Le Ménagier de Paris · Paris · 1393
Man erkennt Sumpfbohnen daran, dass sie flach sind, und Feldbohnen sind rund. Des Weiteren, beim Kosten findest du sie süß, und die Schale zart, und die anderen [Feldbohnen] sind das Gegenteil.
Dieser Abschnitt aus dem Ménagier de Paris ist eine praktische Anleitung zur Qualitätssicherung. Er hilft, gute Bohnen von weniger guten zu unterscheiden, was für die mittelalterliche Küche, in der die Qualität der Rohstoffe entscheidend war, sehr wichtig war.
Ja, diese Art von Wissen ist für die Lagerküche nützlich, da sie bei der Auswahl von Zutaten hilft. Die Unterscheidung kann direkt beim Einkauf oder der Ernte angewendet werden.
Dieser Text stammt aus dem 'Ménagier de Paris', einem französischen Haushaltsbuch, das um 1393 verfasst wurde. Es ist ein umfassendes Werk, das einer jungen Ehefrau Ratschläge zu Haushaltsführung, Gartenbau, Moral und natürlich auch zur Kochkunst gibt.
Beide Begriffe beziehen sich wahrscheinlich auf Varianten der Ackerbohne (Vicia faba). 'Sumpfbohnen' waren vermutlich Sorten, die in feuchteren Böden wuchsen und für ihre zartere Textur und milderen Geschmack geschätzt wurden. 'Feldbohnen' waren die robusteren, weit verbreiteten Ackerbohnen, die oft eine festere Schale und einen herberen Geschmack hatten.
Sumpfbohnen, wahrscheinlich eine Sorte der Ackerbohne (Vicia faba), die in feuchten Gebieten wuchs.
Feldbohnen, ebenfalls Ackerbohnen, aber aus trockeneren Anbaugebieten, die oft eine härtere Schale und weniger süßen Geschmack hatten.
süß, im Sinne von mild und angenehm im Geschmack, nicht zwingend zuckerhaltig.
Schale, hier die äußere Hülle der Bohne.
Aus unseren ersten Übersetzungen. Dieses Rezept gehört zu unseren früh erschlossenen Texten und wird vielleicht noch einmal überprüft. Wir gehen die Rezepte gelegentlich erneut durch, wenn wir neue Erkenntnisse gewinnen.
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