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Hecht mit Butter und Petersilienwurzel

Kuchařství o rozličných krměch, kterak se užitečně s chutí strojiti mají · Prag, Böhmen · 1535

FischHauptspeise · FischLagerkücheLagerküche-tauglichEinfachKorrekturBearbeitungsstand 5/10Bürgerliche KücheBürgerlichFischFastenspeise
Zubereitungszeit20 Min.Portionen2-4 PersonenBuchBöhmisches Kochbuch - Kuchařství o rozličných krměch (~1535)

Nimm einen Hecht und koche ihn in Wasser, salze nicht zu stark. Gib Butter dazu und lass es zusammen kochen. Wenn der Hecht gar ist, seihe ihn ab, aber behalte die Hälfte der Brühe. Lege auch Petersilienwurzel dazu, damit sie mitkocht. Wenn du den Hecht auf eine Platte geben möchtest, röste Brotscheiben und lege sie ringsum auf die Platte. Iss.

OriginalModern / MengeWo kaufenAlternative
Štiku Hecht Fischhändler -
máslem Butter - -
vodě Wasser Leitung -
nesol velmi nicht zu viel Salz - -
petruželného koření Petersilienwurzel Supermarkt, Wochenmarkt -
topének Toastbrot - -
Was ist 'petruželného koření'?

‚Petruželného koření' bezieht sich hier auf die Petersilienwurzel, die mitgekocht wird, um dem Gericht Geschmack zu verleihen. Es ist nicht das Petersilienkraut gemeint.

Ist dieses Rezept für die Lagerküche / das Mittelaltermarkt-Lager geeignet?

Ja, dieses Rezept ist sehr gut für die Lagerküche geeignet. Es benötigt lediglich einen Topf und eine Feuerstelle zum Kochen des Fisches und zum Rösten der Brotscheiben.

Aus welcher Zeit und woher stammt dieses Rezept?

Dieses Rezept stammt aus dem ‚Böhmischen Kochbuch, Kuchařství o rozličných krměch', verfasst von Pavel Severin z Kapí Hory und gedruckt um 1535 in Prag. Es ist eines der ältesten erhaltenen gedruckten Kochbücher Böhmens.

Was bedeutet 'topének' im Rezept?

‚Topének' (Plural: Topinky) sind geröstete oder gebratene Brotscheiben, ähnlich unserem Toast. Sie dienen hier als Beilage und zum Aufsaugen der schmackhaften Brühe.

Štiku s máslem, takto dělaj: Vezmi štiku a vař v vodě a nesol velmi, a daj másla na ni, ať spolu vře, a potom, když již by dobře byla, oceď, polovici jichy nech; než máš také petruželného koření tam naklásti, aby spolu vřelo. A potom, když by chtěl na mísu dáti, nasuš topének, naklaď okolo ně na misu, jez.
Štiku

Hecht

máslem

Butter

jichy

Brühe

petruželného koření

Petersilienwurzel

topének

Geröstete Brotscheiben (Toast)

Handschrift
Kuchařství o rozličných krměch, kterak se užitečně s chutí strojiti mají
Sprache
Frühneuzeitliches Tschechisch
Entstehung
Prag, Böhmen, 1535

Lesarten

Mediävistische Texte sind oft mehrdeutig. Hier die Stellen, an denen wir uns für eine Lesart entscheiden mussten - mit den plausiblen Alternativen.

Lesartpetruželného koření

Gewählte Lesart: Die Übersetzung als ‚Petersilienwurzel' wurde gewählt, da ‚koření' im Kontext des Kochens oft Wurzeln oder Gewürze meint, die über längere Zeit Geschmack abgeben. Dies ist bei Petersilienwurzel der Fall.

Andere mögliche Lesart:

  • Eine andere Lesart wäre ‚Petersilienkraut'. - ‚Koření' kann auch allgemein ‚Kraut' oder ‚Gewürz' bedeuten. Petersilienkraut würde jedoch eher am Ende des Kochvorgangs hinzugefügt, um sein Aroma zu bewahren, während hier das Mitkochen im Vordergrund steht.

Originalwerk (~1535) gemeinfrei.

Bildquelle
Fenchel, Tacuinum Sanitatis, Codex Vindobonensis (ca. 1390)
Transkription
Čeněk Zíbrt, Staročeské umění kuchařské (1927), Zlatý fond SME - Kap. 26-27: Pavel Severin z Kapí hory Link öffnen
Übersetzung & Anmerkungen
CC BY-SA 4.0 fyndling.de
LagerkücheLagerküche
Benötigt einen Topf und eine Feuerstelle.
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Aus unseren ersten Übersetzungen. Dieses Rezept gehört zu unseren früh erschlossenen Texten und wird vielleicht noch einmal überprüft. Wir gehen die Rezepte gelegentlich erneut durch, wenn wir neue Erkenntnisse gewinnen.

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