Schedelsche Weltchronik · Blatt 241

Sechstes Alter · Nürnberg 1493, Hartmann Schedel, Übersetzung Georg Alt, Druck Anton Koberger

Schedelsche Weltchronik Blatt 241, linke Seite Schedelsche Weltchronik Blatt 241, rechte Seite
📖 Im interaktiven Viewer öffnen

Transkription (Frühneuhochdeutsch, 1493)

Das sechst alter COstnitz ist ein statt teuetscher land nit fast groß sunder habehaftig vnd wolgestalt. Bey diser statt fleueßt der Rhein auß dem See vnd kuembt wider in seinen fluss. Alda ist ein prugk von der statt pforten vber den rhein Jhenßhalb derselben prugken am andern gestadt des fluss sind vil gepewe. Alda ist der allerwunsamst see. der hatt allenthalben an seinen gestadten vil castel vnd zufart. auch ein lawters wasser durchsihtig bis auff den stainigen grund. darinn sind mancherlay vnd vil fisch. Aber nach groeße des wassers nicht fast vberfluessig. Diser see ist .xxm. schritt lang. vnd ettwo .x. vnd ettwo .xvm. schrit prayt. dann der Rhein fleueßt durch die curiensischen gegent vnd so er in die Costnitzischen art raicht so macht er zwen see. der einer haißt der podensee vnd ist der oeber. den andern nennt man den vndern oder celler see. Zwischen den ligt costnitz am vndern ort des obern sees. Zu anzaygung des alters vnd vrsprungs diser statt find man ein marmorstaynine tafel mit alten buochstaben daselbst. auß den erscheint das dise statt von Constantio. des Constantini vater der von Dyocletiano vnnd Maximiano kaiser genant ist den namen empfangen hab. die dauor Vitudura genant worden sey. Dieselben tafel kuenden wenig Costnitzer lesen. Das gemain volck helt dieselben tafel fuer ein heylthumb. die frewlein vnd das ander vnerfarn volck hat mit beruerung irer hed vnd mit bestreichung irer antlitze dieselben buochstaben yetzo schier gantz von der tafel abgetilgt. wiwol doch daselbst geschriben sind die namen nit der heilligen cristi. sunder der verfolger cristenlichs glawbes. Alle iar wirdt einer auß den burgern erkorn der hat oebersten gewalt vnd macht. der wonet nit an eim gemainen ende sunder in seiner aignen sundern behawsung. Wenn er durch die statt geet so hat er bey ime die zuechtiger ruoten in der hand tragende. Diser hat gewalt vnd macht ein yeden zestraffen. So man von todschlag. diebstal. rawberey. eebruch vnd andern vbeltaten handelt so sitzen bey ime die die ime die statt zugeordnet hat. vnd so denn die schuldigen fuergefuert werden so gibt man den anclagern vnd beschirmern erlawbnus wider den schuldigen vnd fuer ine zereden. vnd nach verhoerung alles fuerbringens wirdt denn vrteil gefelt. Die kunnst vnnd schicklichkeit der redsprechlichkeit ist an dem ennde fast achtwirdig vnnd angeneme. Also der werlt Blat CCXLI wo ettwen treffenlich redner gefunden werden. die werden daselbst zu aduocaten vnnd beystenndern in burgerlichen vnd ernstlichen sachen auffgenomen vnd in großen wirden vnd eren gehalten. Dise gantz statt ist in zway volck getailt. Ettliche sinnd eins rewterischen erbern stands. ettliche der gemaynde. die der gemaynde geprauchen sich der kawfmanschaft vnd handwercke. die erbern betragen sich irer erblichen gueetere. vnnd handhaben iren stand. also wo einicher auß der gemaynde zu reichthuemern vnd guoter narung koeme vnnd in die zal der erbern geschlecht zekomen begeret so maynen sie ime solchs in keinen weg zegezymen. also ist yeder stand lang zeit in seinem zil bliben. Aber gemayne statt wirdt von beden stennden gemaynclich geregirt. Syben meyl von Costnitz vnd .xxm. schrit von dem gepirg ligt ein habhaftige vnd huebsche statt. Veldkirchen genant. die hat schoene wolgestalte gepew. weingewachs vnd pawmgarten. Der Rhein entspringt in dem gepirg nicht weit von demselben ende so man auß welschen landen zeueht zur lingken hand. aber er fleueßt alßpald zur rechten hand. vnnd wirdt mit seinselbs vnd auch mit andern darein fallenden flueßen sere groß vnd starck. vnd lawft zwischen dem orient vnd mitternacht in seinen gestrackten wassergang hinab. Diser fluoß hat die mittel zwischen schwertzelter vnnd gruener farb vnd einen schnellen zuckenden lawff vnd einen sandigen poden. der ist doch also fest das man keinen fuoßtrit darinn mercken kan. ZV den zeiten des concili zu Costnitz ist (als sie sagen) daselbst ein groß menig volcks auß aller cristenlicher nation gewesen. vnd sunderlich die fuernemsten auß Welschen Gallischen Teuetschen Hispanischen vnd Englischen landen. durch die alle sachen des concili gehandelt warden. dann alda waren babst Johannes der .xxiii. vnd kaiser Sigmund. Fuenff bischofcardinel. Sechzehen briestercardinel. Syben diaconcardinel. Siben patriarchen. xxxiiii. ertzbischoff. c. vnd. iiii. bischofe. lx. treffenlich ebbt. die general der vier oerden. xxiiii. hertzogen. c.xl. grafen vnd die ratßbotschafter der stett Welschs. vnd ober vnd nydern teuetschs lands in großer mercklicher anzal. Costnitz

Moderne Übersetzung

Das sechste Zeitalter. Konstanz ist eine Stadt deutschen Landes, nicht sehr groß, aber wohlhabend und gut gebaut. Bei dieser Stadt fließt der Rhein aus dem See und kommt wieder in seinen Fluss. Dort ist eine Brücke von den Stadttoren über den Rhein. Jenseits dieser Brücke, am anderen Ufer des Flusses, sind viele Gebäude. Dort ist der allerlieblichste See. Er hat überall an seinen Ufern viele Burgen und Zugänge, auch ein klares, durchsichtiges Wasser bis auf den steinigen Grund. Darin sind mancherlei und viele Fische, aber gemessen an der Größe des Wassers nicht sehr überreichlich. Dieser See ist 20.000 Schritte lang und etwa 10 bis 15.000 Schritte breit. Denn der Rhein fließt durch die Churer Gegend, und wenn er in die Konstanzer Gegend reicht, so macht er zwei Seen. Der eine heißt der Bodensee und ist der obere, den anderen nennt man den Untersee oder Zeller See. Dazwischen liegt Konstanz am unteren Ende des oberen Sees. Zum Zeugnis des Alters und Ursprungs dieser Stadt findet man dort eine marmorsteinerne Tafel mit alten Buchstaben. Aus diesen geht hervor, dass diese Stadt von Constantius, dem Vater Konstantins, der von Diokletian und Maximian zum Kaiser ernannt wurde, den Namen empfangen hat, die zuvor Vitudura genannt worden sei. Dieselbe Tafel können wenige Konstanzer lesen. Das gemeine Volk hält dieselbe Tafel für ein Heiligtum. Die Frauen und das andere unerfahrene Volk haben mit Berührung ihrer Hände und mit Bestreichung ihrer Gesichter dieselben Buchstaben jetzt fast ganz von der Tafel abgerieben, obwohl dort doch die Namen nicht der Heiligen Christi, sondern der Verfolger christlichen Glaubens geschrieben sind. Jedes Jahr wird einer aus den Bürgern erwählt, der oberste Gewalt und Macht hat. Dieser wohnt nicht an einem gewöhnlichen Ort, sondern in seiner eigenen, besonderen Behausung. Wenn er durch die Stadt geht, so hat er bei sich die züchtigenden Ruten in der Hand tragend. Dieser hat Gewalt und Macht, jeden zu bestrafen. Wenn man von Totschlag, Diebstahl, Räuberei, Ehebruch und anderen Übeltaten handelt, so sitzen bei ihm diejenigen, die ihm die Stadt zugeordnet hat. Und wenn dann die Schuldigen vorgeführt werden, so gibt man den Anklägern und Verteidigern Erlaubnis, wider den Schuldigen und für ihn zu reden. Und nach Anhörung alles Vorbringens wird dann Urteil gefällt. Die Kunst und Geschicklichkeit der Redegewandtheit ist an diesem Ort sehr achtenswert und angenehm. So, auf Blatt 241 der Weltchronik, wo bisweilen treffliche Redner gefunden werden, die werden dort zu Advokaten und Beiständen in bürgerlichen und ernsten Angelegenheiten aufgenommen und in großen Würden und Ehren gehalten. Diese ganze Stadt ist in zwei Völker geteilt. Etliche sind eines ritterlichen, ehrbaren Standes, etliche der Gemeinde. Die der Gemeinde bedienen sich der Kaufmannschaft und der Handwerke; die Ehrbaren verwalten ihre erblichen Güter und handhaben ihren Stand. Also, wo einer aus der Gemeinde zu Reichtümern und gutem Auskommen käme und in die Zahl der ehrbaren Geschlechter zu kommen begehrte, so meinen sie, ihm solches in keiner Weise zu geziemen. So ist jeder Stand lange Zeit in seiner Grenze geblieben. Aber die gesamte Stadt wird von beiden Ständen gemeinsam regiert. Sieben Meilen von Konstanz und 20.000 Schritte vom Gebirge entfernt liegt eine wohlhabende und hübsche Stadt, Feldkirch genannt. Diese hat schöne, gut gebaute Gebäude, Weingewächse und Baumgärten. Der Rhein entspringt im Gebirge nicht weit von demselben Ort, wenn man aus welschen Ländern zieht, zur linken Hand. Aber er fließt alsbald zur rechten Hand und wird mit sich selbst und auch mit anderen darein fallenden Flüssen sehr groß und stark und läuft zwischen dem Osten und Norden in seinem gestreckten Wasserlauf hinab. Dieser Fluss hat die Mitte zwischen schwärzlicher und grüner Farbe und einen schnellen, zuckenden Lauf und einen sandigen Boden, der doch so fest ist, dass man keinen Fußtritt darin merken kann. Zu den Zeiten des Konzils zu Konstanz ist (wie sie sagen) dort eine große Menge Volkes aus aller christlicher Nation gewesen, und besonders die vornehmsten aus welschen, gallischen, deutschen, hispanischen und englischen Ländern, durch die alle Sachen des Konzils verhandelt wurden. Denn dort waren Papst Johannes XXIII. und Kaiser Sigismund. Fünf Bischofskardinäle, sechzehn Priesterkardinäle, sieben Diakonkardinäle, sieben Patriarchen, 34 Erzbischöfe, 104 Bischöfe, 60 treffliche Äbte, die Generale der vier Orden, 24 Herzöge, 140 Grafen und die Ratsbotschafter der Städte welschen sowie ober- und niederdeutschen Landes in großer, beachtlicher Anzahl. Konstanz.

Anmerkungen

sechst alter
historische Periodisierung: das sechste Zeitalter der Weltgeschichte
COstnitz
historischer Name für Konstanz
teuetscher land
historische Region: deutsches Land
habehaftig
historisches dt. für 'wohlhabend, vermögend'
wolgestalt
historisches dt. für 'gut gebaut, schön gestaltet'
Alda
historisches dt. für 'dort'
prugk
historisches dt. für 'Brücke'
Jhenßhalb
historisches dt. für 'jenseits'
gestadt
historisches dt. für 'Ufer'
gepewe
historisches dt. für 'Gebäude'
allerwunsamst
historisches dt. für 'allerlieblichste, schönste'
castel
historisches dt. für 'Burgen, Schlösser'
zufart
historisches dt. für 'Zugang, Anlegestelle'
lawters
historisches dt. für 'klares, reines'
stainigen grund
historisches dt. für 'steinigen Grund'
mancherlay
historisches dt. für 'mancherlei'
vberfluessig
historisches dt. für 'überreichlich, im Überfluss'
.xxm.
römisch für 20.000
schritt
Maßeinheit, ca. 75 cm
.x.
römisch für 10
.xvm.
römisch für 15.000
ettwo
historisches dt. für 'etwa'
prayt
historisches dt. für 'breit'
curiensischen gegent
historische Region: die Gegend um Chur
Costnitzischen art
historisches dt. für 'Konstanzer Gegend/Art'
raicht
historisches dt. für 'reicht'
zwen
historisches dt. für 'zwei'
haißt
historisches dt. für 'heißt'
podensee
historischer Name für Bodensee
oeber
historisches dt. für 'obere'
vndern oder celler see
historischer Name für Untersee (Teil des Bodensees)
ligt
historisches dt. für 'liegt'
vndern ort
historisches dt. für 'unteres Ende'
anzaygung
historisches dt. für 'Zeugnis, Anzeige'
vrsprungs
historisches dt. für 'Ursprung'
marmorstaynine tafel
historisches dt. für 'marmorsteinerne Tafel'
buochstaben
historisches dt. für 'Buchstaben'
Constantio
historische Person: Constantius Chlorus (römischer Kaiser, Vater Konstantins des Großen)
Constantini
historische Person: Konstantin der Große (römischer Kaiser)
Dyocletiano
historische Person: Diokletian (römischer Kaiser)
Maximiano
historische Person: Maximian (römischer Kaiser)
Vitudura
historischer Name für Winterthur (hier fälschlicherweise auf Konstanz bezogen)
kuenden
historisches dt. für 'können'
gemain volck
historisches dt. für 'gemeines Volk'
heylthumb
historisches dt. für 'Heiligtum'
frewlein
historisches dt. für 'Frauen, Fräulein'
vnerfarn volck
historisches dt. für 'unerfahrenes Volk'
beruerung irer hed
historisches dt. für 'Berührung ihrer Hände'
bestreichung irer antlitze
historisches dt. für 'Bestreichung ihrer Gesichter'
yetzo schier gantz
historisches dt. für 'jetzt fast ganz'
abgetilgt
historisches dt. für 'abgerieben, ausgelöscht'
wiwol
historisches dt. für 'obwohl'
heilligen cristi
historisches dt. für 'Heiligen Christi'
verfolger cristenlichs glawbes
historisches dt. für 'Verfolger christlichen Glaubens'
iar
historisches dt. für 'Jahr'
erkorn
historisches dt. für 'erwählt'
oebersten gewalt vnd macht
historisches dt. für 'oberste Gewalt und Macht'
gemainen ende
historisches dt. für 'gewöhnlicher Ort'
aignen sundern behawsung
historisches dt. für 'eigenen, besonderen Behausung'
geet
historisches dt. für 'geht'
zuechtiger ruoten
historisches dt. für 'züchtigende Ruten' (Symbol der Gerichtsbarkeit, ähnlich den römischen Liktorenbündeln)
yeden zestraffen
historisches dt. für 'jeden zu bestrafen'
todschlag
historisches dt. für 'Totschlag'
rawberey
historisches dt. für 'Räuberei'
eebruch
historisches dt. für 'Ehebruch'
vbeltaten
historisches dt. für 'Übeltaten'
fuergefuert
historisches dt. für 'vorgeführt'
anclagern vnd beschirmern
historisches dt. für 'Anklägern und Verteidigern'
erlawbnus
historisches dt. für 'Erlaubnis'
zereden
historisches dt. für 'zu reden'
verhoerung alles fuerbringens
historisches dt. für 'Anhörung alles Vorbringens'
vrteil gefelt
historisches dt. für 'Urteil gefällt'
kunnst vnnd schicklichkeit
historisches dt. für 'Kunst und Geschicklichkeit'
redsprechlichkeit
historisches dt. für 'Redegewandtheit, Rhetorik'
achtwirdig
historisches dt. für 'achtenswert'
angeneme
historisches dt. für 'angenehm'
werlt Blat CCXLI
Selbstverweis auf die Schedelsche Weltchronik, Blatt 241
ettwen
historisches dt. für 'bisweilen'
treffenlich redner
historisches dt. für 'treffliche Redner'
aduocaten
historisches dt. für 'Advokaten, Rechtsanwälte'
beystenndern
historisches dt. für 'Beiständen, Helfern'
burgerlichen vnd ernstlichen sachen
historisches dt. für 'bürgerlichen und ernsten Angelegenheiten'
auffgenomen
historisches dt. für 'aufgenommen'
wirden vnd eren
historisches dt. für 'Würden und Ehren'
gantz statt
historisches dt. für 'ganze Stadt'
zway volck getailt
historisches dt. für 'in zwei Stände geteilt'
Ettliche sinnd
historisches dt. für 'Etliche sind'
rewterischen erbern stands
historisches dt. für 'ritterlichen, ehrbaren Standes' (Adel, Patrizier)
gemaynde
historisches dt. für 'Gemeinde' (Bürgertum, Handwerker)
geprauchen sich der kawfmanschaft vnd handwercke
historisches dt. für 'bedienen sich der Kaufmannschaft und der Handwerke'
erbern betragen sich irer erblichen gueetere
historisches dt. für 'Ehrbaren verwalten ihre erblichen Güter'
handhaben iren stand
historisches dt. für 'handhaben ihren Stand'
einicher
historisches dt. für 'einer'
reichthuemern vnd guoter narung
historisches dt. für 'Reichtümern und gutem Auskommen/Ernährung'
koeme
historisches dt. für 'käme'
zal der erbern geschlecht
historisches dt. für 'Zahl der ehrbaren Geschlechter'
zekomen begeret
historisches dt. für 'zu kommen begehrte'
maynen sie ime solchs in keinen weg zegezymen
historisches dt. für 'meinen sie, ihm solches in keiner Weise zu geziemen' (nicht angemessen sei)
yeder stand
historisches dt. für 'jeder Stand'
zil
historisches dt. für 'Grenze, Ziel'
bliben
historisches dt. für 'geblieben'
gemayne statt
historisches dt. für 'gesamte Stadt'
beden stennden
historisches dt. für 'beiden Ständen'
gemaynclich geregirt
historisches dt. für 'gemeinsam regiert'
Syben meyl
Maßeinheit: Sieben Meilen (ca. 7,4 km pro Meile)
gepirg
historisches dt. für 'Gebirge'
huebsche
historisches dt. für 'hübsche'
Veldkirchen
historischer Name für Feldkirch (Stadt in Vorarlberg, Österreich)
weingewachs
historisches dt. für 'Weingewächse, Weinberge'
pawmgarten
historisches dt. für 'Baumgärten, Obstgärten'
entspringt
historisches dt. für 'entspringt'
welschen landen
historische Region: romanische Länder (z.B. Italien, romanische Schweiz)
zeueht
historisches dt. für 'zieht'
lingken hand
historisches dt. für 'linken Hand'
alßpald
historisches dt. für 'alsbald, sofort'
seinselbs
historisches dt. für 'sich selbst'
darein fallenden flueßen
historisches dt. für 'darein fallenden Flüssen'
sere
historisches dt. für 'sehr'
lawft
historisches dt. für 'läuft'
orient vnd mitternacht
historische Himmelsrichtungen: Osten und Norden
gestrackten wassergang
historisches dt. für 'gestreckten Wasserlauf'
fluoß
historisches dt. für 'Fluss'
schwertzelter vnd gruener farb
historisches dt. für 'schwärzlicher und grüner Farbe'
schnellen zuckenden lawff
historisches dt. für 'schnellen, zuckenden Lauf'
sandigen poden
historisches dt. für 'sandigen Boden'
fest
historisches dt. für 'fest'
fuoßtrit
historisches dt. für 'Fußtritt'
mercken kan
historisches dt. für 'merken kann'
concili zu Costnitz
historisches Ereignis: Konzil zu Konstanz (1414-1418)
menig volcks
historisches dt. für 'Menge Volkes'
cristenlicher nation
historisches dt. für 'christlicher Nation'
sunderlich die fuernemsten
historisches dt. für 'besonders die vornehmsten'
Welschen Gallischen Teuetschen Hispanischen vnd Englischen landen
historische Regionen: welsche (romanische), gallische (französische), deutsche, hispanische (spanische) und englische Länder
gehandelt warden
historisches dt. für 'verhandelt wurden'
babst Johannes der .xxiii.
historische Person: Papst Johannes XXIII. (Gegenpapst, abgesetzt auf dem Konzil)
kaiser Sigmund
historische Person: Kaiser Sigismund (römisch-deutscher Kaiser)
Fuenff
römisch für 5
bischofcardinel
historisches dt. für 'Bischofskardinäle'
Sechzehen
römisch für 16
briestercardinel
historisches dt. für 'Priesterkardinäle'
Syben
römisch für 7
diaconcardinel
historisches dt. für 'Diakonkardinäle'
patriarchen
historisches dt. für 'Patriarchen'
xxxiiii.
römisch für 34
ertzbischoff
historisches dt. für 'Erzbischöfe'
c. vnd. iiii.
römisch für 104
bischoofe
historisches dt. für 'Bischöfe'
lx.
römisch für 60
treffenlich ebbt
historisches dt. für 'treffliche Äbte'
general der vier oerden
historisches dt. für 'Generale der vier Orden' (Bettelorden)
xxiiii.
römisch für 24
hertzogen
historisches dt. für 'Herzöge'
c.xl.
römisch für 140
grafen
historisches dt. für 'Grafen'
ratßbotschafter der stett
historisches dt. für 'Ratsbotschafter der Städte'
Welschs. vnd ober vnd nydern teuetschs lands
historische Regionen: welsches sowie ober- und niederdeutsches Land
mercklicher anzal
historisches dt. für 'beachtlicher Anzahl'