Schedelsche Weltchronik · Blatt 278

Sechstes Alter · Nürnberg 1493, Hartmann Schedel, Übersetzung Georg Alt, Druck Anton Koberger

Schedelsche Weltchronik Blatt 278, linke Seite Schedelsche Weltchronik Blatt 278, rechte Seite
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Transkription (Frühneuhochdeutsch, 1493)

Won polnischem land NW woellen wir an dem ort die gegent Teuetscher land ruoen lassen und die Sarmaticischen oder Polnischen lewt gegen dem oriennt vnnd mitternacht wesende besyhtigen. Polnisch lannd ist ein grosse weyte gegent gegen dem nydergang zu negst an Schlesien. auch an Hungern Littaw vnd Prewßen stossende. Alda ist Cracaw die fuernembst statt des koenigreichs. Außerhalb diser statt sind die andern Polnischen stett wenig scheinper vnd schier alle hewßer von holtz gepawt vnd mit laym geklaibt mit andern aigenschaften hieuor in disem buoch angezaigt. Diss koenigreich haben die vorfarenden koenig in vier tail getailt. darinn zewhet der koenig alle iar vmb vnnd yeder tail helt den koenig vnd seinen hoff drey monat mit gepuerlicher verlegung. vnd wo der koenig an einem ort lenger denn drey monat bleibt so muss er seinselbs zerung vnnd kosten leiden. Als der Polnisch koenig vor vnßern zeitten sterbennde ein tochter hinder im ließ do wardt sie hertzog Wilhelmen von oesterreich vermehlet vnnd er in das koenigreich gesetzt. Aber den Poln gefiele der Teuetsch koenig nicht. Dem nach wardt Vladislaus auß der Littaw von den Poln gefordert. Wilhelm außgeworffen vnd sein gemahele vnd das koenigreich dem newen koenig eingeben. Nw was Vladislaus ein hayd vnd anpetter der abgoetter. aber er empfieng den tawff mit dem koenig reich vnd hielt sich nach seiner bekerung zu Cristo als ein gaistlicher fuerst vil Littawer zu dem hailligen ewangelium ziehende. ettlich bischoflich kirchen auffrichtende. die bischoff mit grosser ere begabende. Als oft er reytende einen kirch thurn ansahe so nayget er mit abgezognem huot sein hawbt got erende. er hat mit den Tarttern vnd an der vnglawbigen gluecklich gefochten vnd die Preueßen mit großem krieg vberwunden. Diser Vladislaus het auß seyner andern schier newntzig ierigen gemahel zwen suen Vladislaum vnd Casimirum. Nach seinem absterben empfieng Vladislaus das polnisch koenigreich so erlanget Casimirus das Littawisch hertzogthum. der doch dauor zu dem Hungrischen koenigreich gefordert vnd in einem streyt wider die Tuercken erschlagen wardt. Die Polnischen lantherren forderten marggraff Friderichen von Brandemburg zu einem koenig. dann er het die tag seiner kintheit in dem polnischen koenigreich verzert vnd weßte des volcks gezuenge vnd ire sytten. do wardt geantwurtet. dieweil Casimirus hertzog zu Littaw des gestorben koenigs bruder als ein erb vorhanden wer so gepueret sich seins willens vnd gemueets darinn zeerkuendigen dann wo derselb Casimirus soelch koenigreich als brueederlich vnd vetterlich erb anzenemen willens wer so maynet marggraff Friderich ime nicht zymmlich sein Casimiro daran verhinderung zethun. Der gleichen beschaidenheit geprauchet sich auch hertzog Albrecht von Bayern gegen koenig Laßlawen sich des Behmischen koenigreichs das ime angetragen wardt widerende. Als auch kaiser Friderich von den Hungern vnd Beheim zu annemung koenigs Laßlaws verlaßner erbschaft gefordert wardt do wolt er nye dauon hoeren reden. Aber wiewol Casimirus nicht gern von den Littawrn gelassen wardt yedoch empfienng er in Poln komende das koenigreich mit fridsamer gubernierung. vnd ließ ime vnlanng darnach koenig Laßlaws schwester vermeheln vnd het vil auffruor wider die Teuetschen brueeder. Blat CCLXXVIII Littaw center LIttaw ist auch ein weitte gegennt gegen dem auffgang an die Poln stossende schier alle seeig vnnd weldig Vitoldus ein bruder Vladislai hat daselbst geregirt vnnd nach verlassung der abgoetterey das sacrament Cristi mit dem Polnischen koenigreich empfangen vnd zu seinen zeitten ein grossen namen gehabt. Den fuerchteten seine vnderthanen also sere wenn sie von ime gehaissen warden sich zeerhencken. so wolten sie ime lieber gehorsam erscheinen denn in sein vngnad fallen. Welche ime widerspennig waren die ließ er in ein bernhawt neen vnd den lebendigen bern zezerreissen fuerwerffen vnd auch mit andern grawsamen peynen verfolgen. wo er ritte so fueeret er alweg einen gespannten bogen wenn er dann ymant ersahe der anderst geparet denn ime gefielle so schosse er ine alßpald mit einem pfeil. vnnd toedtet vil menschen durch spil diser pluotig wueettrich. Sindrigal sein nachkomen neret ein berin die was gewenet prot auß seinen henden zenemen. offt in die welde zelawffen vnd widerkomende bis an des fuersten schlafkamer zegeen vnd an allen thueren zekratzen vnnd mit den fueeßen anzeklopffen so yne hungret so tete ime denn der fuerst auff vnd gab ime die speyss. Ettlich edel iungling macheten einen anschlag vber disen fuersten vnd komen mit gewappenter hand fuer des fuersten schlafkamer an der thuer nach weise der berin anklopffende. Sindrigal mainet die berin wer da vnd eroeffnet die thuer vnnd wardt alßpald von den edel lewten erstochen Darnach gelanget die herrschung diss lands an Casimirum. Zu sumer zeiten ist vor wassern zu den Littawern nit leichtigclich zekomen. zu wintterzeit fert man vber die gefrornen see. Die kawflewt zyhen auff dem eyse vnd schne vnd fueeren speyss auf vil tag mit ine Alda ist kein rechter gepanter weg so sind auch alda selten stett vnd wenig doerffer. Bey den littawrn

Moderne Übersetzung

Vom polnischen Land: Nun wollen wir an diesem Ort die Gegend des deutschen Landes ruhen lassen und die sarmatischen oder polnischen Leute, die gegen Osten und Mitternacht wohnen, besichtigen. Das polnische Land ist eine große, weite Gegend gegen den Westen, am nächsten an Schlesien, auch an Ungarn, Litauen und Preußen stoßend. Dort ist Krakau die vornehmste Stadt des Königreichs. Außerhalb dieser Stadt sind die anderen polnischen Städte wenig ansehnlich und fast alle Häuser aus Holz gebaut und mit Lehm verputzt, mit anderen Eigenschaften, die zuvor in diesem Buch aufgezeigt wurden. Dieses Königreich haben die vorhergehenden Könige in vier Teile geteilt, darin zieht der König jedes Jahr um, und jeder Teil unterhält den König und seinen Hof drei Monate lang mit gebührender Verpflegung. Und wo der König an einem Ort länger als drei Monate bleibt, so muss er seine eigene Verpflegung und Kosten tragen. Als der polnische König vor unserer Zeit sterbend eine Tochter hinterließ, da wurde sie Herzog Wilhelm von Österreich vermählt und er in das Königreich eingesetzt. Aber den Polen gefiel der deutsche König nicht. Demnach wurde Vladislaus aus Litauen von den Polen gefordert, Wilhelm ausgeworfen und seine Gemahlin und das Königreich dem neuen König übergeben. Nun war Vladislaus ein Heide und Anbeter der Abgötter, aber er empfing die Taufe mit dem Königreich und hielt sich nach seiner Bekehrung zu Christus als ein geistlicher Fürst, viele Litauer zum heiligen Evangelium ziehend, etliche bischöfliche Kirchen aufrichtend, die Bischöfe mit großer Ehre begabend. Sooft er reitend einen Kirchturm ansah, so neigte er mit abgezogenem Hut sein Haupt, Gott ehrend. Er hat mit den Tataren und anderen Ungläubigen glücklich gefochten und die Preußen mit großem Krieg überwunden. Dieser Vladislaus hatte aus seiner zweiten, fast neunzigjährigen Gemahlin zwei Söhne, Vladislaus und Casimir. Nach seinem Absterben empfing Vladislaus das polnische Königreich, so erlangte Casimir das litauische Herzogtum, der doch zuvor zu dem ungarischen Königreich gefordert und in einem Streit wider die Türken erschlagen wurde. Die polnischen Landherren forderten Markgraf Friedrich von Brandenburg zu einem König, denn er hatte die Tage seiner Kindheit in dem polnischen Königreich verbracht und kannte die Sprache des Volkes und ihre Sitten. Da wurde geantwortet: „Dieweil Casimir, Herzog zu Litauen, des gestorbenen Königs Bruder, als ein Erbe vorhanden wäre, so gebührt es sich, seinen Willen und Gemüt darin zu erkundigen, denn wo derselbe Casimir solch Königreich als brüderliches und väterliches Erbe anzunehmen willens wäre, so meint Markgraf Friedrich, ihm nicht ziemlich zu sein, Casimir daran Verhinderung zu tun.“ Dergleichen Bescheidenheit gebrauchte sich auch Herzog Albrecht von Bayern gegen König Ladislaus, sich des böhmischen Königreichs, das ihm angetragen wurde, weigernd. Als auch Kaiser Friedrich von den Ungarn und Böhmen zur Annahme König Ladislaus’ verlassener Erbschaft gefordert wurde, da wollte er nie davon hören reden. Aber wiewohl Casimir nicht gern von den Litauern gelassen wurde, jedoch empfing er, in Polen kommend, das Königreich mit friedlicher Regierung und ließ ihm unlängst darnach König Ladislaus’ Schwester vermählen und hatte viel Aufruhr wider die deutschen Brüder. Blatt 278. Litauen. Litauen ist auch eine weite Gegend gegen den Aufgang, an die Polen stoßend, fast alle seenreich und waldig. Vitoldus, ein Bruder Vladislaus’, hat daselbst regiert und nach Verlassung der Abgötterei das Sakrament Christi mit dem polnischen Königreich empfangen und zu seinen Zeiten einen großen Namen gehabt. Den fürchteten seine Untertanen also sehr: Wenn sie von ihm geheißen wurden, sich zu erhängen, so wollten sie ihm lieber gehorsam erscheinen, denn in seine Ungnade fallen. Welche ihm widerspenstig waren, die ließ er in eine Bärenhaut nähen und den lebendigen Bären zerreißen vorwerfen und auch mit anderen grausamen Peinen verfolgen. Wo er ritt, so führte er allweg einen gespannten Bogen; wenn er dann jemand ersah, der anders gebärdete, denn ihm gefiel, so schoss er ihn alsbald mit einem Pfeil und tötete viele Menschen durch Spiel, dieser blutige Wüterich. Sindrigal, sein Nachkomme, nährte eine Bärin, die war gewohnt, Brot aus seinen Händen zu nehmen, oft in die Wälder zu laufen und wiederkommend bis an des Fürsten Schlafkammer zu gehen und an allen Türen zu kratzen und mit den Füßen anzuklopfen. So ihn hungert, so tat ihm denn der Fürst auf und gab ihm die Speise. Etliche edle Jünglinge machten einen Anschlag über diesen Fürsten und kamen mit gewappneter Hand vor des Fürsten Schlafkammer, an der Tür nach Weise der Bärin anklopfend. Sindrigal meinte, die Bärin wäre da und eröffnete die Tür und ward alsbald von den edlen Leuten erstochen. Darnach gelangte die Herrschaft dieses Landes an Casimir. Zu Sommerzeiten ist vor Wassern zu den Litauern nicht leichtlich zu kommen. Zu Winterzeit fährt man über die gefrorenen Seen. Die Kaufleute ziehen auf dem Eis und Schnee und führen Speise auf viele Tage mit ihnen. Dort ist kein rechter gepflasterter Weg, so sind auch dort selten Städte und wenig Dörfer. Bei den Litauern ...

Anmerkungen

NW
Abkürzung für 'nun'
Sarmaticischen
Sarmatien – eine antike Bezeichnung für ein Gebiet in Osteuropa, das Teile des heutigen Polens umfasste.
oriennt vnnd mitternacht
Osten und Norden
besyhtigen
besichtigen, betrachten
nydergang
Westen (wörtlich: Niedergehen der Sonne)
negst an
am nächsten an
Littaw
Litauen
Prewßen
Preußen
Cracaw
Krakau
fuernembst
vornehmste, wichtigste
scheinper
ansehnlich, prächtig
schier
fast, beinahe
geklaibt
geklebt, verputzt (mit Lehm)
hieuor
hievor, zuvor
angezaigt
angezeigt, beschrieben
zewhet
zieht
gepuerlicher verlegung
gebührender Verpflegung/Unterbringung
seinselbs zerung vnnd kosten leiden
seine eigene Verpflegung und Kosten tragen
hinder im ließ
hinter sich ließ, hinterließ
vermehlet
vermählt, verheiratet
hertzog Wilhelmen von oesterreich
Herzog Wilhelm von Österreich (Wilhelm der Ehrgeizige, Herzog von Österreich, 1370–1406)
Poln
Polen (Plural)
Dem nach
Demnach
Vladislaus auß der Littaw
Władysław II. Jagiełło (ca. 1351–1434), Großfürst von Litauen und König von Polen
hayd
Heide
anpetter der abgoetter
Anbeter der Abgötter, Götzenanbeter
tawff
Taufe
gaistlicher fuerst
geistlicher Fürst (im Sinne von fromm, religiös)
hailligen ewangelium
heiligen Evangelium
ziehende
ziehend, hinziehend, bekehrend
ettlich
etliche, einige
auffrichtende
aufrichtend, gründend
begabende
begabend, beschenkend
abgezognem huot
abgezogenem Hut, Hut abnehmend
hawbt got erende
Haupt, Gott ehrend
Tarttern
Tataren
vnglawbigen
Ungläubigen
gluecklich gefochten
glücklich gefochten, erfolgreich gekämpft
vberwunden
überwunden, besiegt
schier newntzig ierigen gemahel
fast neunzigjährigen Gemahlin (gemeint ist die lange Lebenszeit der Gemahlin, nicht ihr Alter bei der Geburt der Söhne)
Vladislaum vnd Casimirum
Władysław III. (1424–1444) und Kasimir IV. Jagiełło (1427–1492), Söhne Władysław II. Jagiełłos
absterben
Absterben, Tod
so erlanget
so erlangte
der doch dauor zu dem Hungrischen koenigreich gefordert vnd in einem streyt wider die Tuercken erschlagen wardt
Bezieht sich auf Władysław III., der 1444 in der Schlacht bei Warna gegen die Türken fiel, als er König von Polen und Ungarn war. Der Text vermischt hier die Schicksale der Brüder.
Lantherren
Landherren, Adlige
marggraff Friderichen von Brandemburg
Markgraf Friedrich von Brandenburg (Friedrich II. 'Eisenzahn' von Brandenburg, 1413–1471)
verzerrt
verzehrt, verbracht
weßte des volcks gezuenge vnd ire sytten
kannte die Sprache des Volkes und ihre Sitten
dieweil
dieweil, da, weil
erb vorhanden wer
Erbe vorhanden wäre
gepueret sich seins willens vnd gemueets darinn zeerkuendigen
es gebührt sich, seinen Willen und sein Gemüt (seine Absicht) darin zu erkundigen
soelch
solch
brueederlich vnd vetterlich erb
brüderliches und väterliches Erbe
anzunemen willens wer
anzunehmen willens wäre
maynet marggraff Friderich ime nicht zymmlich sein Casimiro daran verhinderung zethun
meint Markgraf Friedrich, es sei ihm nicht ziemlich (angemessen), Kasimir daran zu hindern
Der gleichen beschaidenheit geprauchet sich auch hertzog Albrecht von Bayern gegen koenig Laßlawen sich des Behmischen koenigreichs das ime angetragen wardt widerende
Dergleichen Bescheidenheit (Zurückhaltung) zeigte auch Herzog Albrecht von Bayern (Albrecht III. 'der Fromme', 1401–1460) gegenüber König Ladislaus (Ladislaus Postumus, 1440–1457), indem er das böhmische Königreich, das ihm angetragen wurde, ablehnte.
kaiser Friderich
Kaiser Friedrich III. (1415–1493)
koenigs Laßlaws verlaßner erbschaft
König Ladislaus’ (Postumus) verlassener Erbschaft
wiewol
obwohl
yedoch
jedoch
fridsamer gubernierung
friedsamer Regierung
vnlanng darnach
unlängst darnach, bald danach
koenig Laßlaws schwester
König Ladislaus’ (Postumus) Schwester (Elisabeth von Habsburg, die Kasimir IV. heiratete)
auffruor wider die Teuetschen brueeder
Aufruhr wider die Deutschen Brüder (vermutlich der Deutsche Orden, mit dem Polen und Litauen Kriege führten)
Blat CCLXXVIII
Blatt 278 (römisch für 278)
auffgang
Osten (wörtlich: Aufgang der Sonne)
seeig vnnd weldig
seenreich und waldig
Vitoldus ein bruder Vladislai
Vytautas der Große (ca. 1350–1430), Großfürst von Litauen, Cousin und Schwager Władysław II. Jagiełłos (nicht Bruder)
abgoetterey
Abgötterei, Götzenanbetung
sacrament Cristi
Sakrament Christi (Taufe und Bekehrung zum Christentum)
gehaissen warden sich zeerhencken
geheißen wurden, sich zu erhängen
erscheinen
erscheinen, sich zeigen
widerspennig
widerspenstig, ungehorsam
bernhawt neen
Bärenhaut nähen
fuerwerffen
vorwerfen (den Bären zum Zerreißen)
peynen
Peinen, Qualen
alweg einen gespannten bogen
allzeit einen gespannten Bogen
geparet denn ime gefielle
gebärdete (sich verhielt), als ihm gefiel
alßpald
alsbald, sofort
wueettrich
Wüterich, Tyrann
Sindrigal
Švitrigaila (ca. 1370–1452), Großfürst von Litauen, Bruder Władysław II. Jagiełłos und Vytautas’
neret
nährte
gewenet
gewöhnt
zelawffen
zu laufen
bis an des fuersten schlafkamer zegeen
bis an des Fürsten Schlafkammer zu gehen
anklopffen so yne hungret
anklopfen, wenn ihn hungert
tete ime denn der fuerst auff
tat ihm denn der Fürst auf (öffnete die Tür)
anschlag vber disen fuersten
Anschlag (Attentat) auf diesen Fürsten
gewappenter hand
bewaffneter Hand
nach weise der berin anklopffende
nach Weise der Bärin anklopfend
mainet die berin wer da
meinte, die Bärin wäre da
eroeffnet
eröffnete
erstochen
erstochen
Darnach gelanget die herrschung diss lands an Casimirum
Darnach gelangte die Herrschaft dieses Landes an Kasimir (Kasimir IV. Jagiełło, der nach Švitrigailas Tod Großfürst von Litauen wurde).
vor wassern zu den Littawern nit leichtigclich zekomen
wegen der Gewässer zu den Litauern nicht leichtlich zu kommen
gefrornen see
gefrorenen Seen
kawflewt zyhen auff dem eyse vnd schne
Kaufleute ziehen auf dem Eis und Schnee
gepanter weg
gepflasterter Weg
doerffer
Dörfer