Berlin, Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz –, Handschriftenabteilung; Ms. germ. qu. 1187 · Bairischer Sprachraum, Entstehungsort unbekannt (Datierung 1438/39-Mitte 15. Jh. über Hartliebs "Namenmantik", nach Honold); später im Besitz der Grafen Starhemberg von Riedegg (Oberösterreich) · 1450
Nimm geriebenen Senf und gib geriebenen Zimt dazu.
Davon wird er sehr gut. Serviere ihn.
| Original | Modern | Mengenangabe | Wo kaufen | Alternative |
|---|---|---|---|---|
| geriben Seniff | Senf, gemahlen | - | Supermarkt | Senfsaat selbst mahlen |
| geriben zymoney | Zimt, gemahlen | - | Supermarkt, Online-Gewürzhandel | - |
Welches Gericht ist das? Kein vollständiges Senfrezept, sondern eine Verfeinerung: Ein bereits zubereiteter Senf wird mit geriebenem Zimt gewürzt. Gemahlene Senfsaat und Zimt allein ergeben noch keinen Senf - es fehlt die Flüssigkeit. Der Text setzt einen fertigen Senf voraus, wie ihn das vorausgehende Rezept b4-253 beschreibt: Senfsaat im Mörser zerstoßen, durch ein Tuch schlagen, mit Honigseim verrühren und bei Bedarf „mit wein" anreiben. Die nächste lebende Verwandtschaft ist ein süßer, gewürzter Tafelsenf.
Praxis. Einen Senf nach b4-253 ansetzen oder Senfmehl mit Wein (alternativ Essig) und etwas Honig zu einer Paste anrühren und einige Stunden quellen lassen. Dann geriebenen Zimt unterrühren. Kein Feuer nötig; in einem verschlossenen Gefäß hält sich der Senf lange.
Ja, Goldstandard. Die Zubereitung ist extrem einfach und schnell, erfordert keine Kühlung und nur trockene Zutaten. Ideal für unterwegs.
Einen fertig angesetzten Senf, keine trockene Saat - Senfmehl und Zimt allein ergeben noch keinen Senf. Das Rezept setzt einen Senf voraus, wie ihn b4-253 beschreibt: Senfsaat zerstoßen, mit Honigseim verrühren und mit Wein anreiben. Alternativ Senfmehl mit Wein oder Essig und etwas Honig anrühren und quellen lassen, dann den Zimt unterrühren.
Dieses Rezept stammt aus dem Berlin, Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz –, Handschriftenabteilung; Ms. germ. qu. 1187 (Mitte 15. Jh.). CoReMA-Handschrift B4 (Berlin, Staatsbibliothek, Ms. germ. qu. 1187): bairisches Kochbuch der Mitte des 15. Jahrhunderts, 112 Blatt Papier. Enthält u.a. ein Paar-Rezept für "grünen Met" und ein Grundrezept "Wie du mett solt machen" (Honig-Wasser-Ansatz mit Hopfen und Hefe-Nachgärung) - textlich eng verwandt mit W1 (Wien, Cod. 2897), das dieselben zwei Met-Rezepte fast wortgleich überliefert.
Hier der fertig zubereitete Senf, nicht die bloße Saat: Gemahlene Senfsaat braucht Flüssigkeit, um Senf zu werden. Wie man ihn ansetzt, steht im vorausgehenden Rezept b4-253 (Saat stoßen, mit Honigseim verrühren, mit Wein anreiben).
Dies ist eine bairische Schreibvariante für Zimt. CoReMA verlinkt den Begriff mit dem Wikidata-Eintrag für Zimt.
Zuordnung der historischen Zutatennamen zu Wikidata-Konzepten, auf Grundlage des CoReMA-Zutatenindex. Mehrere Konzepte bedeuten: die Lesart ist nicht entschieden.
| geriben Seniff | mustard seed Q1937700 |
| geriben zymoney | cinnamon Q28165 |
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Stand dieser Fassung: 24.09.2026. Wir überarbeiten die Übersetzungen laufend; beim Zitieren bitte das Datum mit angeben.