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Die Barbe

Libro de arte coquinaria · Norditalien · 1465

FischHauptspeise · FischLagerkücheLagerküche-tauglichLesartViel InterpretationsspielraumEinfachKorrekturBearbeitungsstand 5/10FischFastenspeiseHöfische KücheHofküche
Zubereitungszeit10 Min.Portionen1-2 PersonenBuchLibro de Arte Coquinaria (~1465)

Die Barbe: Bereite sie zu, wie es dir gefällt. Doch bedenke, sie gilt nicht als besonders guter Fisch. Und ihre Eier sind gefährlich zu essen, besonders im Monat Mai.

OriginalModern / MengeWo kaufenAlternative
Barbo 1 Barbe (Flussbarbe) Fischhändler (Zucht) Karpfen oder Wels
le sue ova Rogen der Barbe - -
Ist der Rogen der Barbe wirklich giftig?

Ja, der Rogen der Barbe (Barbus barbus) enthält das Toxin Cyprinidin, das beim Menschen Übelkeit, Erbrechen und Durchfall verursachen kann. Die Toxizität ist im Frühjahr, insbesondere im Mai, am höchsten, da dies die Laichzeit ist. Es wird dringend empfohlen, den Rogen zu entfernen und nicht zu verzehren.

Ist dieses Rezept für die Lagerküche / das Mittelaltermarkt-Lager geeignet?

Ja, die Barbe kann wie jeder andere Fisch am Lagerfeuer gebraten, gegrillt oder gesotten werden. Achte darauf, den Rogen vor der Zubereitung zu entfernen.

Aus welcher Zeit und woher stammt dieses Rezept?

Dieses Rezept stammt aus dem ‚Libro de Arte Coquinaria‘, verfasst um 1465 von Maestro Martino da Como, einem der bedeutendsten Köche des 15. Jahrhunderts. Es ist ein frühes Beispiel für ein Kochbuch, das sich an eine breitere Leserschaft richtete und detaillierte Anweisungen gab, auch wenn dieses spezielle Rezept eher eine Warnung ist.

Was ist eine Barbe und wo bekomme ich sie?

Die Barbe (Barbus barbus) ist ein Süßwasserfisch aus der Familie der Karpfenfische. Wildbarben stehen in vielen Regionen unter Schutz und dürfen nicht gefangen werden. Im Handel ist sie selten erhältlich. Eine Alternative wäre ein Karpfen oder Wels vom Fischhändler, die ähnliche Eigenschaften haben, aber deren Rogen unbedenklich ist.

Barbo. Fallo como ti piace, ma non è riputato bon pesce et le sue ova sonno periculose a magnare spitialmente il mese di magio.
Barbo

Die Barbe (Barbus barbus) ist ein Karpfenfisch, der in europäischen Flüssen vorkommt. Ihr Rogen ist giftig.

ova

Eier, hier im Sinne von Fischrogen.

Handschrift
Libro de arte coquinaria
Folio
Fol. 57r
Sprache
Frühitalienisch (15. Jh.)
Entstehung
Norditalien, 1465

Lesarten

Mediävistische Texte sind oft mehrdeutig. Hier die Stellen, an denen wir uns für eine Lesart entscheiden mussten - mit den plausiblen Alternativen.

LesartFallo como ti piace

Gewählte Lesart: „Bereite sie zu, wie es dir gefällt.“ Dies wird als allgemeine Anweisung verstanden, da das Rezept keine spezifischen Zubereitungsschritte vorgibt, sondern sich auf die Warnung konzentriert.

Lesartnon è riputato bon pesce

Gewählte Lesart: „gilt nicht als guter Fisch.“ Dies wird als geschmackliche oder qualitative Einschätzung verstanden, möglicherweise aufgrund des erdigen Geschmacks oder der vielen Gräten.

Originalwerk (~1465) gemeinfrei.

Bildquelle
Fol. 57r, Library of Congress, Rare Book and Special Collections Division, Washington MS (TX723 .M3 1460), Public Domain
Transkription
Uni Giessen (Gloning/Romanelli, Digitale Edition 2004, Basis: Faccioli 1966) Link öffnen
Übersetzung & Anmerkungen
CC BY-SA 4.0 fyndling.de
LagerkücheLagerküche
Fisch kann am Lagerfeuer gebraten oder gesotten werden. Achte darauf, den Rogen vor der Zubereitung zu entfernen.
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Aus unseren ersten Übersetzungen. Dieses Rezept gehört zu unseren früh erschlossenen Texten und wird vielleicht noch einmal überprüft. Wir gehen die Rezepte gelegentlich erneut durch, wenn wir neue Erkenntnisse gewinnen.

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