Le Ménagier de Paris · Paris · 1393
In der Zeit, da es gut ist zu salzen, nimm eine beliebige Menge Rinderzungen. Brühe sie ein wenig vor. Dann schabe und häute sie. Salze sie anschließend übereinander geschichtet und lass sie acht oder neun Tage im Salz liegen. Hänge sie danach den Rest des Winters an den Kamin. Hänge sie anschließend für ein, zwei oder vier Jahre an einen trockenen Ort.
| Original | Modern / Menge | Wo kaufen | Alternative |
|---|---|---|---|
| langues de beuf une quantité | Rinderzungen, eine beliebige Menge | Metzger | - |
| sel | Salz | - | - |
Nein, dieses Rezept ist nicht für die direkte Zubereitung im Lager geeignet, da es eine mehrtägige Pökelzeit und eine sehr lange Trocknungsphase von bis zu vier Jahren erfordert. Es dient der Vorratshaltung.
Dieses Rezept stammt aus dem 'Ménagier de Paris', einem Haushaltsbuch, das um 1393 in Paris verfasst wurde. Es gibt Einblicke in die bürgerliche Küche und Haushaltsführung des späten Mittelalters.
'Reez' bedeutet 'schaben' oder 'kratzen', und 'pelez' bedeutet 'häuten' oder 'schälen'. Nach dem Vorbrühen der Zungen werden sie von ihrer äußeren Haut und eventuellen Unreinheiten befreit, um sie für das Pökeln vorzubereiten.
Nach dem Pökeln und der Trocknung am Kamin können die Zungen an einem trockenen Ort für ein bis vier Jahre gelagert werden. Dies war eine gängige Methode der mittelalterlichen Vorratshaltung, um Fleisch über lange Zeiträume haltbar zu machen.
vorbrühen, leicht kochen
schaben, kratzen
häuten, schälen
Kamin, offener Herd
Aus unseren ersten Übersetzungen. Dieses Rezept gehört zu unseren früh erschlossenen Texten und wird vielleicht noch einmal überprüft. Wir gehen die Rezepte gelegentlich erneut durch, wenn wir neue Erkenntnisse gewinnen.
Unsere Übersetzungen mittelalterlicher Rezepte können Fehler enthalten. Fällt dir etwas auf? Schreib uns an feedback@fyndling.de - wir korrigieren gerne und sind für jeden Hinweis dankbar.