Sechstes Alter · Nürnberg 1493, Hartmann Schedel, Übersetzung Georg Alt, Druck Anton Koberger
Das sechst alter Linea der bebst // Nicolaus der fuenft Jar der werlt .vim.vic.xlvi.Jar Cristi .im.iiiic.xlvii. NIcolaus der fuenft dauor Thomas sarzanus genant auß nydrer statt vnd geschlecht geporn eins artzts sun ward mit gemayner folg babst erkorn in dem monat Marcii nach der gepurt Cristi .M.cccc.xlvii. iar. Diser was solcher bebstlicher hoehe vnd eren wol wirdig. Er was also milt vnnd het die gelerten mann also lieb das er dieselben zu ambten vnd pfruenden wunderperlich gern fuerderet. vnd sie vmb ire tichten vnd tulmetschen des kriechischen gezuengs in das latein wol belonet. also das die kriechisch schrift die bey sechßhundert iarn verborgen gelegen wz widerumb in das liecht gebracht wardt. Er schicket auch gelert mann in alles Europam auß zesuchen die bueecher die auß versawmnus der eltern vnd durch abtilgung der Tartern vnd vnglawbigen groben volcks vergangen waren. Vnd nach dem diser man mit allen tugenten hohgeziert vnd gein got vnd gein den menschen wol verdient was so erlanget er in eim einigen iar ein bischofliche. ein cardinelische vnd auch die bebstlichen wirdigkeit. Nach angenomnem babstthumb warden ime vber allermenigclich zuuersyhte alle fuersten der werlt guenstig. Auß dem ward babst Felix bewegt. auch auß vermanung kaiser Friderichs vom babstthumb abzesteen darumb sendet er ime ein cardinal huot vnd machet ime einen legaten teuetscher nation. Auß soelcher eintrechtigkeit empfienng nit allain das Roemisch volck. sunder die gantz werlt große freued vnd frolockung. Von disem Nicolao hat kaiser Friderich mitsambt Leonora seiner gemahel die kaiserlichen kron vnd benedeyung empfangen. Diser babst Nicolaus hat vil scheinperlicher vnd koestlicher gepew inner vnnd außerhalb der statt Rom nicht allain an gotzhewßern sunder auch an behawsungen. gemachen. mewrn. zynnen. thuernen vnd andern auffgericht vnd fuergenomen vnd vil schoener gotßzierde von silber. gold vnd edeln gestayn zemachen. vnd schoene bueecher mit huebscher zierde vor vnd ee die kunst der truckerey erfunden wardt zebeschreyben bestelt. vnd vil almuosen den duerftigen vnnd armen iunckfrawen gegeben. Er was der geytzigkeit also vnschuldig das er nye einich ambt verkawfft. noch einich pfruend mit symoneyscher boßheit verliehen hat. Er was gein den die ime dienstlich waren gar danckper. Auch ein liebhaber der gerechtigkeit. Ein merer vnd handhaber des frids. Vnd hielt ein iubel oder gnadenreichs iar. vnnd schribe den seligen Bernardinum in die zal der heilligen. Zu letst starb er eintweders außbekuemenus seins gemueets von verlust wegen der statt Constantinopel. oder aber am fieber vnd podagra im achten iar seins babstthumbs nach der gepurt Cristi in dem M.cccc.lv. iar. Calixtus der dritt Jar der werlt .vim.vic.lvi.Jar Cristi .im.iiiic.lv. CAlixtus der dritt ein Hyspanier auß der statt Valentz von edeln eltern geporn: dauor Alphonsus boria genant wardt in dem appril monat diss iars in verlebtem alter von den cardineln babst erkorn vnd was ein man gross rats vnd anschlags vnd ein scharpffer doctor beder rechten vnd des koenigs Alphonsi secretarius. vnd name alßpald nach angang seins babstthums einen krieg wider die Tuerken fuer. den het er vor seinem babstthumb gelobt als er mit seiner handschrift anzaiget. Zu volziehung soelchs kriegs hat er von stundan ettwieuil prediger durch gantzs Europam außgeschickt alle cristen menschen wider die tuercken zeraytzen vnd zu darstreckung irer hilff zeuermanen. Auß derselben hilff schicket der babst ein große schiffung vnd damit den patriarchen von Aquileia. der hat mit derselben schiffung drey iar die meer gegent der asianischen feind angefochten vnd vil inseln gewunnen. vnd den feynden vil beschwerde zugefueegt. Der koenig Alphonsus vnd der hertzog von Burgundi namen das creuetz an sich mit verihehung an die feynnd zeziehen oder ire weppner zeschicken. In mittler zeit hielten die briester ettlich letaney mit vermanung so man des mittags die glocken lewtet das den die cristen menschen in ir gebeth vnd andacht fallen vnd got fuer die die wider die tuercken strytten bitten solten. Von der selben sach wegen ordnet diser Calixtus das ambt der verklerunng vnßers herren Jhesu cristi. Diser Calixtus hat auch von der ding wegen brueder Ludwigen von Bononia parfuoßer ordens zu Vsucassanum dem fuersten Persier vnd Armenier land vnd zu dem koenig der Tarttern mit vil schankungen vnd gabe geschickt vnd sie durch ine wider die Tuercken geraytzt die dann denselben Tuercken auff solche anraytzung vil beschwerde vnd schadens zufueegten. Diser babst hat den seligen Vincentium seinen landßman vnd Eadmundum den Engellender in die zal der heilligen beichtiger geschriben. Diser Calixtus ein man eins auffrichtigen lebens. des almuoßens mylt. der speyß massig vnd tapfferer red starb im vierdten iar seins babstthumbs vnd ließ hundert vnd fuenfzehen tawsent guldein die er zu geprauch des kriegs wider die Tuercken gesamlet het. der werlt Blat CCXLVII Linea der kaiser // Friderich der drit FRiderich diss namens der dritt hertzog Ernsts zu oesterreich sun. Zu oesterreich Steyer Kerndten hertzog vnd graf zu Tyrol ward nach abgang koenig albrechts des iars der gepurt Cristi .M.cccc.xl. mit gemayner wale zu roemischem koenig erkorn. vnnd mit der kron des teuetschen koenigreichs in der stat ach mit hohen eren bekroenet. vnd hat das roemisch reich in das dreyundfuenftzigst iar geregiert. Als diser Friderich zu den iaren vnderschiedlicher erkantnus gelanget do het er sich alßpald goetlicher dienstpflichtperkeit angenomen vnd ime fuergesetzt goetlichen dienst vnd ere vor allen dingen zefuerdern auß anraytzung der gueete seiner natur vnd seins adellichen angepornen pluots Dann die fuersten des oesterreichischen hawß (vnder den ettwieuil als koenig vnd kayser gereichßnet haben) hoften gluecklichs zustands so sie goetlicher dienst vnd eren wol vnd beystenndigclich warteten. Also hat diser Friderich denselben fuoßstapffen seiner eltern nachfolgende noch also iung zu besichtigung der stett vnßerer erloesung vber meer geschiffet vnd die heilligen ende. der gepurt. der oppfferung in den tempel. der tawf. der versuchung. des abendessens. der verurtailung. der creuetzigung. der begrebnus vnnd der hymelfart vnßers haylmachers haymgesucht. vnd die erden da der. der vns erloeset hat gewesen ist gekuesset. vnnd ein glueckliche widerfart von dannen bis anhayms gehabt. dann er was ein guot cristenlicher vnnd gueetiger fuerst in seinem plueenden alter. weyse. tapffer vnd gantzs lebens. starcks vnd bestendigs gemueets. vnd ein sunderlicher liebhaber der nuechterheit. Wol gepuerlich wer zesagen von seiner senftmueetigkeit. gaistlichkeit gerechtigkeit vnd werltwitzigkeit. vnnd wie er die schedlichen parteyschkeit der roemischen kirchen auß vnßrer nation hingenomen vnd mit großer arbait vnd noch groeßrer zerung vnd emssigkeit das teuetsch volck den bebsten Eugenio vnd Nicolao zu gehorsam gebracht hat. darauß dann der kirchen einigkeit der wir vns yetzo geprauchen entsprungen ist. Aber wir schewhen vns mit kleiner schiffung in das gross meer zeruodern Dann wer mag mit kleiner histori (als hie die vnßer ist) gnuogsamlich erzelen eins soelchen großmechtigen fuersten maiestat. preys. ruoms vnd lobs mit schmaler meldung zegedencken. vnd so vns aber unmueglich ist diss allerdurchleuechtigsten fuersten loebliche vnd gedechtnus wirdige geschihten vnnd gethaten dreyundfuenftzig iar in dem roemischen reich geuebt hie kuertzlich zebegreiffen so muessen wir die ganntzen historien lassen fallen vnnd woellen allain die nachfolgenden geschihten von disem Friderichen als eim ebenpild der tugennt vnnd fruemmkeit vberlawffen. Disem kaiser Friderichen wardt die kaiserlich bekroenunng zu Rom von der scisma vnnd zwayung wegen bis auff babst Nicolaum den fuenften verzogen. Im mittler zeit warden die sachen teuetscher nation befridet. Dem nach setzet kaiser Friderich sein verweser in oesterreich vnd kome gein sant Veit. daselbst begienge er die feyer der gepurt cristi vnnd fordert daselbsthin zu ime den koenig Laßlaw vnnd zohe von dannnen gein Villach. alda komen die Behem vnd die Hungern zu ime in willen die statt Rom. die kayserlichen bekroenung vnd die sytten Welschs lannds zeschawen vnd die guertel der ritterschaft zeuerdienen. Daselbst was auch hertzog Albrecht des kaisers bruder. der dann einen scheinpern zeueg auß schwaben land zu ime geforderet het. Der kayser verließ villach vnd zohe aufs gepirg vnnd schicket hertzog albrechten mit eim tail des zeuegs vorhin. So fueeret er koenig Laßlawen mit ime vnd kome am heilligen iars tag in Welsche land im ersten iar nach dem gnadenreichen iar Alda wardt er von der Venediger entgegen geschickter ratßbotschaft vnd von der pfafheit mit dem hailthumb entgegengeende mit grossen freueden reuerentz vnd ereerbiettung empfangen. vnd allenthalben in der Venediger land vnd gegent zerung frey gehalten. An allen enden lieffe vil volcks Welscher land entgegen mit lobung vnnd preysung des scheinpern kaiserlichs zeuegs des gleyssenden harnaschs. der huebschen iungling vnd irer schoenen antlitze. irer liechten vnnd gelben har. irer weyssen helse. auch mit verwunderunng Friderichs wolgestaltnus. seins tapffern antlitzs vnd seiner kluogheit. auch koenig Laßlaws englischen angesihts. stiller vnd zuechtiger sytten. vnd tapffern seiner iugent vngleichen geperde. Die von Teruis schaweten disen Friderich an mit sundrer begirde in gedechtnus das sie ettwen vnder den herren von oesterreich gewesen weren. dero schilt vnd zaichen nochmals daselbst in dem rathaws sind. Deßgleiche auch die von Padua. wolwissende das sie dem roemischen reich zugehoeren. Dazwischen komen vil teuetscher auß Schwaben Francken vnd vom Rheinstram durch Trient Bern vnd Mantua gein Ferrariam des koemischen koenigs zukunft wartende. demnach zohe koenig Friderich von Padua gein Ferrariam. darnach gein Bononia. von dannen gein Florentz. vnd von Florentz gein Senis. zu der hohen synn genant. an welchen enden allen er mit großen eren. zuechten vnd zierlichkeiten mit entgegenkomung der herrschaften. legaten vnd cardinel
Das sechste Zeitalter. Linie der Päpste. Nikolaus der Fünfte. Im Jahr der Welt 6446, im Jahr Christi 1447. Nikolaus der Fünfte, zuvor Thomas Sarzanus genannt, aus niederem Stand und Geschlecht geboren, der Sohn eines Arztes, wurde im Monat März nach der Geburt Christi im Jahr 1447 mit allgemeiner Zustimmung zum Papst gewählt. Dieser war solcher päpstlicher Höhe und Ehre wohl würdig. Er war so milde und hatte die gelehrten Männer so lieb, dass er dieselben zu Ämtern und Pfründen wunderbar gerne förderte und sie für ihr Dichten und Übersetzen des griechischen Zungen in das Lateinische gut belohnte, sodass die griechische Schrift, die etwa sechshundert Jahre verborgen gelegen war, wieder ans Licht gebracht wurde. Er schickte auch gelehrte Männer in ganz Europa aus, um die Bücher zu suchen, die durch Versäumnis der Vorfahren und durch die Ausrottung der Tataren und des ungläubigen, groben Volkes verloren gegangen waren. Und nachdem dieser Mann mit allen Tugenden hochgeziert und vor Gott und den Menschen wohlverdient war, so erlangte er in einem einzigen Jahr eine bischöfliche, eine kardinalische und auch die päpstliche Würdigkeit. Nach angenommener Papstwürde wurden ihm über alle Erwartungen hinaus alle Fürsten der Welt günstig. Dadurch wurde Papst Felix bewegt, auch auf Ermahnung Kaiser Friedrichs, vom Papsttum abzustehen. Darum sandte er ihm einen Kardinalshut und machte ihn zu einem Legaten deutscher Nation. Aus solcher Eintracht empfing nicht allein das römische Volk, sondern die ganze Welt große Freude und Frohlockung. Von diesem Nikolaus hat Kaiser Friedrich mitsamt Leonora, seiner Gemahlin, die kaiserliche Krone und Benedeiung empfangen. Dieser Papst Nikolaus hat viele prächtige und kostbare Bauten innerhalb und außerhalb der Stadt Rom nicht allein an Gotteshäusern, sondern auch an Behausungen, Gemächern, Mauern, Zinnen, Türmen und anderem aufgerichtet und vorgenommen und viele schöne Gottesziere aus Silber, Gold und edlen Gesteinen machen lassen und schöne Bücher mit hübscher Zierde, bevor und ehe die Kunst der Druckerei erfunden wurde, beschreiben lassen und viele Almosen den Bedürftigen und armen Jungfrauen gegeben. Er war der Geizigkeit so unschuldig, dass er nie ein Amt verkauft noch eine Pfründe mit simonistischer Bosheit verliehen hat. Er war denen, die ihm dienstlich waren, sehr dankbar. Auch ein Liebhaber der Gerechtigkeit, ein Förderer und Handhaber des Friedens. Und er hielt ein Jubel- oder Gnadenjahr und schrieb den seligen Bernhardin in die Zahl der Heiligen. Zuletzt starb er entweder aus Bekümmernis seines Gemütes wegen des Verlustes der Stadt Konstantinopel oder aber am Fieber und Podagra im achten Jahr seines Papsttums nach der Geburt Christi im Jahr 1455. Calixtus der Dritte. Im Jahr der Welt 6456, im Jahr Christi 1455. Calixtus der Dritte, ein Spanier aus der Stadt Valencia, von edlen Eltern geboren, zuvor Alfons Borgia genannt, wurde im April dieses Jahres in hohem Alter von den Kardinälen zum Papst gewählt und war ein Mann großen Rates und Entschlusses und ein scharfer Doktor beider Rechte und des Königs Alfons' Sekretär. Und er nahm alsbald nach Beginn seines Papsttums einen Krieg wider die Türken auf, den er vor seinem Papsttum gelobt hatte, wie er mit seiner Handschrift anzeigte. Zur Vollziehung solches Krieges hat er sogleich etliche Prediger durch ganz Europa ausgeschickt, um alle christlichen Menschen wider die Türken aufzuhetzen und zur Darreichung ihrer Hilfe zu ermahnen. Aus derselben Hilfe schickte der Papst eine große Flotte und damit den Patriarchen von Aquileia. Dieser hat mit derselben Flotte drei Jahre die Meere gegen die asiatischen Feinde angefochten und viele Inseln gewonnen und den Feinden viel Beschwerde zugefügt. Der König Alfons und der Herzog von Burgund nahmen das Kreuz an sich mit dem Versprechen, gegen die Feinde zu ziehen oder ihre Krieger zu schicken. In der Zwischenzeit hielten die Priester etliche Litaneien mit der Ermahnung, dass, wenn man mittags die Glocken läutet, die christlichen Menschen in ihr Gebet und ihre Andacht fallen und Gott für diejenigen bitten sollten, die wider die Türken streiten. Von derselben Sache wegen ordnete dieser Calixtus das Amt der Verklärung unseres Herrn Jesus Christus. Dieser Calixtus hat auch wegen dieser Dinge Bruder Ludwig von Bologna, des Barfüßerordens, zu Usucassanum, dem Fürsten des Perser- und Armenierlandes, und zu dem König der Tataren mit vielen Schenkungen und Gaben geschickt und sie durch ihn wider die Türken gereizt, die dann denselben Türken auf solche Anreizung viel Beschwerde und Schaden zufügten. Dieser Papst hat den seligen Vinzenz, seinen Landsmann, und Edmund den Engländer in die Zahl der heiligen Bekenner geschrieben. Dieser Calixtus, ein Mann eines aufrichtigen Lebens, milde im Almosen, mäßig in der Speise und tapfer in der Rede, starb im vierten Jahr seines Papsttums und hinterließ hundertfünfzehntausend Gulden, die er zum Gebrauch des Krieges wider die Türken gesammelt hatte. Blatt 247 der Weltchronik. Linie der Kaiser. Friedrich der Dritte. Friedrich, dieses Namens der Dritte, Herzog Ernsts von Österreich Sohn, zu Österreich, Steiermark, Kärnten Herzog und Graf zu Tirol, wurde nach dem Ableben König Albrechts im Jahr der Geburt Christi 1440 mit allgemeiner Wahl zum römischen König erkoren und mit der Krone des deutschen Königreichs in der Stadt Aachen mit hohen Ehren gekrönt und hat das römische Reich dreiundfünfzig Jahre regiert. Als dieser Friedrich zu den Jahren unterscheidender Erkenntnis gelangte, da hatte er sich alsbald göttlicher Dienstpflichtbarkeit angenommen und sich vorgenommen, göttlichen Dienst und Ehre vor allen Dingen zu fördern, aus Anreizung der Güte seiner Natur und seines adeligen, angeborenen Blutes. Denn die Fürsten des österreichischen Hauses (unter denen etliche als König und Kaiser gerechnet haben) hofften glücklichen Zustands, wenn sie göttlichen Dienst und Ehre wohl und beständig pflegten. Also hat dieser Friedrich, denselben Fußstapfen seiner Eltern folgend, noch so jung zur Besichtigung der Stätten unserer Erlösung über Meer geschifft und die heiligen Orte der Geburt, der Opferung im Tempel, der Taufe, der Versuchung, des Abendmahls, der Verurteilung, der Kreuzigung, der Begräbnis und der Himmelfahrt unseres Heilmachers heimgesucht und die Erde, da der, der uns erlöset hat, gewesen ist, geküsst und eine glückliche Wiederfahrt von dannen bis heim gehabt. Denn er war ein guter christlicher und gütiger Fürst in seinem blühenden Alter, weise, tapfer und ganz seines Lebens, starken und beständigen Gemütes und ein besonderer Liebhaber der Nüchternheit. Wohl gebührlich wäre zu sagen von seiner Sanftmütigkeit, Geistlichkeit, Gerechtigkeit und Weltklugheit, und wie er die schädliche Parteilichkeit der römischen Kirche aus unserer Nation hinweggenommen und mit großer Arbeit und noch größerer Zehrung und Emsigkeit das deutsche Volk den Päpsten Eugen und Nikolaus zu Gehorsam gebracht hat, woraus dann die Kircheneinigkeit, der wir uns jetzt bedienen, entsprungen ist. Aber wir scheuen uns mit kleiner