Le Ménagier de Paris · Paris · 1393
Bereite die Grütze zu, indem du sie kochst, wie es unmittelbar zuvor für geschälte Gerste beschrieben wurde. Das bedeutet, koche die Grütze in Wasser, bis sie weich ist. Danach passiere sie durch ein feines Sieb oder zerdrücke sie gründlich, um eine glatte Masse zu erhalten. Gib diese Masse zusammen mit Mandelmilch in einen Topf und koche sie erneut auf, bis sie die gewünschte Konsistenz erreicht hat. Süße die Grütze mit reichlich Zucker.
| Original | Modern | Mengenangabe | Wo kaufen | Alternative |
|---|---|---|---|---|
| Gruyau | Gerstengrütze | 200 g | - | - |
| lait d'amandes | Mandelmilch | 500 ml | - | - |
| succre | Zucker | 50 g | - | - |
| eau | Wasser | - | Leitung | - |
'Gruyau' bezeichnet im Mittelalter eine Art Grütze oder Brei, der aus verschiedenen Getreidesorten hergestellt werden konnte. In diesem Rezept wird durch die Querverweisung auf 'orge mondé' (geschälte Gerste) eine Gerstengrütze nahegelegt.
Ja, sehr gut geeignet. Die Zutaten sind einfach zu transportieren und die Zubereitung erfordert lediglich einen Topf und eine Möglichkeit, die Grütze zu passieren oder zu zerdrücken, was auch mit einfachen Mitteln am Lagerfeuer möglich ist.
Dies ist eine Querverweisung auf ein vorhergehendes Rezept im Ménagier de Paris. Es bedeutet, die Grütze nach der dort beschriebenen Grundmethode für geschälte Gerste zuzubereiten, also das Getreide in Wasser weichzukochen, bevor es weiterverarbeitet wird.
Dieses Rezept stammt aus dem Ménagier de Paris. Haushaltsbuch eines Pariser Bürgers (~1393). Enthält rund 380 Rezepte sowie Anleitungen zu Falknerei, Gartenbau und Haushaltsführung.
Grütze, Grießbrei aus Getreide
Brei, Grütze (hier im Sinne der Zubereitungsart für geschälte Gerste)
Pürieren, passieren, fein zerdrücken
Geschälte Gerste
Reichlich, viel
Zuordnung der historischen Zutatennamen zu Wikidata-Konzepten, auf Grundlage des CoReMA-Zutatenindex. Mehrere Konzepte bedeuten: die Lesart ist nicht entschieden.
| succre | unrefined cane sugar Q57656231 |
| eau | water Q283 |
Mediävistische Texte sind oft mehrdeutig. Hier die Stellen, an denen wir uns für eine Lesart entscheiden mussten - mit den plausiblen Alternativen.
Couvient cuire comme boyen / comme dit est prouchainement cy dessus d'orge mondé
Gewählte Lesart: Die Zubereitung der Grütze erfolgt nach der Methode, die für geschälte Gerste beschrieben wurde, was das Weichkochen des Getreides in Wasser und anschließendes Passieren oder Zerdrücken impliziert. 'Boyen' wird hier als allgemeiner Begriff für Brei oder Grütze verstanden.
Andere mögliche Lesart:
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Stand dieser Fassung: 15.08.2026. Wir überarbeiten die Übersetzungen laufend; beim Zitieren bitte das Datum mit angeben.