsche land gezogen vnd von babst Eugenio damit bekroenet worden. vnd von dannen gein Mantua gezogen. vnnd hat daselbst Johannem franciscum gonzagam zu einem Mantuanischen marggrafen gemacht. Sich mit den Venedigern befridet. vnd fueroan den weg gein Basel. vnd von dannen gein Vlme. vnd auß Vlme gein Regenspurg genomen. Daselbsthin komen die Beheim in großer anzal zu ime. vnd erkanten ine als iren herren vnd koenig. Darnach auff begern der hungeren ist er zu Regenspurg auff die schif geseßen vnd auff der Thonaw gein Ofen gefaren. daselbsthin hat er die fuersten des behmischen koenigreichs zu ime gefordert die sachen zu beßerm stand gerichtet vnd zu Stulweissenburg sechtzigtawsent gulden vnder sie außgetaylet mit bestymmung eins tags daran er gein beheim komen wolt. Darnach kome er gein der Iglaw vnd nach beschehem vertrag vnd gemachter einigkeit daselbst ist er nach der gepurt Cristi .M.cccc.xxxvi. iar zu prag eingeritten vnd von den Behmen mit großer ereerbietung empfangen. vnd ime von den landherren vnd stetten pflicht vnd huldung beschehen. Do komen die oerden der gaistlichen wider gein Prag vnd des freweten sich alle cristenliche koenig vnd voelcker. vnd babst Eugenius schicket disem kaiser zu einer anzaigung seiner mit frolockung ein guldine rosen. In disen lewften begunde diser kaiser Sigmund kranck vnd schwach zewerden vnd die beschwerde des alters auff sich zeladen. do trachtet Barbara die kaiserin wie sie im gewalt vnd reich bleiben moecht in fuersatz noch also alte nach absterben irs herren einen andern man zenemen. Als der kaiser des wueetenden weibs fuerschleg mercket do ließ er sich vor seinem tod sein tochter noch ein mal zesehen in merhern fueeren. also kom sein tochter mit Albrechten irem gemahel zu ime in die statt Znam. daselbst hat er denselben Albrechten seinen tochterman ime zu eim nochkomen benennt. vnd die fuernemsten der koenigreich Hungeren vnd Beheim gebetten seinem letsten willen folg zethun. vnd ließ die reiche seinem tochterman. vnnd sprach das das reich selig wer dem sein tochterman Albrecht vor sein wuerd. Darnach starb er vnd wardt zu Wardeyn (als er geordnet) begraben.
Das sechste Zeitalter. Linie der Päpste. Johannes der Dreiundzwanzigste. Im Jahr der Welt 6609. Im Jahr Christi 1410. Johannes dieses Namens, der Dreiundzwanzigste, aus Neapel, ein wohlgeborener Mann, zuvor Baldassare Cossa genannt, ein Kardinal, wurde in diesem Jahr nach dem Tod Alexanders in Bologna zum Papst gewählt und saß vier Jahre und zehn Monate. Etliche schreiben, dass dies gewaltsam geschehen sei, denn er war ein Bologneser Legat und hatte viele Bewaffnete in der Stadt und auf dem Land. Hätte er also das Papsttum nicht durch Wahl erlangt, so hätte er es mit Drohungen und Waffen erobert haben können. Denn es wurden ihm viele [Vorschläge] unterbreitet, er wollte aber keinen annehmen und sprach zu den Kardinälen: „Gebt mir Sankt Peters Mantel, so will ich den dem Papst geben.“ Also legte er den Mantel auf seine Achseln und sprach: „Ich bin der Papst.“ Und wiewohl die Kardinäle dies missbilligt hatten, so ist doch wissentlich, dass er zum Papst gemacht wurde und stets der päpstlichen Würdigkeit nachstrebte. Er war im geistlichen und weltlichen Recht ein hoch erfahrener, wohlgelehrter Mann. In weltlichen Angelegenheiten groß und in geistlichen Dingen gänzlich nichts und ungeschickt. Und mehr mit Geschicklichkeit in weltlichen Geschäften als mit Heiligkeit des Lebens begabt. Nach Empfang des Papsttums blieb er etliche Tage in Bologna. Danach zog er nach Rom und schickte etliches Kriegsvolk gegen Ladislaus. Aber im nachfolgenden Jahr begann derselbe Ladislaus wiederum einen Krieg gegen diesen Papst Johannes. Darum besorgte sich Johannes, zog von Rom nach Florenz und von dort nach Bologna. Und ferner, unlängst danach, nach Mantua zu Gianfrancesco Gonzaga. Dort, auch auf dem Land und in Cremona, hatte er mit Kaiser Sigismund eine Versammlung, wie er Ladislaus, der dann Rom und viele Städte der Kirche bedrängte, vertreiben könnte. Danach wurde dieser Johannes mit Einwilligung aller Nationen zur Aufhebung der Spaltung oder des Schismas in ein Konzil gefordert. Danach schickte er zwei Kardinäle in deutsche Lande, die mitsamt den Fürsten der gallischen und deutschen Nationen eine geeignete Stadt zur Abhaltung eines Konzils auswählen sollten. So wurde Konstanz, die Stadt deutscher Lande, dazu als geeignet angesehen. Dorthin kamen sie alle und auch dieser Papst Johannes, wiewohl ihm das von etlichen abgeraten wurde. Aber als Kaiser Sigismund danach auch in das Konzil kam, da wurde der Papst vieler Untaten beschuldigt. Darum wechselte der Papst seine Kleidung und sein Gefolge und floh (nachdem er vier Monate in dem Konzil gewesen war) heimlich bei Nacht aus der Stadt Konstanz und kam eilend nach Schaffhausen, nach Burgund. Aber er wurde unterwegs auf Befehl Herzog Friedrichs aufgehalten und dem Kaiser überantwortet und in Sankt Marxen Kloster in den Kerker geworfen. Vom Papsttum aufgrund von Verschuldung abgesetzt und zu Herzog Ludwig von Bayern geschickt und in Heidelberg drei Jahre festgehalten. Und doch nachfolgend durch Martin, seinen Nachfolger, befreit. Martin der Fünfte. Im Jahr der Welt 6616. Im Jahr Christi 1417. Martin der Fünfte, ein Römer, zuvor Otto genannt, aus dem edlen römischen Geschlecht der Colonna geboren, ist in diesem Jahr am Tag des Bischofs Sankt Martin im Konzil zu Konstanz mit Einwilligung aller Nationen und der Kardinäle aus dem Kardinalskollegium zum Papst gewählt worden. Denn er wurde von Jugend auf durch seine Eltern zur Erlernung guter Sitten und Künste angeleitet und danach in seinen aufwachsenden Tagen in Perugia in den päpstlichen Rechten sehr gut gelehrt. Von dannen kam er nach Rom. Dort wurde er wegen seiner Wohltätigkeit und schriftlichen Weisheit Referendar Urbans des Sechsten und danach ein Kardinal. Und als dann im Konzil zu Konstanz Zwiespältigkeit erschien, so hielt er stets ein dem Gemeinwohl förderliches Mittel, darum wurde er Kaiser Sigismund und den Kardinälen angenehm und genehm. Er verbrachte sein päpstliches Amt nicht in Schlaf und Müßigkeit, sondern in Arbeit und Sorgfalt. Und wiewohl er zuvor nicht als weltklug oder vorausschauend, sondern als gütig und mild eingeschätzt wurde, so zeigte er sich doch in seinem Papsttum so, dass an ihm hohe Weltklugheit und keine überflüssige Milde erschien. Nach Beendigung des Konzils kehrte er wieder in welsche Lande nach Florenz zurück, wo er zwei Jahre blieb. Danach zog er nach Rom, wo ihm die ganze Stadt entgegenkam. Und er wurde nicht anders als ein Vater der Stadt empfangen. Und die Stadt Rom, die dann an Gebäuden und Sitten die Gestalt einer Stadt verloren hatte, wurde durch ihn wieder in ein bürgerliches Wesen gebracht. Zuletzt starb er im fünfzehnten Jahr seines Papsttums und im dreiundsiebzigsten Jahr seines Alters. Und er wurde vom römischen Volk und der Priesterschaft so beweint, als ob die Kirche Gottes und die Stadt Rom durch den Tod dieses Mannes vaterlos geworden wären. Blatt 239 der Weltchronik. Linie der Kaiser. Sigismund, des römischen Kaisers Karls des Vierten Sohn, ein Böhme, vom Ursprung her ein Deutscher, wurde in Ungarn und Böhmen König. Nach dem Tod Ruprechts, des römischen Königs, im Jahr 1410 nach Christi Geburt, wurde er in Frankfurt von den Kurfürsten zum römischen König gewählt. Ein gestrenger Mann und zur Vollbringung aller Dinge bereit. Von besonderer Vortrefflichkeit, kühnmutig, gabenreich, wohltätig und mild. An Herrlichkeit und Zierlichkeit des Leibes sichtbar, von schönem, klarem Antlitz, wohlgestaltetem und starkem Leib. Im Frieden und Krieg von vortrefflicher Großmütigkeit und im Ausgeben überschwänglich. Sobald er das Römische Königreich annahm, da zog er mit einem großen Heer fast durch ganz Gallien, jenseits des lombardischen Gebirges gelegen, wegen der Kriegsführung dort. Und wiewohl er als der allerchristlichste Fürst viele treffliche, ruhmwürdige Taten begangen hat, so ist doch das das durchleuchtigste, allerberühmteste und gedenkwürdigste, dass er, ohne Mühe und Kosten zu scheuen, welsche, gallische, hispanische und englische Lande durchstreifend, alle Nationen zu einem Konzil nach Konstanz zusammenbrachte und den allgemeinen christlichen Stand (der dann wegen des Schismas und der Spaltung in schweren Abfall geraten war) nach Beilegung derselben Spaltung und nach Absetzung der zwei Päpste und nach Wahl Papst Martins des Fünften zur Einigkeit zu bringen, allen möglichen Fleiß aufwandte. Und die Sitten der weltlichen und geistlichen [Stände] mit seiner Ermahnung und Tugend zu besserem Stand geführt hat. Er hat Vytautas, den Herzog von Litauen, zu einem König gemacht. Und das Land Preußen, das der König von Polen den Deutschen Brüdern mit Kriegsgewalt abgedrungen hatte, ihnen wiederzugeben veranlasst. Und König Wenzel, seinen Bruder, als einen dem römischen Reich unnützen Mann in Gefangenschaft genommen. Wiewohl er, als nachlässig bewacht, zum großen Schaden des Gemeinwohls von den Böhmen daraus wieder befreit wurde. Aber er war nicht sehr glückselig in Kriegen, weder gegen die Türken noch gegen die Böhmen. König Ludwigs Tochter war seine erste Gemahlin, die wurde mit ihm gekrönt. Er wurde wegen Strafe gegen 32 widerspenstige ungarische Herren vorgenommen, in Gefangenschaft gelegt und einer Witwe der...