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Rebhuhnpasteten mit Speck und Gewürzen

Le Viandier de Guillaume Tirel, dit Taillevent · Frankreich · 1300

GeflügelHauptspeise · GeflügelLesartViel InterpretationsspielraumMittelKorrekturBearbeitungsstand 5/10Höfische KücheHofküche
Zubereitungszeit60 Min.Portionen4 PersonenBuchLe Viandier de Taillevent (~1300)

Für Rebhuhnpasteten nimm die Rebhühner und belege sie mit fein gehacktem Speck. Würze sodann mit Ingwer und Nelkenpulver.

OriginalModern / MengeWo kaufenAlternative
perdris Rebhühner Wildhändler Wachteln oder Hähnchenbrust
lart menu hache fein gehackter Speck - -
gingembre Ingwer - -
pouldre de clou Nelkenpulver - -
(implied) Pastetenteig (impliziert) - -
(implied) Salz (impliziert) - -
(implied) Pfeffer (impliziert) - -
Wo bekomme ich Rebhühner?

Rebhühner sind Wildgeflügel und am besten bei einem spezialisierten Wildhändler oder auf dem Wochenmarkt erhältlich. Als Alternative eignen sich Wachteln oder, für eine einfachere Zubereitung, auch Hähnchenbrust.

Ist dieses Rezept für die Lagerküche / das Mittelaltermarkt-Lager geeignet?

Nein, dieses Rezept ist nicht für die Lagerküche geeignet. Die Zubereitung einer Pastete erfordert einen Backofen und präzise Temperaturkontrolle, was am Lager nur schwer umsetzbar ist. Zuhause vorbereiten.

Aus welcher Zeit und woher stammt dieses Rezept?

Dieses Rezept stammt aus dem berühmten französischen Kochbuch 'Le Viandier de Taillevent', das um 1300 entstand und im 14. Jahrhundert von Guillaume Tirel, genannt Taillevent, überarbeitet wurde. Es ist ein Schlüsselwerk der mittelalterlichen Kochkunst und spiegelt die höfische Küche Frankreichs wider.

Was bedeutet 'Pastes' im Rezept?

Im mittelalterlichen Kontext bezeichnet 'Pastes' eine Pastete, also eine Füllung, die in einem Teigmantel gebacken wird. Das Rezept beschreibt hier nur die Würzung der Füllung, nicht die Herstellung des Teiges oder den Backvorgang selbst.

Pastes de perdris mettez dessus les perdris du lart menu hache & pour espices gingembre & pouldre de clou
lart menu hache

Fein gehackter Speck.

pouldre de clou

Nelkenpulver.

Handschrift
Le Viandier de Guillaume Tirel, dit Taillevent
Folio
Fol. 010v
Sprache
Moyen Français (ca. 1300-1400)
Entstehung
Frankreich, 1300

Lesarten

Mediävistische Texte sind oft mehrdeutig. Hier die Stellen, an denen wir uns für eine Lesart entscheiden mussten - mit den plausiblen Alternativen.

LesartPastes de perdris

Gewählte Lesart: Das Rezept beschreibt die Füllung für eine Rebhuhnpastete, wobei die Zubereitung des Teiges und der Backvorgang als bekannt vorausgesetzt werden.

Lesartespices gingembre & pouldre de clou

Gewählte Lesart: Obwohl 'espices' (Gewürze) im Plural steht, werden hier nur Ingwer und Nelkenpulver explizit genannt. Es ist möglich, dass weitere Gewürze wie Pfeffer oder Salz als selbstverständlich galten.

LesartSalz / Pfeffer

Gewählte Lesart: Salz und Pfeffer sind im Originalrezept nicht explizit aufgeführt, waren aber in der mittelalterlichen Küche Standardgewürze und werden hier als impliziert angenommen.

Originalwerk (~1300) gemeinfrei.

Bildquelle
Fol. 010v, Bibliothèque nationale de France, Manuscrit Français 19791, Gallica (ark:/12148/btv1b10501680z) - Domaine public Quelle öffnen
Transkription
Pichon & Vicaire 1892 (kritische Edition), Project Gutenberg #26567 Link öffnen
Übersetzung & Anmerkungen
CC BY-SA 4.0 fyndling.de
LagerkücheLagerküche
Zuhause vorbereiten.
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Aus unseren ersten Übersetzungen. Dieses Rezept gehört zu unseren früh erschlossenen Texten und wird vielleicht noch einmal überprüft. Wir gehen die Rezepte gelegentlich erneut durch, wenn wir neue Erkenntnisse gewinnen.

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