Libro de arte coquinaria · Norditalien · 1465
Bereite die Rotfeder zu, wie es dir beliebt, denn sie ist weder ein fetter Fisch noch einer, den man hoch schätzen sollte.
| Original | Modern / Menge | Wo kaufen | Alternative |
|---|---|---|---|
| Scarde | 1 Rotfeder (Scardola) | Angelfachgeschäft, Fischhändler | Forelle, Karpfen |
| (implied) | Salz | - | - |
| (implied) | Wasser | - | - |
Maestro Martino, ein Meisterkoch des 15. Jahrhunderts, bewertete Fische nach ihrem Fettgehalt und Geschmack. Die Rotfeder galt offenbar als minderwertig und nicht der Mühe wert, detaillierte Anweisungen zu geben. Dies ist ein seltener Fall, in dem Martino seine persönliche Meinung so deutlich äußert.
Ja, dieses Rezept ist hervorragend für die Lagerküche geeignet. Es erfordert keine speziellen Zutaten oder aufwendige Zubereitung. Ein Fisch kann einfach über dem Feuer gebraten oder in einem Topf gesotten werden.
Dieses Rezept stammt aus dem 'Libro de Arte Coquinaria' von Maestro Martino da Como, verfasst um 1465 in Norditalien. Es ist eines der bedeutendsten Kochbücher des 15. Jahrhunderts und bietet Einblicke in die höfische Küche der Renaissance.
Rotfedern sind in vielen europäischen Süßgewässern heimisch. Am ehesten findest du sie bei spezialisierten Fischhändlern, die auch Süßwasserfische führen, oder direkt von Anglern. Als Alternative eignen sich Forelle oder Karpfen.
Die Rotfeder (Scardola), ein Süßwasserfisch, der im Mittelalter als wenig wertvoll galt.
Mediävistische Texte sind oft mehrdeutig. Hier die Stellen, an denen wir uns für eine Lesart entscheiden mussten - mit den plausiblen Alternativen.
né è pesce da farne stima
Gewählte Lesart: ‚noch ist es ein Fisch, den man hoch schätzen sollte' - Dies betont die geringe Wertschätzung des Fisches in der damaligen Küche, was die Kürze und den Mangel an spezifischen Anweisungen erklärt.
Scarde
Gewählte Lesart: Sarde
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