Schedelsche Weltchronik · Blatt 275

Sechstes Alter · Nürnberg 1493, Hartmann Schedel, Übersetzung Georg Alt, Druck Anton Koberger

Schedelsche Weltchronik Blatt 275, linke Seite Schedelsche Weltchronik Blatt 275, rechte Seite
📖 Im interaktiven Viewer öffnen

Transkription (Frühneuhochdeutsch, 1493)

Von Albania der gegent ALbania ist ettwen ein teyl vnd zugehoerung Macedonie gewest. Darinn die zwuo ettwen benambten stett Dirachium vnd Appollonia gelegen sind. Die sprach desselben volcks ist weder den Kriechischen noch den Windischen bekannt. Wir glawben das diss geschlecht ettwen auß der Albania koemen sey die nahend bey cholchide in der Asiaticischen Scithia ist als dann zu mermalen der vberschwal der Barbarischen nation vnd voelcker Kriechische vnd Welsche land bekuemmert hat. In disem land ist der mechtig Chamusa gewest. der auß cristenlichen eltern geporn des cristenlichen glawbens verlawgnende sich zu der Machometischen aberglawben vnd keret wider zu dem vetterlichen gesetz. Vnd wiewol er bede glawben verachtet so wolt er doch lieber ein crist denn ein tuerck sterben. vnd starb vnlang nach der Constantinopolitanischen nyderlag. den erbet Georgius scanderbechus auß edeln eltern geporn. der schier alle sein tag mit waffen vnnd krieg vmb cristenlichs namens willen streyttende verzeret. vil vnd grosse schar der Tuercken vberwunden vnd außgetilgt. vnnd allain dise gegennt in dem ewangelio Cristi enthalten hat. Wiewol man sagt das die yetzo zum maisten tayl mit feynntlicher waffen verwueestet sey. Der koenig Alphonsus hat offt weppner in Albaniam geschickt. die statt Croyam in seinen gewalt genomen vnd vor den Tuercken beschuetzt hat. Dess obgenanten Scanderbechi bruders sun der es mit den Tuercken hielt wardt von demselben seinem vettern gefangen. zu dem koenig Alphonso gesant vnnd in einen kercker gelegt. Babst Calixtus hat disem Scanderbecho nit wenig hilff mit gelt gethan. Von Illiria oder windischem land NAch der gegent Albania komen die Illirischen voelcker gegen den nydergang vnd mitte nachtwartz. Dise menschen haissen wir yetzo die Winden. ettlich werden bossen. ettlich dalmacier. ettlich croacier. ettlich histrier vnd etlich Krayner genant. Die Bossen ligen hineinwartz gein Hungern gegen mitternacht. die andern am meer gelegen raychen bis an die Timanischen prunnen. dort hin Ausonium vnd daher Hungern ansehende. aber der fluss Timanus lawfft hinein bis in den innersten winckel des adriatischen meers. Wiewol koenig Stephan in Bossna dem cristenlichen glawben nachfolget yedoch enthielt er sich langezeit von dem sacrament des tawffs. darnach fordert er zu ime Johannem den cardinal sancti Angeli von dem empfieng er den heilligen tawff vnd fieng mit den Tuercken ein krieg an. In diser gegent sind vil manicheyscher ketzer. die da zwen anfeng. einen der guoten. den andern der boesen setzen. vnd halten nichts von der oeberkeit der roemischen kirchen. Sie bekennen auch nit das Cristus dem vater gleich vnd mitselbstentlich sey. Ire cloester haben sie in entlegnen winckeln zwischen den bergen. wenn die weiber mit kranckheit beladen werden so geloben sie sich wo sie widerumb zu gesuntheit komen wuerden denselben muenchen als heilligen mennern ettliche zeit zedienen. vnd so sie denn also zu gesuntheit komen so volbringen sie mit verhengknus irer mann dieselbigen geluebd vermischlicher weise vnder den muenchen in bestimbter zeit lebende. Dise befleckung haben weder die gesetz des Roemischen stuols noch auch die cristenlichen waffen außtilgen muogen. der almechtig got lesset die ketzer regiren zu vnßrer vbung. Von Dalmacia der gegent IN dalmacia hat koenig Stephan die von Ragus mit grossen schlachten bekuemert. dann er het zwischen den Bossen vnd dalmaciern ein hertzogthumb vnd was mit dem gift der Manicheyischen kertzer befleckt. der die cristen haimlistigclich fienge vnd den Tuercken verkawfft. vnnd schicket doch botschaft gein Rom mit begerung der hilff von dem bebstlichen stuol. die zerung des kriegs auß den cristen begerende den er wider die cristen fueeret. Von Croacien IN der gegent Croacie hat ein oesterreichisch weib. wie wol nidrer gepurt yedoch fuertreffenlicher sytten vnd guoter wolgestaltnus vernichelschaft eins grafen verdient. Die wardt vnterwegen von einem schloss zu den Blat CCLXXV andern reyttende von eylender zukunft der Tuercken gefangen vnd ettwen lang bey ine enthalten vnd darnach auß vngeduldung ires gemahels mit grossem gelt auß gefengknus erledigt. Nw moecht ymand fragen wo wir die gegent Liburniam gelassen hetten. Aber die end vnd oertter der land prouintzen vnd gegent sind also zweifellich vnd zerstreuet das man nit gar aigentlich von den newen vnnd noch vil minder von den fast alten gegenten lawtere vnderschaid vnd endschaft erkennen mag. Der gschihtbschreiber Plinius spricht das ennd Liburnie sey ein anfang dalmacie. Von der gegent Hystria DIe alten lerer haben gesagt das Hystria ein teil welscher land sey darinn die stett Parecium vnd Pola sind vnd Justantinopolis ein hawbtstatt Hystrie. doch stoest sie an welsche land in dem adriaticischen winckel außgeschwaift vnd schier in gestalt einer innseln mit dem meer vmbgeben. Dise gegent ist steinig vnd pirgig von den alten Albania genannt. Plinius hat gesagt Hystria hieng an Liburnia. Auß dem erscheint offenlich das die Croatiner an des Liburnischen volcks stett komen sind. Hystri sind yetzo die Windischen. wiewol die stett im meer gelegen welscher sprach sind vnd kunden doch bede gezuenge. Der tail diss lands ist besser der an das meer stossend den Venedigern vnderworffen ist. die mitteln erden hat das hawß zu oesterreich inn. Alda ist die statt zu sant Veit genant. von dannen bis gein Aquileigiam sind tausent roßlawff. In disem land ist zu vnßern zeiten nichts gedechtnus wirdigs gehandelt worden. wiewol die oesterreicher vnnd Venediger der grenitz halben desselben lands kriegische auffruor gegen einander gehabt haben. darumb wir dann yezuzeiten von dem kaiser gesandt die sache zu aufschlag vnd newem anstal gebracht vnd doch den krieg gentzlich nit hinlegen muogen haben. Von Krayn DIe Krayner volgen nach den hystriern. doch die Windischen dersprach die gegent behelt tailt die Krayner sprechende das zwayerlay Krayn sey. Eine truocken vnd wasser duerftig. darinn die Hystri vnd Carsi zwischen Laibach vnd Triest in dem gepirg wonen bis hin an den fluss Thimanum. Das ander Krayn ist wol befeuechtet mit mancherlay fluessen. vnd sunderlich mit der Saw vnd Laibach. von dem die statt iren namen hat. Dieweil kaiser Friderich nach der kron des Teuetschen koenigreichs gein Ach zohe do wardt die statt Laibach durch graff Vlrichen von Cili vnd hertzog Albrechen des kaisers bruder mit versammelter hilff belegert vnd manigfeltigclich beschossen. vnd doch zu letst durch kaiser Friderichs ritterschaft erledigt mit erobrung vil koestlichs schießzeuegs vnd kriegs waffen. Von Kernten

Moderne Übersetzung

Über Albanien. Die Gegend Albanien war einst ein Teil und Zugehörigkeit Makedoniens. Darin liegen die zwei einst benannten Städte Dirachium und Apollonia. Die Sprache dieses Volkes ist weder den Griechen noch den Winden bekannt. Wir glauben, dass dieses Geschlecht einst aus der Albania gekommen sei, die nahe bei Kolchis in der asiatischen Skythien liegt, da zu mehrmalen der Überschwall der barbarischen Nationen und Völker griechische und welsche Länder bekümmert hat. In diesem Land war der mächtige Chamusa, der aus christlichen Eltern geboren, den christlichen Glauben verleugnete und sich dem mohammedanischen Aberglauben zuwandte und zum väterlichen Gesetz zurückkehrte. Und obwohl er beide Glauben verachtete, so wollte er doch lieber ein Christ denn ein Türke sterben und starb unlängst nach der konstantinopolitanischen Niederlage. Ihn beerbte Georgius Scanderbechus, aus edlen Eltern geboren, der fast alle seine Tage mit Waffen und Krieg um des christlichen Namens willen streitend verzehrte, viele und große Scharen der Türken überwand und ausrottete und allein diese Gegend im Evangelium Christi enthalten hat. Obwohl man sagt, dass sie jetzt zum größten Teil mit feindlichen Waffen verwüstet sei. Der König Alphonsus hat oft Waffenträger nach Albanien geschickt, die Stadt Croyam in seinen Gewalt genommen und vor den Türken beschützt. Des obgenannten Scanderbechi Bruders Sohn, der es mit den Türken hielt, wurde von demselben seinem Vetter gefangen, zu dem König Alphonso gesandt und in einen Kerker gelegt. Papst Calixtus hat diesem Scanderbecho nicht wenig Hilfe mit Geld getan. Über Illyrien oder windisches Land. Nach der Gegend Albanien kommen die illyrischen Völker gegen den Niedergang und Mitternacht. Diese Menschen nennen wir jetzt die Winden. Etliche werden Bossen, etliche Dalmacier, etliche Croacier, etliche Histrier und etliche Krayner genannt. Die Bossen liegen hineinwärts gegen Ungarn gegen Mitternacht. Die anderen am Meer gelegen reichen bis an die Timanischen Brunnen, dorthin Ausonium und daher Ungarn ansehend. Aber der Fluss Timanus läuft hinein bis in den innersten Winkel des adriatischen Meeres. Obwohl König Stephan in Bossna dem christlichen Glauben nachfolgte, jedoch enthielt er sich lange Zeit von dem Sakrament des Taufs. Darnach forderte er zu ihm Johannem den Kardinal sancti Angeli, von dem empfing er den heiligen Tauf und fing mit den Türken einen Krieg an. In dieser Gegend sind viele manichäische Ketzer, die da zwei Anfänge, einen der Guten, den anderen der Bösen setzen und halten nichts von der Obrigkeit der römischen Kirche. Sie bekennen auch nicht, dass Christus dem Vater gleich und mitselbstlich sei. Ihre Klöster haben sie in entlegenen Winkeln zwischen den Bergen. Wenn die Weiber mit Krankheit beladen werden, so geloben sie sich, wo sie wiederum zu Gesundheit kommen würden, denselben Mönchen als heiligen Männern etliche Zeit zu dienen. Und so sie denn also zu Gesundheit kommen, so vollbringen sie mit Verhängnis ihrer Männer dieselben Gelübde vermischlicher Weise unter den Mönchen in bestimmter Zeit lebend. Diese Befleckung haben weder die Gesetze des römischen Stuhls noch auch die christlichen Waffen ausrotten mögen. Der allmächtige Gott lässt die Ketzer regieren zu unserer Übung. Über Dalmatien. In Dalmatien hat König Stephan die von Ragus mit großen Schlachten bekümmert, dann er hatte zwischen den Bossen und Dalmaciern ein Herzogtum und war mit dem Gift der manichäischen Ketzer befleckt, der die Christen heimtückisch fing und den Türken verkaufte und schickte doch Botschaft gen Rom mit Begehrung der Hilfe von dem päpstlichen Stuhl, die Zehrung des Krieges aus den Christen begehrend, den er wider die Christen führte. Über Kroatien. In der Gegend Kroatien hat ein österreichisches Weib, wiewohl niederer Geburt, jedoch vortrefflicher Sitten und guter Wohlgestalt, die Vermählung eines Grafen verdient. Die ward unterwegs von einem Schloss zu den anderen reitend von eilender Zukunft der Türken gefangen und etwann lang bei ihnen enthalten und darnach aus Ungeduld ihres Gemahls mit großem Geld aus Gefängnis erledigt. Nun möchte jemand fragen, wo wir die Gegend Liburniam gelassen hätten. Aber die Enden und Orte der Länder, Provinzen und Gegenden sind also zweifelhaft und zerstreut, dass man nicht gar eigentlich von den neuen und noch viel minder von den fast alten Gegenden lautere Unterscheidung und Endschaaft erkennen mag. Der Geschichtsschreiber Plinius spricht, dass das Ende Liburniens ein Anfang Dalmatiens sei. Über die Gegend Istrien. Die alten Lehrer haben gesagt, dass Istrien ein Teil welscher Länder sei, darin die Städte Parecium und Pola sind und Justinianopolis eine Hauptstadt Istriens. Doch stößt sie an welsche Länder in dem adriatischen Winkel ausgeschweift und schier in Gestalt einer Insel mit dem Meer umgeben. Diese Gegend ist steinig und bergig, von den Alten Albania genannt. Plinius hat gesagt, Istrien hing an Liburnien. Aus dem erscheint offenbar, dass die Kroatiner an des liburnischen Volkes Statt gekommen sind. Istri sind jetzt die Windischen, wiewohl die Städte im Meer gelegen welscher Sprache sind und konnten doch beide Zungen. Der Teil dieses Landes ist besser, der an das Meer stoßend den Venezianern unterworfen ist. Die mittleren Erden hat das Haus zu Österreich inne. Alda ist die Stadt zu Sankt Veit genannt. Von dannen bis gen Aquileia sind tausend Rosslauf. In diesem Land ist zu unseren Zeiten nichts denkwürdiges gehandelt worden, wiewohl die Österreicher und Venezianer der Grenze halben desselben Landes kriegerische Aufruhr gegeneinander gehabt haben, darum wir dann jetzt zu Zeiten von dem Kaiser gesandt die Sache zu Aufschlag und neuem Anstal gebracht und doch den Krieg gänzlich nicht hinlegen mögen haben. Über Krain. Die Krainer folgen nach den Histriern. Doch die Windischen der Sprache, die die Gegend behält, teilt die Krainer sprechend, dass zweierlei Krain sei. Eine trocken und wasserdürftig, darin die Histri und Carsi zwischen Laibach und Triest in dem Gebirge wohnen bis hin an den Fluss Thimanum. Das andere Krain ist wohl befeuchtet mit mancherlei Flüssen und sonderlich mit der Saw und Laibach, von dem die Stadt ihren Namen hat. Dieweil Kaiser Friedrich nach der Krone des deutschen Königreichs gen Aachen zog, da ward die Stadt Laibach durch Graf Ulrich von Cilli und Herzog Albrecht, des Kaisers Bruder, mit versammelter Hilfe belagert und mannigfaltiglich beschossen und doch zuletzt durch Kaiser Friedrichs Ritterschaft erledigt mit Eroberung viel köstlichen Schießzeugs und Kriegswaffen. Über Kärnten.

Anmerkungen

Albania
Historische Bezeichnung für eine Region auf dem Balkan, die dem heutigen Albanien entspricht.
Macedonie
Makedonien, eine historische Region auf dem Balkan.
Dirachium
Durrës, eine Stadt im heutigen Albanien.
Appollonia
Apollonia, eine antike griechische Stadt in Illyrien, im heutigen Albanien.
Kriechischen
Griechischen
Windischen
Slawischen, insbesondere südslawischen Völkern (Slowenen, Kroaten, Serben).
cholchide
Kolchis, eine antike Region an der Ostküste des Schwarzen Meeres, im heutigen Georgien.
Asiaticischen Scithia
Asiatische Skythen, eine Region in Zentralasien, die von den Skythen bewohnt wurde.
welsche land
Romanische Länder, insbesondere Italien.
Chamusa
Gjergj Kastrioti, genannt Skanderbeg (1405–1468), albanischer Fürst und Nationalheld. Hier wird er fälschlicherweise als Chamusa bezeichnet, der Name bezieht sich auf Hamza Kastrioti, Skanderbegs Neffen, der zum Islam konvertierte.
Machometischen aberglawben
Mohammedanischen Aberglauben, d.h. dem Islam.
Constantinopolitanischen nyderlag
Die Eroberung Konstantinopels durch die Osmanen im Jahr 1453.
Georgius scanderbechus
Georg Kastrioti Skanderbeg (1405–1468), albanischer Fürst und Nationalheld.
Alphonsus
Alfons V. von Aragon (1396–1458), König von Aragon, Sizilien und Neapel.
Croyam
Kruja, eine Stadt in Albanien, bekannt als Skanderbegs Festung.
Babst Calixtus
Papst Calixt III. (1378–1458), Papst von 1455 bis 1458.
Illiria
Illyrien, eine historische Region auf dem Balkan, die das heutige Kroatien, Bosnien und Herzegowina, Montenegro und Albanien umfasste.
Bossen
Bosnier
Dalmacier
Dalmatiner, Bewohner Dalmatiens.
Croacier
Kroaten
Histrier
Istrer, Bewohner Istriens.
Krayner
Krainer, Bewohner Krains (heutiges Slowenien).
Timanischen prunnen
Die Quellen des Flusses Timavo (Timan), der in der Nähe von Triest in die Adria mündet.
Ausonium
Alte Bezeichnung für Italien.
Timanus
Der Fluss Timavo.
Koenig Stephan in Bossna
König Stjepan Tomašević (reg. 1461–1463), letzter König von Bosnien.
Johannem den cardinal sancti Angeli
Johannes Bessarion (1403–1472), Kardinal und Humanist, der 1463 als päpstlicher Legat nach Bosnien geschickt wurde.
manicheyscher ketzer
Manichäer, Anhänger einer dualistischen Religion, die im Mittelalter in Bosnien als Bogomilen bekannt waren.
Cristus dem vater gleich vnd mitselbstentlich sey
Christus sei dem Vater gleich und wesensgleich (homoousios), ein zentraler Punkt der christlichen Trinitätslehre.
Ragus
Ragusa, der alte Name für Dubrovnik.
hertzogthumb
Herzogtum
Blat CCLXXV
Blatt 275 (römische Zahl für 275).
Liburniam
Liburnien, eine historische Region an der Adriaküste, im heutigen Kroatien.
Plinius
Plinius der Ältere (23–79 n. Chr.), römischer Gelehrter und Naturforscher.
Hystria
Istrien, eine Halbinsel in der Adria, heute zwischen Kroatien, Slowenien und Italien geteilt.
Parecium
Poreč, eine Stadt in Istrien.
Pola
Pula, eine Stadt in Istrien.
Justantinopolis
Justinianopolis, eine antike Stadt in Istrien, möglicherweise eine Verwechslung oder eine andere Bezeichnung für eine istrische Stadt.
innseln
Insel
gezuenge
Zungen, Sprachen.
Venedigern
Venezianern
Alda ist die statt zu sant Veit genant
Hier ist die Stadt Rijeka (St. Veit am Flaum) gemeint.
Aquileigiam
Aquileia, eine antike römische Stadt in Norditalien.
tausent roßlawff
Tausend Rossläufe, eine alte Maßeinheit für Entfernung, die der Strecke entspricht, die ein Pferd in einer bestimmten Zeit zurücklegen kann (ca. 5-7 km pro Rosslauf).
Krayn
Krain, eine historische Region, die dem heutigen Slowenien entspricht.
Carsi
Karster, Bewohner des Karstgebiets.
Laibach
Ljubljana, die Hauptstadt Sloweniens.
Triest
Triest, eine Stadt in Italien.
Thimanum
Der Fluss Timavo.
Saw
Die Save, ein Fluss in Südosteuropa.
kaiser Friderich
Kaiser Friedrich III. (1415–1493), römisch-deutscher Kaiser.
Ach
Aachen, Krönungsort der römisch-deutschen Könige.
graff Vlrichen von Cili
Graf Ulrich II. von Cilli (1406–1456), ein mächtiger Adliger im Heiligen Römischen Reich.
hertzog Albrechen des kaisers bruder
Herzog Albrecht VI. von Österreich (1418–1463), Bruder Kaiser Friedrichs III.
Schießzeuegs
Schießzeug, d.h. Artillerie und Munition.
Kernten
Kärnten, ein österreichisches Bundesland.