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Nürnberger Lebzelten backen

Das kochbúch der sabina welserin · Augsburg · 1553

DessertNachspeiseLesartViel InterpretationsspielraumAufwändigKorrekturBearbeitungsstand 9/10
Zubereitungszeit180 Min.Portionenca. 25-30 kleine LebzeltenBuchDas Kochbuch der Sabina Welserin (~1553)

Nimm ein Maß Honig und gib es in eine große Pfanne. Schäume ihn gut ab und lass ihn eine gute Weile sieden. Gib anderthalb Pfund Zucker dazu und rühre ständig mit einem hölzernen Spatel. Lass die Masse so lange kochen, wie man ein paar Eier kocht.

Schütte die Masse, so heiß sie ist, in ein Vierling Mehl und rühre sie sacht unter. Nimm ein Lot Zimt, drei Lot Muskatnuss, anderthalb Lot Gewürznelken, sechs Lot Ingwer und ein Quintlein Muskatblüte. Schneide oder stoße jede Gewürzsorte einzeln, aber nicht zu fein - lass die Stücke grob, besonders beim Zimt. Gib die Gewürze in den Teig und rühre kurz, aber nicht lange, unter.

Lass den fertigen Teig so lange ruhen, wie man harte Eier kocht. Tunke die Hände in Mehl, forme feine Häufchen aus dem Teig zu kleinen Kugeln und wiege sie ab, damit jede gleich viel wiegt wie die andere.

Breite jede Kugel mit einem Wellholz aus und streiche sie mit der Hand glatt, je glatter, je hübscher. Tunke den Model in Rosenwasser und drücke ihn auf den Teig. Rechne mit acht Lot Teig für ein Lebzelten. Gib auf keinen Fall Mehl in den Teig selbst, sonst werden die Lebzelten nicht gut - auf das Brett darfst du aber Mehl streuen, damit sie nicht daran haften. Lass sie über Nacht liegen.

Wenn du die Lebzelten zum Bäcker trägst, nimm ein anderes Brett mit und bestäube es dick mit Mehl. Schiebe das bemehlte Brett zunächst allein in den Backofen, bis es ganz heiß wird, je heißer, je besser. Nimm es heraus, lege die Lebzelten darauf, ohne dass sie sich berühren, und schiebe sie in den Ofen. Schau öfter nach: zuerst werden sie weich wie Schmalz, das fühlst du, wenn du daraufdrückst.

Wenn sie ganz trocken geworden sind, nimm sie heraus und drehe das Brett um, damit die vordere Seite nach hinten in den Ofen kommt. Lass sie eine kleine Weile stehen, dann nimm sie wieder heraus. Kehre mit einem kleinen Besen das Mehl sauber vom Boden und lege die Lebzelten währenddessen auf ein anderes Brett, bis du jedes einzeln abgekehrt hast. Kehre den Boden noch einmal ganz sauber, dann lege die Lebzelten mit der Unterseite nach oben wieder darauf.

Tauche einen Schwamm in Rosenwasser, drücke ihn wieder aus und wische damit das Mehl vom Boden der Lebzelten ab. Achte darauf, dass kein Wasser auf das Brett tropft, sonst kleben sie an. Schiebe das Brett zurück in den Ofen, bis die Böden schön aufgehen und fest werden.

Nimm das Brett wieder heraus und sorge dafür, dass zwei oder drei Personen bereitstehen, die die Lebzelten schnell umdrehen, sonst kleben sie fest. Wische die Oberseite ebenso mit Rosenwasser ab, wie du es unten gemacht hast. Schiebe sie zurück in den Ofen und lass sie trocken werden.

Trag sie heim und rühre sie auf dem Brett, damit sie nicht ankleben. Wenn sie gut erkaltet sind, lege acht oder zehn Stück aufeinander, wickle sie in Papier und bewahre sie an einem trockenen Ort auf, wo keine Luft herankommt - so bleiben sie knusprig.

OriginalModernMengenangabeWo kaufenAlternative
ain masß honig 1 Maß Honig 1 l - Milder Waldhonig oder Wildblütenhonig passt am besten zu diesem würzigen Gebäck. Akazienhonig ist zu geschmacksneutral, Rapshonig zu fest.
1_1/2 pfúnd zúcker Zucker 750 g - -
ain vierling mell Vierling Mehl 1 - -
1 lott rerlen Zimt 15 g - Ganze Zimtstangen grob zerstoßen statt gemahlenen Zimt verwenden, wie es der Originaltext ausdrücklich verlangt.
3 lot múscat Muskatnuss 45 g - Ganze Muskatnuss grob reiben oder stoßen, nicht fein pulverisieren.
1_1/2 lot negellen 22,5 g Gewürznelken 22½ g - Ganze Nelken grob zerstoßen.
6 lot jmber Ingwer 90 g - Getrockneten Ingwer grob zerstoßen, kein feines Pulver.
ain qúintlin múscatblie Muskatblüte 4 g Gewürzhandel, Online-Gewürzhandel -
ain rossenwasser Rosenwasser - Orientalischer Supermarkt, Online-Gewürzhandel -

Welches Gericht ist das? Ein Gewürzhonig-Model-Gebäck, das im Text selbst schon 1553 als „Niernberger lezeltlach" bezeichnet wird - der direkte Vorläufer des heutigen, geografisch geschützten Nürnberger Lebkuchens. Die Familie reicht weiter: mitteleuropäische Gewürzhonig-Model-Gebäcke wie die Basler Läckerli oder die böhmischen Perníky gehören zur selben Tradition aus Honig, grobem Gewürz und Model-Prägung.

Wie viel Mehl ist „ain vierling"? Der Vierling war ein regionales Hohlmaß, dessen genaue Größe für Augsburg 1553 nicht sicher überliefert ist. Ein Zwillingsrezept aus demselben Themenkreis (wo10-023) belegt für dieselbe Zutat ausdrücklich „das mel hat kein antzal" - also ohne festes Maß - und bestätigt damit unabhängig, dass die Menge nach Konsistenz statt nach fester Zahl zu bemessen ist. Beim Nachkochen an der Teigkonsistenz orientieren, nicht an einer festen Gramm-Zahl.

Der heiße Sirup bindet den Teig. Der noch kochend heiße Honig-Zucker-Sirup wird direkt in das Mehl geschlagen - eine Brühteig-Technik, bei der die Hitze die Stärke verkleistert und so für Bindung und Haltbarkeit sorgt, ganz ohne Ei oder anderes Bindemittel. Der Text warnt ausdrücklich davor, zusätzliches rohes Mehl in den Teig selbst zu geben, ohne dafür einen Grund zu nennen - naheliegend, aber nicht belegt ist, dass zusätzliches Mehl die bereits hergestellte Bindung wieder stören würde. Mehl darf jedenfalls nur aufs Brett und auf die Hände, nie in den Teig.

Grobe Gewürze für lange Lagerung. Jede Gewürzsorte wird einzeln und bewusst grob geschnitten oder gestoßen, nicht fein gemahlen - das erhält das Aroma über die lange Reifezeit der fertigen Lebzelten hinweg.

Rosenwasser in doppelter Rolle. Rosenwasser dient zweimal im Verfahren: zuerst als Trennmittel, in das der Model getaucht wird, bevor er auf den Teig gedrückt wird, und später - mit dem Schwamm aufgetragen - als Oberflächenfinish auf den fertigen Böden.

Praxis. Dieses Gebäck braucht einen echten, mehrfach nachgeheizten Backofen: Das Brett wird leer glühend heiß vorgeheizt, dann mit den geformten Stücken bestückt, mehrfach herausgenommen, gewendet, mit Rosenwasser abgewischt und wieder eingeschoben - eine Prozedur über Stunden, für die der Text ausdrücklich zwei bis drei Personen gleichzeitig am Brett verlangt, damit die Stücke beim Wenden nicht festkleben. Der Garzustand wird durch Fühlen geprüft, nicht durch Farbe: Zuerst werden die Stücke weich wie Schmalz, erst danach vollständig trocken und fest. Backzeiten und -temperaturen nennt der Text nicht - wer das nachkocht, orientiert sich wie im Original an Gefühl und wiederholtem Nachschauen, nicht an festen Minutenangaben. Am offenen Feuer oder im Dutch Oven lässt sich diese Prozedur nicht nachstellen; das gehört in die Küche mit Ofen, nicht ins Lager.

Wo bekomme ich Muskatblüte (Mace)?

Muskatblüte ist im Gewürzregal gut sortierter Supermärkte selten zu finden, aber im Gewürzhandel oder Online-Gewürzhandel problemlos erhältlich. Sie kommt meist als getrocknete, rötlich-orange Lamellen oder bereits gemahlen.

Ist dieses Rezept für die Lagerküche / das Mittelaltermarkt-Lager geeignet?

Nein. Die Backtechnik verlangt ein glühend heißes, vorgeheiztes Brett im Backofen, mehrfaches Wenden, Rosenwasser-Behandlung mit Schwamm und eine nächtliche Teigruhe. Am offenen Feuer oder im Dutch Oven lässt sich diese präzise Hitzeführung nicht nachbilden.

Was bedeutet 'ain vierling mell' - wie viel Mehl ist das?

Ein 'Vierling' war ein regionales Hohlmaß, oft ein Viertel eines größeren Getreidemaßes. Wie viel Mehl damit in Augsburg um 1553 genau gemeint war, ist nicht sicher überliefert - moderne Nachkocher sollten sich an der Konsistenz orientieren und Mehl nach Gefühl zugeben, bis ein fester, formbarer Teig entsteht.

Aus welcher Zeit und woher stammt dieses Rezept?

Dieses Rezept stammt aus „Das Kochbuch der Sabina Welserin“. Von der Verfasserin selbst 1553 datiertes Kochbuch aus dem Augsburger Patriziat - eines der wenigen frühneuzeitlichen deutschen Kochbücher, das eine Frau als Autorin nennt. Gloning zählt 205 Rezeptnummern, dazu sechs als Sub-Buchstaben gezählte Zweitschriften (1a, 2a, 3a, 7a, 136a, 137a), die im Codex an anderer Stelle stehen als ihre Originale. Handschrift: Augsburg, Staats- und Stadtbibliothek, 4° Cod 137 (XXI + 55 Bl., Register auf Bl. I-XXI, Rezepte ab Bl. 1r).

Niernberger lezeltlach zú machen Nim ain masß honig/ thús jn ain grosse pfanen, verfoms woll vnnd lasß ain gúte weil sieden, thú 1_1/2 pfúnd zúcker daran, riers fúr vnd fúr mit ainer hiltznie spatel vnnd lasß also lang sieden/ als lang man ain bar air seúdt, schits also hais jn ain vierling mell, riers gemach vmb vnnd thú das geschriben gewirtz jn taig, riers gemach vnnd nit lang, nim 1 lott rerlen, 3 lot múscat, 1_1/2 lot negellen, 6 lot jmber, ain qúintlin múscatblie, vnnd ain yedes besonder geschniten oder gestossen, das es nit klain seý, grosß gespalten besondern an den rerlen, vnnd wan du das gewirtz jn taig gethan hast, so lasß als lang den taig stan, als man ain hert bar air seúdt, dúnck die hend jn ain mell vnnd nim feine heúflen aús dem taig, mach kigellen daraús, wigs ab, das ains soúil hab als das ander, braits aús mit ainem walgelholtz, streichs glat mit der hand, ýe gleter ýe hibscher/ dúnck darnach den model jn ain rossenwasser vnnd drúcks daraúff, nim 8 lot taig zú ainem zeltlin/ hiet dich, thú kain mell darein, dan sý wúrden nit gút, aber aúfs bret magst woll mell thon/ das sý nit aúffhafften, lasß jber nacht ligen/ vnnd wan dú es zom becken tregst, so lúg, das dú ain ander bret habest, das besee gantz woll mit mell, das gantz dick beseet seý, thú das bret mit dem besetten mell jn bachoffen, das das bret gantz haiß werd, ýe haiser ye pesser/ thús darnach heraús, leg die lezelten darauff, das kains das ander anrier, thús jn offen, lasß bachen vnnd sich offt darzú, am ersten werden sý lind als ain schmaltz, wan dú daraúffgreifst, so entpfindsts woll/ vnnd wen sý gantz drúcken werden, so thús heraús vnnd ker das bret vmb, das das forderthail hinden jn offenn kom, lasß ain klaine weil stan/ darnach thús heraús, nim ain kerwischlin, ker das mell saúber am boden herab vnnd leg die lezelten dieweil aúff ain ander pret, bis dú ain lezelten nach dem andern abkert hast/ das kain mel am boden seý/ darnach ker das mel am boden gantz sauber herab, leg die lezelten wider daraúff, das der boden an den lezelten jbersich kert werd, nim ain badtschwam, stos jn jn ain rossenwasser, drúck jn wider aús, wesch das mell ab dem boden/ aúff dem pret, lúg, das dir kain wasser aúff das pret kum, dan sý wúrden anhafften, thú darnach das bret mit den lezelten wider in bachoffen, die poden fein aúfgond vnnd hert werden, so thú das bret wider heraús, lúg, das 2 oder dreý beim bret seyen, die behend die lezelten vmbkeren, wan sý wúrden sonst anhaften, darnach nim ain rossenwasser vnnd wesch oben mit ab, wie dú vnnden am boden gethan hast, thús wider jn offen, lasß drúcken werden, trags haim, riers am bret, das nit anhefften, vnnd wann sý woll erkalten seind, so leg 8 oder zechnen aúfainander, winds jn ain bapir, behalts sý an drúcknen orten, das kain lúfft daran kan, so bleiben sý resch.
rerlen

Kurzform von 'zimerrerlach' (Zimt-Röhrlein), der stehende Begriff dieses Kochbuchs für Zimt.

múscatblie

Muskatblüte, auch Macis genannt - die getrocknete Hülle der Muskatnuss.

lott / lot

Lot, ein altes Gewichtsmaß, hier umgerechnet mit ca. 15 g pro Lot (süddeutsches Lot).

qúintlin

Quintlein, ein Viertel Lot, also ca. 3,5-4 g.

vierling mell

Ein regionales Hohl- oder Getreidemaß für Mehl. Die genaue Umrechnung in moderne Gewichtsangaben ist für Augsburg 1553 nicht sicher überliefert.

model

Hölzerner Backstempel, in den das Gebäck gedrückt wurde, um ihm ein Muster oder Motiv zu verleihen.

rossenwasser

Rosenwasser, hier gleich zweifach verwendet: zum Befeuchten des Model-Stempels und zum abschließenden Glänzendmachen der gebackenen Lebzelten.

masß honig

Ein Maß war ein regionales Flüssigkeitsmaß, hier grob mit einem Liter angenähert.

verfoms

Schäume es gut ab (verschäumen/entschäumen). Birlingers Augsburgisches Wörterbuch belegt 'faum, faumen' für Schaum/abschäumen; 'verfoms' liest sich als 'ver-faum(t)-s'. Das verwandte 'verfaimbs' in zwei weiteren Rezepten des Korpus sowie Schmellers Beleg 'den kessel verfaimen' stützen dieselbe Lesart unabhängig.

Handschrift
Das kochbúch der sabina welserin
Folio
Fol. 38 verso
Sprache
Frühneuhochdeutsch (ostschwäbisch/augsburgisch, Mitte 16. Jh.)
Entstehung
Augsburg, 1553

Normdaten der Zutaten

Zuordnung der historischen Zutatennamen zu Wikidata-Konzepten, auf Grundlage des CoReMA-Zutatenindex. Mehrere Konzepte bedeuten: die Lesart ist nicht entschieden.

ain masß honighoney Q10987
1_1/2 pfúnd zúckerunrefined cane sugar Q57656231
ain vierling mellflour Q36465
1 lott rerlencinnamon Q28165
3 lot múscatnutmeg Q83165
1_1/2 lot negellenclove Q15622897
6 lot jmberginger Q15046077
ain qúintlin múscatbliemace Q1882876
ain rossenwasserrose water Q900450

Lesarten

Mediävistische Texte sind oft mehrdeutig. Hier die Stellen, an denen wir uns für eine Lesart entscheiden mussten - mit den plausiblen Alternativen.

Lesartvierling

Gewählte Lesart: Als regionales Hohlmaß für Mehl gelesen, dessen genaue moderne Umrechnung offenbleibt.

Andere mögliche Lesart:

  • Könnte auch eine Gewichtsangabe wie ein Viertelpfund sein. - Für Augsburg 1553 ist die exakte Größe des 'Vierling' nicht sicher überliefert; beide Lesarten sind sprachlich denkbar. Ein Zwillingsrezept (wo10-023) sagt für dieselbe Zutat ausdrücklich 'das mel hat kein antzal' (ohne festes Maß) - stützt unabhängig, dass die Menge nach Konsistenz statt nach fester Zahl zu bemessen ist, klärt aber die exakte Umrechnung nicht.

Lesartain bar air seúdt (erste Zeitangabe)

Gewählte Lesart: Als reines Zeitmaß ohne weitere Qualifizierung gelesen - 'so lange, wie man ein paar Eier kocht'.

Andere mögliche Lesart:

  • Der spätere, ausdrücklich genannte Kontrast 'ain hert bar air' (harte Eier) legt nahe, dass an dieser ersten Stelle weiche Eier gemeint sein könnten. - Das Transkript nennt an dieser ersten Stelle keine Qualifizierung; erst später wird 'hert' (hart) explizit ergänzt. Die 'weich'-Lesart ist eine plausible, aber nicht wörtlich belegte Kontrastfolgerung.

Originalwerk (~1553) gemeinfrei.

Bildquelle
Fol. 38 verso, Augsburg, Staats- und Stadtbibliothek, 4° Cod 137 (urn:nbn:de:bvb:37-dtl-0000005911)
Transkription
Uni Giessen (Gloning, Internet-Ausgabe nach Stopp 1980) Link öffnen
Übersetzung & Anmerkungen
CC BY-SA 4.0 fyndling.de
LagerkücheLagerküche
Braucht einen echten Backofen mit präziser, mehrfach kontrollierter Hitzeführung: das Brett muss glühend heiß vorgeheizt, dann mit den Lebzelten bestückt, mehrfach gewendet und mit Rosenwasser-Schwamm behandelt werden. Dazu ein bis zwei Tage Vorlauf durch die nächtliche Teigruhe. Mit Dutch Oven oder offenem Feuer ist die beschriebene Backtechnik nicht darstellbar.
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Stand dieser Fassung: 24.08.2026 - 3-mal überarbeitet. Wir überarbeiten die Übersetzungen laufend; beim Zitieren bitte das Datum mit angeben.