Tegernseer Wirtschaftsbüchlein (Speisenbuch) · Kloster Tegernsee, Bayern · 1460
pachen salvan jedlichem 1 ay, 1 pecher wein.
BSB Cgm 8137, Kochbüchlein (fol. 45r-85r). Edition: Anton Birlinger, Kalender und Kochbüchlein aus Tegernsee, Germania 9 (1864), S. 192-207. Gemeinfrei.
Lagerküche-Tipp: Salbei frisch nötig; Frittieren im Lager machbar.
Ziehe ganze Salbeiblätter durch einen Ausbackteig aus Mehl, Ei und etwas Wein und backe sie in heißem Schmalz knusprig aus. Ein aromatisches Kräutergebäck - der Salbei stammte aus dem Klostergarten.
Hinweis: Im Original steht nur die Zutaten- und Mengenliste der klösterlichen Großküche (gerechnet auf 40 Personen); die Zubereitung ist hier nachkochbar rekonstruiert.
| Original | Modern / Menge | Wo kaufen | Alternative |
|---|---|---|---|
| salvan | 16 große frische Salbeiblätter | Wochenmarkt, Garten | - |
| jedlichem 1 ay | 2 Eier | - | - |
| 1 pecher wein | 80 ml Weißwein (für den Teig) | - | - |
| 120 g Weizenmehl | - | - | |
| Schmalz zum Ausbacken | Supermarkt | - |
Gebackener Salbei - ganze Salbeiblätter im Ausbackteig, in Schmalz frittiert. Der Salbei kam aus dem Klostergarten (vgl. die Garten-Anweisungen des Kochbüchleins).
Frische, große Salbeiblätter - sie müssen den Teig tragen und sollen knusprig werden. Getrocknete eignen sich nicht.