Sechstes Alter · Nürnberg 1493, Hartmann Schedel, Übersetzung Georg Alt, Druck Anton Koberger
Das sechst alter Galeacius maria hertzog zu Mayland GAleacius maria hertzog zu Mayland wardt im iar Cristi .M.cccc.lxxvii. von dem edeln maylender Johanne andrea lamprogniano an sant Stephans des ersten martrers tag in desselben sant Stephans kirchen bey dem hohaltar vngewarnt erstochen. der dann nach Francisco sforciam erwelter hertzog .ix. iar vnd .x. monat regiret. ein schnelsynnig man vnd großmueetiger fuerst. der vil gepewe in der statt zu Mayland auffgericht vnd die stat mit gehawen staynen zepflastern geschaft vnd sein veterliche außgeschoepfte schatzkamer sere mit reichthuemern gefuellet. vnd sundere begirde vnd fleiß der besten synnger zu goetlichem dienst gehabt vnd große kostung darauff gelegt hat. aber nach dem er sich vnmessiger begirigkeit der weiber geprauchet. vnd des adels vnd der wirdigkeit seiner maiestat vnd fuerstlichen hoehe nit verschonet darumb wardt er auß beschehner zusammen schwerung in angesihte alles volcks vnd alles seins hofgesinds in dem .xxxiii. iar seins alters erstochen vnd starb schentlich vnd wardt bey seinen eltern begraben. vnd ließ bey Bona seiner gemahel einer hertzogin von Sophoy zwen suen vnd ein tochter. Johannes maria sein sun wrd in dem .ix. iar seins alters an der heilligen dreyer koenig tag zu hertzogen gesetzt. Carolus hertzog zu Burgundi CArolus hertzog zu burgundi hertzogs Philipsen des guoten sun der letst auß dem durchleuechtigen vnd koenigclichen franckreichischen geschlecht geporn was ein starck ernsthaftig. großmueetig vnd erschroeckenlich man. aber gerecht. mylt. zu der gabe des almuosens vnd goetlicher ambt vnd dienst hohgeflißen. Als er das .xx. iar seins alters erraichet vnd die von Jhent von seinem vater ein freyheit außbracht hetten do sammlet er ein groß heer wider sie vnd erobret die statt vnd hieß die freyheiten am marck verprennen. Darnach hat er mit koenig Ludwigen zu franckreich vil widerspennigkeit gehabt. vnd nach hinlegung derselben die von Luettich mit heereßkraft vberzogen dieselben statt erobert vnd nach vil geuebten todschlegen vnd berawbung geschlayft. vnd nachfolgend von wegen Eduardi des koenigs zu Engelland seins schwestermans (der von graff Douerich vnd koenig Heinrichen von Portugalia auß Brittannia vertriben ward) ein gross heer gesammelt vnd wider dieselben vnd auch koenig Ludwigen einen krieg angefangen. vnd denselben Eduardum in kuertze haym geschickt vnd sich wider koenig Ludwigen zu krieg gerichtet vnd ime vil schadens vnd vnfuogs getan. aber nach befridung diser sachen zohe er mit großer mechtiger heereßkraft fuer die statt Newß am Rhein gelegen. Als aber kaiser Friderich derselben statt zu rettunng kome do zohe Carolus wider anhayms. als er ime nw vil lannd vnnd stett mit großer schlacht vndertenig gemacht het do zohe er fuer die statt Nansee in Lothringen gelegen des willens die Schweitzer zebekriegen. aber die Schweitzer fieln ime in sein heer vnd griffen ine also ernstlich an das er fluechtig vnnd in der flucht erschlagen vnd verlorn ward. vnd ließ ein einige tochter die erbet den vater. vnnd wardt darnach Maximiliano kaiser Friderichs sun yetzo roemischen koenig vermehelt. Disem hertzog Carln sind drey stett geferlich vnd schedlich gewesen. nemlich Gransee an den gueetern. Murtha am volck vnnd Nansee am leib. FErdinandus koenig zu Neapolis vnderstund sich den fridlichen stand welscher land in dem .M.cccc.lxxviii. iar zebetrueben. vnd schicket graff Jheronimum babsts Sixten oeheim vnnd Raphaelem den cardinal des selben grafen schwester sun. vnnd Franciscum Siluiatum den Pisanischen ertzbischoff mit dreyhundert mannen gein Florentz die machten mit irer anhangenden parthey ein auffruor. darinn wardt Julianus de medicis erstochen. vnd Laurencius de medicis sere verwundet. vnd doch zu letst mit kluogheit die auffruor ein wenig gestillet. Darnach warden vil vrsacher soelcher auffruor erschlagen vnd vil mitsambt dem pisanischen bischoff erhenckt. vnd der cardinal Raphael bis zu stillung vnd hinlegung der ding von den Florentinern enthalten. left HEwschrecken haben desselben iars durch welsch land fliegende die lantschaft vmb Brixen verwueestet vnd wo marggraf Ludwig zu Mantua nicht fuerkomen het so hetten sie die saet in gantz Lombardia abgefretzt. EIn großer grawsamer sterben der pestilenntz hat diss iars durch alles Welsch land gewebert also das zu Brixen ob .xxm. vnnd zu Venedig ob xxxm. menschen vergiengen. auß vrsachen soelcher hewschrecken vnd finsternus der sunnen die desselben iars in dem monat Julio gewesen was. DIe Venediger warden mit schwerem krieg des ethrurischen lands vnd in Macedonia vnd Foriaul durch großen vberzuog Othomanni beladen. vnd als sie aber den babst in langer zeit nicht erwaichen mochten vnnd bey. xxvii. iaren mit großen teglichen vnd langen kriegen in kriechen land Macedonia vnd Foriaul von den Tuercken bekuemmert warden do machten sie mit dem Mahmetischen kaiser ein puentnus vnd gaben ime wider alles das das vormals sein vnd der seinen gewesen was mit verpflichtung ime zway iar hundert tawsent guldein zegeben. der werlt Blat CCLVI WIewol die rhodiser nicht kleine beschwerde von den Tuercken gehabt haben so haben sie doch nach bestreyttunng vnnd nyderlag der statt Constantinopel vil schwerer krieg empfunnden. dann als die Tuercken in xxiiii. iaren ettwieuil ine nahendgelegne stett vnd land vnderworffen hetten do empfieng der Machomet verdrieß in hoehmuet das die statt Rhodis also nahend gelegen noch frey vnd ime nicht vndertenig solt sein. dem nach schiffet der Machometisch kaiser mit großer mechtiger heereßkraft fuer Rhodis vnd stellet sein heergeleger am .xxiii. tag des monats may des iars Cristi .M.cccc.lxxx. auff sant Stephans berg vnd darumb. vnd beschusse die stat drey monat aneinander on vnderlaß. Aber Petrus dabuson der hohmaister zu Rhodis ein kluog vnd starckmueetig man erzaiget die kraft seiner festmueetigkeit mit der tat manlichs vnnd vnerschrockens widerstands. dardurch auß goettlicher mithilff die Tuercken von den cristenlichen rittern zertrennt. abgetriben. geschlagen vnd mit solcher vngestuome in die flucht gebracht warden das sie sichselbs in dem gedrenge ertoedten. Man sagt das die tuercken ein gesyhte eins wunderzaichens gesehen vnd darob ein solchen großen schrecken empfangen hetten dz sie fluechtig worden werden. darumb ist gueetigclich zeueriehen das solcher syge vnd vberwindung von hymel den cristenlichen rittern gegeben worden sey. die dann in so klainer zal den mechtigen feind der bis auff die mawr komen was widerstand gethan haben. Vnd der machometisch kaiser zohe am .lxxxix. tag nach anfang seiner belegerung der statt Rhodis mit seiner schiffung vnerlich vnnd schentlich von dannen. Aber Petrus der hohmaister het von babst Sixto vnd andern cristglawbigen menschen in Europa mit gelt hilff vnd beystand damit er die verheerten vnd verwueesten inseln wider besseret. Bruder Niclas DIser zeit enthielt sich bey den Schweytzern nciht verrne von Lucern in einer vngehewren aynoede ein alt man gar in gelaßnem vnd abgezognem leben bey .xx. iarn an alle leipliche speys. den nennten sie bruoder Niclaßen. der wz duerrs magers außgeschoepfts leibs. allain von hawt. geeder vnd gepeyn zusamen geschmuckt. Vnnd wiewol die aynsydler von wegen irs muessigen wesens am schatten. vnd darumb auch das von irer vnuerdewung wegen vil feuechter kalter vnd roher vberfluessigkeit in inen gesammelt werden destlenger fasten muogen. yedoch so hat diser mensch in gantzem abzug so langerzeit als ein himlisch leben auf erden on vnbefleckte vermayligung gefueert. vnd wiewol ettlich menschen disen bruder Niclasen einen ruomgirigen man zesein beschuldigt vnd sein leben zu ruomretigkeit außgelegt vnnd gesagt haben das er damit seinen lon hab empfangen. so sind doch dieselben menschen vngerecht richter. dann warumb reden sie dem menschen vbel nach der so ein langs leben in so großer armuot vnd aynoede gefueert der so vil iar in guotem wandel sein haymsucher troestende verzert. vnd in der allereueßersten vnd gestrengsten gelassenheit vnd demuot verharret. der nichtz begert vnnd nymants beschwert hat. Het er nw vmb solche große arbait menschlichs lobs begeret so het ein große muee einen kleinen lon. der ist ein thoret mensch der vmb menschlichs ruoms willen seinen leib peynigt. Aber diser ist ein heilliger vnd gerechter man. der die geitzigkeit vndergetrueckt. die ere der werlt verschmaht. geduldt gehalten. vnd keinen funcken der hohfart erzaigt. sunder sein hoffnung zu kuenftiger seligkeit gesetzt vnd der widergeltung vnd belonung seins gestrengen lebens bey den vnzergengklichen reichthuemern der himlischen schetze gewartet. Die stet freued seins hertzens zaigt an die vnzweyfellichen gewißheit seiner vnuerwenckten hoffnung. dann er ward nye trawrig sunder alweg froelicher gestalt gesehen. Er weßte sich toedlicher schuld ledig vnd zu guoten wercken vnd beschewlichkeiten geflißen. also das er mit sant paulßen sprechen mocht. Vnßer glori vnd ruom ist die gezeuegknus vnßers gewißens. Mir ist berayt die kron der gerechtigkeit die wird mir geben der gerecht richter zu meiner zeit. Diser Niclas wardt auch durch den bischof zu Costnitz bewert. Zu letst starb er vor alter vnd ein waycher schlaff entloeset sein alte sele. vnd der leichnam ward in seins pfarrers kirchen bestattet. daselbst rastet er nit an wunderzaichen. Er hat auch dem volck daselbst vmb ettliche kuenftige ding fuergekuendet vnd einen grossen wone der heilligkeit hinder ime gelaßen. Hydruntum ein grosse meerstatt in apulia wardt in disem .M.cccc.lxxx. iar von dem Tuerckischen heer belegert beschoßen vnd zu letst erobert. der ertzbischof daselbst erschlagen. alles volck enthawbtet. Franciscus lurgus der hertzog daselbst gefangen vnd mytten von einander gesegt. ob .xiim. menschen getoedt. vnd komen nicht mer dann .xxii. daruon. darumb wer es vbel vmb Apulia gestannden wo der Tuerckisch kayser lennger gelebt het. Aber als derselb kayser starb do belegeret Alphonsus der hertzog zu Calabria die statt. Als aber die Tuercken hoerten das ir kaiser gestorben wer do ergaben sie sich an den hertzogen vnd erlangten sicherung von ime.
Das sechste Zeitalter. Galeazzo Maria, Herzog von Mailand. Galeazzo Maria, Herzog von Mailand, wurde im Jahr Christi 1477 von dem edlen Mailänder Giovanni Andrea Lampugnani am Tag des heiligen Stephanus, des ersten Märtyrers, in derselben Sankt-Stephans-Kirche beim Hochaltar unvermutet erstochen. Er hatte dann nach Francesco Sforza als erwählter Herzog neun Jahre und zehn Monate regiert. Ein schnellsinniger Mann und großmütiger Fürst, der viele Gebäude in der Stadt Mailand aufrichten ließ und die Stadt mit behauenen Steinen zu pflastern veranlasste und seine väterliche, ausgeschöpfte Schatzkammer sehr mit Reichtümern füllte. Er hatte auch besondere Begierde und Fleiß für die besten Sänger zum Gottesdienst und große Kosten dafür aufgewendet. Aber nachdem er sich einer unmäßigen Begierde nach Frauen bediente und den Adel und die Würdigkeit seiner Majestät und fürstlichen Höhe nicht schonte, darum wurde er aufgrund einer geschehenen Verschwörung angesichts des ganzen Volkes und seines gesamten Hofgesindes im 33. Jahr seines Alters erstochen und starb schändlich und wurde bei seinen Eltern begraben. Er hinterließ bei Bona, seiner Gemahlin, einer Herzogin von Savoyen, zwei Söhne und eine Tochter. Gian Galeazzo Maria, sein Sohn, wurde im 9. Jahr seines Alters am Tag der Heiligen Drei Könige zum Herzog eingesetzt. Karl, Herzog von Burgund. Karl, Herzog von Burgund, Herzog Philipps des Guten Sohn, der Letzte, der aus dem durchlauchtigen und königlichen französischen Geschlecht geboren war, war ein starker, ernsthafter, großmütiger und furchterregender Mann, aber gerecht, milde, zur Gabe des Almosens und göttlicher Ämter und Dienste hochbeflissen. Als er das 20. Jahr seines Alters erreichte und die von Gent von seinem Vater eine Freiheit (Privileg) erlangt hatten, da sammelte er ein großes Heer gegen sie und eroberte die Stadt und ließ die Freiheiten auf dem Markt verbrennen. Darnach hatte er mit König Ludwig von Frankreich viele Konflikte. Und nach Beilegung derselben überzog er die von Lüttich mit Heereskraft, eroberte dieselbe Stadt und schleifte sie nach vielen verübten Totschlägen und Beraubung. Und nachfolgend, wegen Eduard, des Königs von England, seines Schwagermannes (der von Graf Warwick und König Heinrich von Portugal aus Britannien vertrieben wurde), sammelte er ein großes Heer und begann einen Krieg gegen dieselben und auch König Ludwig. Und denselben Eduard schickte er in Kürze heim und richtete sich wieder zum Krieg gegen König Ludwig und tat ihm viel Schaden und Unfug an. Aber nach Befriedung dieser Sachen zog er mit großer, mächtiger Heereskraft vor die Stadt Neuss am Rhein gelegen. Als aber Kaiser Friedrich zur Rettung derselben Stadt kam, da zog Karl wieder heimwärts. Als er nun viele Länder und Städte mit großer Schlacht untertänig gemacht hatte, da zog er vor die Stadt Nancy in Lothringen gelegen, des Willens, die Schweizer zu bekriegen. Aber die Schweizer fielen ihm in sein Heer und griffen ihn so ernstlich an, dass er flüchtig und in der Flucht erschlagen und verloren wurde. Und er hinterließ eine einzige Tochter, die den Vater beerbte und darnach Maximilian, Kaiser Friedrichs Sohn, jetzt römischem König, vermählt wurde. Diesem Herzog Karl sind drei Städte gefährlich und schädlich gewesen: nämlich Grandson an den Gütern, Murten am Volk und Nancy am Leib. Ferdinand, König von Neapel, unternahm es, den friedlichen Zustand der wälschen Länder im Jahr 1478 zu trüben. Und schickte Graf Girolamo, Papst Sixtus' Neffen, und Raffaele, den Kardinal, des selben Grafen Schwestersohn, und Francesco Salviati, den pisanischen Erzbischof, mit dreihundert Mann nach Florenz. Die machten mit ihrer anhängenden Partei einen Aufruhr. Darin wurde Giuliano de' Medici erstochen und Lorenzo de' Medici schwer verwundet. Und doch zuletzt mit Klugheit der Aufruhr ein wenig gestillt. Darnach wurden viele Urheber solchen Aufruhrs erschlagen und viele mitsamt dem pisanischen Bischof erhängt. Und der Kardinal Raffaele bis zur Stillung und Beilegung der Dinge von den Florentinern festgehalten. Heuschrecken haben desselben Jahres durch welsches Land fliegend die Landschaft um Brixen verwüstet. Und wo Markgraf Ludovico von Mantua nicht zuvorgekommen wäre, so hätten sie die Saat in ganz Lombardei abgefressen. Ein großes, grausames Sterben der Pestilenz hat dieses Jahres durch alles welsche Land gewütet, also dass zu Brixen über 20.000 und zu Venedig über 30.000 Menschen vergingen. Aus Ursachen solcher Heuschrecken und Finsternis der Sonne, die desselben Jahres im Monat Juli gewesen war. Die Venezianer wurden mit schwerem Krieg des etrurischen Landes und in Mazedonien und Friaul durch großen Überzug der Osmanen beladen. Und als sie aber den Papst lange Zeit nicht erweichen konnten und bei 27 Jahren mit großen, täglichen und langen Kriegen in Griechenland, Mazedonien und Friaul von den Türken bekümmert wurden, da machten sie mit dem mahometischen Kaiser ein Bündnis und gaben ihm wieder alles das, was vormals sein und der Seinen gewesen war, mit Verpflichtung, ihm zwei Jahre lang hunderttausend Gulden zu geben. Der Welt Blatt 256. Obwohl die Rhodier nicht kleine Beschwerde von den Türken gehabt haben, so haben sie doch nach Bestreitung und Niederlage der Stadt Konstantinopel viel schwerere Kriege empfunden. Denn als die Türken in 24 Jahren etliche ihnen nahegelegene Städte und Länder unterworfen hatten, da empfing der Mahomet Verdruss in Hochmut, dass die Stadt Rhodos, so nahe gelegen, noch frei und ihm nicht untertänig sein sollte. Demnach schiffte der mahometische Kaiser mit großer, mächtiger Heereskraft vor Rhodos und stellte sein Heerlager am 23. Tag des Monats Mai des Jahres Christi 1480 auf Sankt Stephans Berg und darum herum. Und beschoss die Stadt drei Monate aneinander ohne Unterlass. Aber Pierre d'Aubusson, der Hochmeister zu Rhodos, ein kluger und starkmütiger Mann, zeigte die Kraft seiner Festmütigkeit mit der Tat männlichen und unerschrockenen Widerstands. Dadurch, aus göttlicher Mithilfe, wurden die Türken von den christlichen Rittern zertrennt, abgetrieben, geschlagen und mit solcher Ungestüm in die Flucht gebracht, dass sie sich selbst in dem Gedränge ertöteten. Man sagt, dass die Türken eine Gesichte eines Wunderzeichens gesehen und darüber einen so großen Schrecken empfangen hätten, dass sie flüchtig geworden wären. Darum ist gütiglich zu verstehen, dass solcher Sieg und Überwindung vom Himmel den christlichen Rittern gegeben worden sei, die dann in so kleiner Zahl dem mächtigen Feind, der bis auf die Mauer gekommen war, Widerstand getan haben. Und der mahometische Kaiser zog am 89. Tag nach Anfang seiner Belagerung der Stadt Rhodos mit seiner Schiffung unehrenhaft und schändlich von dannen. Aber Petrus, der Hochmeister, hatte von Papst Sixtus und anderen christgläubigen Menschen in Europa mit Geld, Hilfe und Beistand, damit er die verheerten und verwüsteten Inseln wieder besserte. Bruder Niklaus. Dieser Zeit enthielt sich bei den Schweizern, nicht ferne von Luzern, in einer ungeheuren Einöde ein alter Mann, ganz in gelassenem und abgezogenem Leben, bei 20.