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Nesselsalat

Ein new Kochbuch/ Das ist Ein gruͤndtliche beschreibung wie man recht vnd wol ... allerley Speiß ... auff Teutsche/ Vngerische/ Hispanische/ Jtalianische vnnd Frantzoͤsische weiß/ kochen vnd zubereiten solle · Frankfurt am Main · 1581

BeilageBeilageEinfachKorrekturBearbeitungsstand 6/10
BuchEin new Kochbuch (~1581)

Nesselsalat.

OriginalModernMengenangabeWo kaufenAlternative
Nessel Nessel - Selbst sammeln (Frühjahr) -

Welches Gericht ist das? Ein Salat aus Nesseln. Rumpolt nennt an dieser Stelle nur den Namen, ohne Zutatenliste, ohne Mengen und ohne Angabe, wie der Salat angemacht wird. Der Eintrag steht als Nr. 28 in seiner Reihe der Kräutersalate.

Welche Nessel? „Nessel“ ist der Sammelname der Nesselgewächse und meint meist die Brennnessel; die Wörterbücher kennen das Wort daneben auch für Taubnesseln. Welche Art Rumpolt meint und welche Teile der Pflanze er nimmt, sagt der Text nicht. Am nächsten liegt die Brennnessel.

Praxis. Heute nimmt man junge Brennnesselspitzen, die es nur im Frühjahr gibt. Roh brennen sie, deshalb blanchiert man sie für eine Nachkochung kurz; das ist heutige Praxis und steht nicht bei Rumpolt. Wie der Salat angemacht wird, sagt diese Nummer nicht.

Aus welcher Zeit und woher stammt dieses Rezept?

Dieses Rezept stammt aus „Ein new Kochbuch“. Kochbuch des kurfürstlich-mainzischen Mundkochs Marx Rumpolt, gedruckt 1581 in Frankfurt am Main: rund 2.000 durchnummerierte Rezepte in 91 Kapiteln, geordnet nach Tierarten und Zutaten, dazu Bankett- und Hofämter-Ordnungen für die fürstliche Tafel.

28. Nessel Salat.
Druck
Ein new Kochbuch/ Das ist Ein gruͤndtliche beschreibung wie man recht vnd wol ... allerley Speiß ... auff Teutsche/ Vngerische/ Hispanische/ Jtalianische vnnd Frantzoͤsische weiß/ kochen vnd zubereiten solle
Teil
Von allerlei Kräutersalat
Sprache
Frühneuhochdeutsch (Frankfurter Druckersprache mit oberdeutscher Schreibung, südwestdeutsch/rhein-mainischer Küchenwortschatz, 1581)
Entstehung
Frankfurt am Main, 1581

Normdaten der Zutaten

Zuordnung der historischen Zutatennamen zu Wikidata-Konzepten, auf Grundlage des CoReMA-Zutatenindex. Mehrere Konzepte bedeuten: die Lesart ist nicht entschieden.

Nesselstinging nettle Q155909

Lesarten

Mediävistische Texte sind oft mehrdeutig. Hier die Stellen, an denen wir uns für eine Lesart entscheiden mussten - mit den plausiblen Alternativen.

LesartNessel

Gewählte Lesart: Brennnessel: „Nessel“ ist der Sammelname der Nesselgewächse und meint im Wörterbuch meist die Brennnessel. Der Titel bleibt bei „Nesselsalat“ und legt die Art nicht fest.

Andere mögliche Lesart:

  • Taubnessel - Die Wörterbücher führen „Nessel“ auch für Taubnessel-Arten; als Salatkraut denkbar, für Rumpolt aber nicht belegt.

LesartTeil der Pflanze und Behandlung

Gewählte Lesart: Nur der Name ist überliefert: welche Teile der Nessel genommen werden und ob roh oder vorbehandelt, sagt der Text nicht.

Andere mögliche Lesart:

  • Junge Brennnesselspitzen, kurz blanchiert, damit sie nicht brennen - Heutige Praxis für eine Nachkochung; steht nicht im Text.

Originalwerk (~1581) gemeinfrei.

Bildquelle
Bl. CLVIIIb, Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz, PPN824825497 Quelle öffnen
Transkription
Deutsches Textarchiv (DTA), Transkription Justus-Liebig-Universität Gießen 2013 Link öffnen
Übersetzung & Anmerkungen
CC BY-SA 4.0 fyndling.de
Permalink
https://w3id.org/fyndling/rum-1535
LagerkücheLagerküche
Nein: Rumpolt nennt nur den Namen des Salats, keine Mengen und keine Zubereitung, auf die sich eine Lagerküchen-Fassung stützen könnte.
Alle Rezepte aus Ein new Kochbuch Alle Kochbücher

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Stand dieser Fassung: 18.10.2026. Wir überarbeiten die Übersetzungen laufend; beim Zitieren bitte das Datum mit angeben.